Gaming Praxis Testberichte

Taschenbillard? Mobiles Retro-Gaming für einen schmalen Taler!

Nach meinem letzten Artikel „Back tot he /root(s) – Retro-Gaming für Einsteiger und Enthusiasten“ habe ich mir überlegt, wie ich meiner Leidenschaft frönen kann, wenn ich mal unterwegs bin. Nach einiger Recherche wurde ich dann fündig: Die Firma Hardkernel, welche ich bereits im Vorgängerartikel mit dem Odroid N2+ empfohlen habe, stellt ebenfalls portable Endgeräte zur Verfügung, die auf die Namen „Odroid Go Advanced“ und „Odroid Go Super“ hören. Letzteres ist die früheste Iteration von portablen Gaming-Konsolen, die einen Rockchip behausen und damit ähnliche Leistung abrufen dürften wie die Raspberry-Pi-Modelle. Ich besitze dieses Gerät nun schon seit gut drei Monaten, genug Zeit ihn auszuprobieren und heute möchte euch in diesem Artikel meine Eindrücke schildern.

Der Odroid Go Super kommt nicht wie der Vorgänger wahlweise als fertig montiertes Gerät oder Bausatz zu euch, sondern bereits komplett aufgebaut. Preisunterschiede entfallen damit natürlich, für ca. 105€ Kaufpreis könnt ihr euch lediglich zwischen zwei Gehäusefarben entscheiden: Transparent (meine Wahl) und Mausgrau. Eine unaufdringliche Kartonverpackung, die schon fast minimalistisch anmutet, beherbergt das wertvolle Innere: Den Odroid Go Super, der in einem passgenauen Schaumstoffrahmen geliefert wird. Lieferschäden sollten damit ausgeschlossen sein und obendrauf gibt es noch ein kurzes USB-C-Ladekabel.

Nach der haptischen Inspektion merkt man recht schnell: Das Verarbeitungsniveau steht Konkurrenzprodukten wie z.B. einer portablen Spielekonsole eines ehemaligen japanischen Spielkartenherstellers in nichts nach. Nichts kratzt, schleift oder knackt, was man leider bei Kunststoffgehäusen in vielerlei Geräten beobachten kann. Die Dimensionen des Gerätes sind mit 204 mm x 86 mm x 25 mm so groß wie nötig, so klein wie möglich ausgelegt, auch das Gewicht von 280 g lässt die Spielerhand nicht unnötig schnell schwächeln.

Die (in meinem Fall) transparente Rückseite lässt währenddessen einen interessanten Einblick auf das PCB und dessen Layout zu. Gut zu erkennen ist der ebenfalls integrierte Lautsprecher, sowie der 4000mAh Akku. Lüftungsschlitze, die bei der CPU für Frischluft sorgen wurden für intensivere Spielsessions ebenfalls nicht vergessen. Die Oberseite stellt sogar einen vollwertigen USB-A-Steckplatz zur Verfügung für etwaige Peripherie, wie z.B. einem WLAN-Stick, denn Connectivity wie Bluetooth oder WLAN sind in diesem Gerät nicht integriert. Auf der Unterseite des Geräts finden wir einen Micro-SD-Slot für die Datenzufuhr.

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Pascal Mouchel

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Hab noch denn Alten Odroid Go im Gameboy Format ich find die Dinger einfach cool.

Der liegt bei mir wie es sich für einen Mann gehört im Badezimmer in der Schublade 🤣

Ihr wisst schon wenn es Mal wieder länger geht 🤣🤣🤣

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m
meilodasreh

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Oh ich hab da ein analoges Buch mit 500 schweren Sudokus plus Kuli liegen.
Ist das noch Retro, oder schon völlig hinterm Mond? 😄

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Pascal Mouchel

Moderator

512 Kommentare 552 Likes

Vorteil an dem Buch hast du wenn dir das Klopapier ausgeht :ROFLMAO: da bist du definitiv im Vorteil

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C
ChaosKopp

Veteran

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Ketzer! Buchmissbraucher... *g* Aber mal etwas ernster: Bücher gehören gesammelt. Nicht so vergänglich wie digitale Inhalte (man braucht keine Software, der Akku hält ewig) und derzeit leider unterschätzt. Musste beim Umzug zwar einige verklappen, aber das waren die der Holden und somit nicht Tolkien, Asimov, Lem, Herbert, etc.

Zum Test: Vielleicht magst Du uns noch mitteilen, welche Emulatoren gut rennen, welche wo etwas eingeschränkt? Überlege derzeit, mir so nen Winzling auch mal zu gönnen.

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weedeater

Veteran

158 Kommentare 108 Likes

Coole Sache das. Für mich denke ich brauch ich für das zwar üppige, aber doch kleine Display wohl eine Brille. Daher bleib ich lieber bei den PC-Emu´s, dafür hab ich mir ja auch wegen dem Artikel hier schon das Rig zusammengebaut. Jetzt müsste ich eben nur mal anfangen, aber spiele gerade ziemlich viel anderes, daher wird das wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Davon habe ich zum Glück aber reichlich.
Vor allem auch die 3D-Druckteile sind recht ansprechend gelungen.
Vielleicht könnte man mit so einem Drucker auch was für die Sticks drucken, vielleicht mit 3-4 kleinen Laschen mit ebenfalls kleinen Nasen zum einrasten. Die könnte man dann bei Bedarf auch einfach wieder entfernen. Gibt ja so was ähnliches für die Playstation und X-Box Controller zum vergrößern oder besseren Gripp.

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crankzware

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23 Kommentare 22 Likes

Hi Chaoskopp! Gerne, ich fang mal an: perfekt laufen: Gameboy, Game Boy Color, Game Boy Advance, NES, SNES. Laufen weitgehend: N64, ist spielbar, läuft aber nicht wirklich flüssig: PSX und Dreamcast.

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C
ChaosKopp

Veteran

123 Kommentare 107 Likes

Hab vielen Dank. Das sollte für zwischendurch und unterwegs wohl ausreichend sein.

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About the author

Bernhard Baumgartner

Bernhard ist langjähriger Hardwareentwickler in der Optoelektronik, der gern mal aus dem Nähkästchen spricht und mit seinem Start-Up CrankzWare einen plattform- und herstellerunabhängigen RGB-, Fan- und Pumpencontroller namens RainPOW entwickelt hat und vertreibt.

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