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Sharkoon Skiller SGH50 Headset im Test – Hammerharter Punch trifft auf guten Klang und ein ordentliches Mikrofon – Kampfansage für unter 60 Euro

Aufgeschraubt und zerlegt: Tear-Down

Dass sich die zwei Ohrwärmer durch ein vorsichtiges Abziehen der drei Nasen eher einfach ent- und befestigen lassen, ist gut. Dann klappt es auch mit der Hygiene für zwischendurch und einem optionalen Ersatzteiltausch später. Aber Vorsicht! Sucht Euch immer die Stelle, wo es ordentlich Widerstand gibt, dann kann man auch die Nasen durch leichtes Drehen und Anheben ausklinken. Nur durch Drehen, wie es der Pfeil auf dem Kunststoffring impliziert, ging es leider nicht, die Teile sitzen extrem straff.

Nimmt man die Polsterung ab, lassen einen drei kleinen Schrauben schnell ins Innere. Da Sharkoon dort auch nichts zu verstecken hat, kann man sich einen so einfachen Zugang statt des üblichen Klebers selbstbewusst leisten. RMA-freundlich ist das allemal und der Preisklasse mehr als angemessen. Die 50-mm-Neodym-Treiber sitzen in einer abgeschlossenen Kammer ohne irgendwelchen akustischen Firlefanz wie Bassröhrchen oder Doppelkammer-Resonatoren. Danke dafür! Die Bilder unten zeigen die linke Muschel mit dem PCB samt der beiden Buchsen fürs TRSS-Kabel und das Mikrofon.

 

 

Die Platine macht einen sauberen Eindruck, so, wie der Rest der Verarbeitung im Inneren auch. Die Zugentlastung des Kabels zur rechten Seite ist mittels Knoten gelöst und absolut ausreichend.

Das große Innenvolumen ist dem Bass nicht hinderlich, im Gegenteil. Wir werden aber später noch hören und sehen, warum hier eine leichte Dämpfung aber noch sinnvoller gewesen wäre. Das Teil hat so eine riesige Reserve bei der Pegelfestigkeit, dass man locker noch etwas Dämmwolle oder Schaumgummi hätte einlegen können. Dann wird der Bass richtig trocken und schwärzer als ein Rabe. Die verbauten 50-mm-Treiber haben einen recht langen Hub, was für riesige Schalldrücke gut ist. Wie gut, das erkläre ich gleich noch. Wir sehen jedenfalls einen stark ausgeprägten Trichter mit einer prägnanten Hochtonwölbung in der Mitte und eine Luftöffnung unterhalb im Magneten. Das sieht man in dieser Größe bei Kopfhörer-Treibern eher selten und meist nur bei leistungsstarken Lautsprechern.

 

Bevor wir gleich zur Messung kommen, sei mir noch eine Anmerkung gestattet. Sharkoon gibt die maximale Leistung bei 40 mW an, was laut meinen Messungen nicht nur pro Kanal gelten dürfte, sogar noch eine echte Untertreibung ist. Es geht also wirklich zur Sache und mal sollte vorsichtig sein, wo man diese Schallwandler dann anschließt.

Kommentar

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Lucky Luke

Veteran

405 Kommentare 181 Likes

Igor, danke für den Test.
Habe schon immer nach einem preiswerten Headset gesucht.
Was will ich sagen, wird sofort bestellt. Für mich als Gelegenheitsanwender absolut ausreichend (y)
Hier kann man wirklich sagen "Preis/Leistung" perfekt getroffen.

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Igor Wallossek

1

10,192 Kommentare 18,800 Likes

Das ist sowas von verboten laut... Die ganzen Spielkinder werden es lieben. Nicht. Denn es hat kein RGB. :D

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w
wahli

Neuling

2 Kommentare 1 Likes

Toller, hervorragend geschriebener Bericht. Mir gefällt dein Stil - fast wie bei einem Buch. Du hattest sicherlich einen Einser in Deutsch :)
Endlich mal ein interessantes und vor allem bezahlbares Headset.

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Lucky Luke

Veteran

405 Kommentare 181 Likes

Die Leistung muss passen.
RGB ist zwar nett, aber kann ich getrost drauf verzichten, wenn das Geld dafür beim Hersteller lieber in die Performancesparte verschoben wird 👍

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R
RienSte

Mitglied

30 Kommentare 43 Likes

Schöner Test, danke dafür. Bin auch schon länger auf der Suche nach einem guten Headset in dem Preisbereich.

