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Stärkster Supercomputer soll ab 2021 in Japan stehen

Fujitsu Limited und RIKEN wollen den stärksten Supercomputer der Welt bauen. Der stärkste derzeit steht in den USA, Summit genannt, hat eine Leistung von 200 000 Terra FLOPS. Dafür soll der bisherige K Computer, ersetzt werden. Dieser war 2012 der stärkste wurde aber 2013 übertrumpft.

Der neue wird derzeit Post-K Supercomputer genannt und befindet sich in der Entwicklung. Fujitsu hat extra dafür eine eigene CPU entwickelt, die auf der ISC 2018 in Frankfurt am Main vorgestellt wurde, einer der wichtigsten Supercomputermessen der Welt. Bis 2021 soll der Supercomputer fertig sein.

Grund dafür sind eine höhere Energieeffizienz, und damit geringere Einsatzkosten und mehr Leistung. Dies soll zu mehr Möglichkeiten führen. Der Post-K Computer erbt dabei die Aufgaben von dem ‚alten‘ K, Wissenschaft, Technik und Gesellschaft. Zum Beispiel soll er bei Prognosen für Tsunamis und Erdbeben helfen, was nicht unwichtig in Japan ist. Hinzu kommen Sachen wie Big Data,  die Erforschung von physikalischen und biologischen Gesetzen und erneuerbare Energien.

Innerhalb der letzten Zeit wurden Supercomputer nicht zuletzt auch aus Prestigegründen gebaut. USA und China eifern hier um das Podium. Dabei haben Supercomputer einen erheblichen Anteil daran, unser Leben zu verbessern. Wenn die Möglichkeiten durch mehr Leistung, wie Prognosen bei Erdbeben noch erweitert werden kann, könnte dies eine kleine Revolution darstellen. Erdbeben können bislang nicht vorausgesagt werden.

Dies alles soll durch verschiedene Sachen realisiert werden. Die meisten Supercomputer setzen auf die x86 Architekturen von Intel, besonders bei den leistungsstärksten auch häufig mit nVidia Tesla im Verbund. Fujitsu entschied sich hier aber für die Entwicklung eines eigenen Designs, auf Grundlage von ARM. ARM Chips sind besonders Stromsparend, aber nicht sehr Leistungsstark. Sie sollen aber zu einer guten Energieeffizienz führen. Ein hoher Stromverbrauch führt zu hohen Einsatzkosten bei Supercomputern. Zusätzlich soll auch HBM eingesetzt werden, welches den Einsatz von KI erleichtern soll.

Ein Aufrüsten ist nötig. Der ‚alte‘ K-Supercomputer leistet 10.510 TeraFLOPS bei einem Stromverbrauch von 12 660 kW. Zum Vergleich, der Summit leistet 200 000 TeraFLOPS bei einem Strombedarf von 15 000kW. Und die Ambitionen der Japaner sind nicht kleiner. Der neue soll der stärkste der Welt sein, der Energieeffizienteste und die besten Ergebnisse liefern.

Doch die Konkurrenz schläft nicht, es möchten noch andere auf das Podium, aus Prestige. China hat eine Architektur entwickeln lassen, die in Zukunft bei Supercomputern mitmischen soll, um unabhängiger von Know-how aus der USA zu werden.

Quelle: Fujitsu