Eine Frage noch... könntet ihr euch in Kombination mit dem Headset evtl. den Sharkoon Gaming DAC Pro S V2 anschauen? Hintergrund ist, dass ich bisher noch kein Mainboard hatte, wo am Front Audio nicht irgendwelche Störgeräusche waren. Aktuell habe ich daher ein USB Voip Headset in Verwendung mit allen Einschränkung, die so eine Lösung mit sich bringt (mäßiger Komfort, Musik darüber ist grausam, keine Dämmung nach außen, Mikro dafür sehr gut).

Das SGH50 + DAC Pro S V2 klingt nach einer Möglichkeit ein solides Headset per USB anzusteuern für unter 100€.

Vielen Dank.

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Blubbie

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808 Kommentare 275 Likes

boah das Mikro klingt ja echt gut!
Wieso gibts sowas nicht auch als Wireless???? Gefühlt fangen die brauchbaren Wireless dann immer erst bei 200+ EUR an... das kann doch nicht so teuer sein?!?!?

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B
Besterino

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6,726 Kommentare 3,321 Likes

Direkt mal bestellt. Schönen Gruß an die Sharkoon Marketingabteilung: nur wegen des Tests hier! :P

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Igor Wallossek

1

10,192 Kommentare 18,800 Likes

Ich habs logischerweise auch getestet und das Mikro kling exakt so gut, wie hier im Test. Generell ist der Klang auch am DAC sauber und mir haben die Ohren wirklich weh getan, so viel Pegel kommt da rüber. Kleiner Nachteil: das Headset ist wirklich sehr empfindlich, so dass man vom DAC ein leichtes (aber wirklich nur minimales) Rauschen hört. Also wenn man nicht im schallgebremsten Raum sitzt und das Headset als Ohrenwärmer ohne Input nutzt, wird es kaum stören. Man hört es aber selbst bei Pausen zwischen den Musikstücken irgendwann gar nicht mehr. Wenn der DAC, dann aber die Pro V2.

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Igor Wallossek

1

10,192 Kommentare 18,800 Likes

Ich habe leider keine Affiliate Links :D

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B
Besterino

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6,726 Kommentare 3,321 Likes

Na drum musste ich das ja auch ausdrücklich hier reinschreiben. :D

Kannst Du nicht bei Gelegenheit auch mal bei Cherry anrufen? Ich hätte immer noch gerne eine Stream mit nkey rollover und anti-ghosting... wenn's geht auch noch dezent beleuchtet (weiß reicht), das wäre aber verzichtbar...

Sorry für OT.

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G
Guest

Interessant. Vielleicht auch als 2. Headset oder so.
Die für mich wichtigste Frage ist jedoch: geschlossene Kopfhörer oder offen? Sieht mir ja nach geschlossen aus. Das geht bei mir leider gar nicht, ich mag den Ohrdruck & co nicht :( .
Aber der Preis scheint heiss.

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Igor Wallossek

1

10,192 Kommentare 18,800 Likes

Geschlossen, das steht doch im Kapitel mit den Ohrpolstern. Stichwort Mikroklima ;)

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RedF

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4,660 Kommentare 2,552 Likes

Ich hab das mir dem RGB am Headset nicht verstanden.
Man sieht das doch selber garnicht.
( mein Nachwuchs war da anderer meinung )

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G
Guest

Hui, wieso habe ich es mir nur fast gedacht dass das eben dieses Headset ist. 😁

Bei dem kleinen Teaser letztens kam mir direkt Sharkoon in den Sinn, die gerade was Audio angeht in den letzten Jahren ne Kurve hingelegt haben das es nicht mehr feierlich ist.

Wollte ich mir auch vor einigen Wochen erst holen, ist dann aber ein G435 Lightspeed geworden - klingt nicht so gut, weder KH als auch Mikro - aber ich wollte auch mal Wireless haben und das Teil ist dazu noch irre leicht.

Für Frau deren Noontec sich mittlerweile auflösen aber richtig gut - lieben Dank für die Bestätigung. 👍🏼

LG Marti

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e
eastcoast_pete

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1,471 Kommentare 827 Likes

Danke Igor! Den sehe ich mir gleich Mal näher an; die Kaufempfehlung von Dir als langjährigen Audiophilen hat da schon Gewicht.

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e
eastcoast_pete

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1,471 Kommentare 827 Likes

Ich sehe auch sehr wenig mit meinen Ohren😃; aber im Ernst, ich verstehe die ganze Bling Manie sowieso kaum. Lieber ein paar Cent mehr in die Membranen und Magneten stecken, da höre ich es auch. Oder etwas mehr Nylon oder Kevlar in die Strippe, damit die besser hält.

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Ghoster52

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1,408 Kommentare 1,062 Likes

Danke für den Test! (y)
Ich mag diese Bügelkonstruktion (kennt man ja von AKG & Superlux), ein normaler Beyer-Bügel kann schon mal drücken.
Zum Frequenzverlauf, eine Senke nach 1kHz wäre optimaler, aber keine Pflicht.
Beim 5 kHz Buckel hört man das Gras wachsen, mit etwas EQ leicht in den Griff zu bekommen.

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FritzHunter01

Moderator

1,155 Kommentare 1,571 Likes

An der Stelle muss ich mich auch mal zu Wort melden. Ich bin zwar bei weitem nicht so audio-affin wie Igor, aber dennoch kann ich mittlerweile differenziert hinhören.

Wer dieses SGH50 kauft, der wird in keiner Weise enttäuscht! Ich selbst durfte ein Exemplar seit ein paar Tagen testen und was soll ich sagen, es hat sofort überzeugt.

Da ich im Besitz des SGH1, des SGH3 und des Sennheiser GSP 670 bin, kann ich sogar Vergleiche heranzuziehen. Mögen diese auch einen gewissen subjektiven Mitschwinger haben.

Bei meinen Tests kam sowohl der Onboard ALC1220, die Soundblaster AE-5 Plus, der verbaute Soundchip im ASUS ROG Throne und DAC Pro S von Sharkoon zum Einsatz. Das SGH50 lässt hier den „Vorgänger“ das SGH3 mit deutlichem Abstand zurück. Das SGH1 sieht gar kein Land und dem GSP 670 kommt das SGH50 sehr nahe! Was die Pegelfestigkeit bzw. auch maximale Lautstärke angeht, kann hier das 350 € Sennheiser nicht mithalten!

Das Sennheiser ist aber im Bereich der Mitten und beim differenzieren (im Gaming-Profil mit virtuellem 7.1) etwas besser. So zumindest nach meinem Gehör!

Im direkten Vergleich zum SGH3 ist das SGH50 wie ein Upgrade vom Trabant auf einen Ferrari…

Vor allem was die Lautstärke und die gesamte Klangbreite betrifft. Das SGH3 ist die typische Badewanne mit untenrum viel Bass und obenraus nochmal viel Höhe. Hier überzeugt das SGH50 auf ganzer Line!

Ich beschreibe es mal so, ich es live erlebt habe:

Mit meiner Standardeinstellung der AE-5 Plus bei ca 85% der max Lautstärke, habe ich das SGH3 durch das SGH50 ersetzt und einen meiner Test-Songs nochmal laufen lassen.

Das ging ein paar Sekunden und dann habe ich mir das SGH50 vom Kopf gerissen, da es mir sonst die Batterien aus dem Schrittmacher gehauen hätte! Erstmal die Lautstärke runterdrehen…

Egal an welchem Soundausgang man das SGH50 nutzt, es ist einfach gut… selbst am Apfel-Telefon (mit lightning Adapter auf 3,5 Klinke) geht da noch richtig die Post ab. Noise-Canceling my ass! Das geht auch so im Flieger, da es ein geschlossenes Headset ist und richtig Volumen auf den Ohren ankommt.

Für nicht mal 60 € ist das SGH50 die Überraschung des Jahres, wobei das Jahr noch nicht mal richtig angefangen hat. Da muss der Wettbewerb sich warm anziehen!

Auch von meiner Seite eine absolute Kaufempfehlung! Für mich ein Must-Have

Wer auf billigen Soundchips (Laptop bzw alles unter ALC1220) unterwegs ist, der sollte unbedingt die 30 € für Sharkoon DAC Pro S ausgeben, denn sonst kommt ihr nicht mal in die Nähe der Schmerzgrenze eures Gehörs. Der ALC1220 geht mit 100% noch auszuhalten. Der DAC Pro S ist mit dem SGH50 bereits Körperverletzung!

Grüße Fritz

PS: ich nutze das Headset täglich und werde am Ende des Jahres nochmal einen kurzen Wasserstand zur Dauerfestigkeit der Materialien usw. an euch melden!

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G
Guest

So, hab mir das Teil samt DAC (Pro V2) von Sharkoon (danke @FritzHunter01 und @Igor Wallossek) auch mal raus gelassen. Wollte schon die ganze Zeit ein brauchbares Headset, vor allem für einen guten Audiosound. Werde es wohl auch hauptsächlich zum Hören nutzen, da ich keine Multiplayer spiele. Gut also, dass das Mikro abnehmbar ist und eine passende Verschlusskappe auch noch bei liegt.
Bei der Empfehlung sollte man zuschlagen, bevor es sich herum gesprochen hat und die Händler wieder ein paar Extra-Euronen abgreifen wollen.
Werde dann natürlich auch mal einen kurzen Bericht abgeben.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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