Gaming Prozessor System Testberichte

Quartett Infernale aus Ryzen 5 5600X, Ryzen 7 5800X, Ryzen 9 5900X und Ryzen 9 5950X – Welcher Ryzen-Typ seid Ihr und was sollte man sich als Gamer wirklich leisten?

Zusammenfassung

Der Normalfall wird mit Horion Zero Dawn sehr gut abgebildet, Total War: Three Kingdoms zeigt zudem, dass man Intel sogar in den eigenen Promo-Spielen schlagen kann und mit World War Z setzt man dann ganz zur Demütigung der blauen Fraktion an. Da bilden die Spiele wie Far Cry New Dawn und Shadow of the Tomb Raider sicher eine Ausnahme, die man aber auch nicht einfach übergehen kann. Lässt man die Ausnahmen auf Ultra-HD einmal außen vor, dann performen alle neuen Ryzens wirklich gut, wobei die Effizienz vor allem beim Ryzen 5 5600X überzeugen kann.

Der Ryzen 5 5600X überzeugt in seiner Leistungsklasse auf bei der Performance, denn der Intel Core i5-10600K wird sehr oft regelrecht weggedrückt. Der Ryzen 9 5900X liegt im Bereich der Leistungsaufnahme zumindest beim Gaming oft genug mit dem Intel Core i9-10900K auf dem gleichen Level und übertrifft diesen sogar in einigen Szenarien. Aber eben nicht immer. So gesehen ist auch Intel mit dem Core i9-10900K noch immer auch mit auf der Höhe der Zeit.

Der Ryzen 7 3800X ist so ein Kandidat, der zwar den Ryzen 5 5600X bei der Gaming-Performance sicher im Griff hat, dies aber bei Preis, Leistungsaufnahme und auch Hitzeentwicklung auf der Strecke liegen lässt und den Vorteil locker einbüßt. Weder Fisch noch Fleisch, wird der Ryzen 7 5800X ein wenig zum Fahnenjunker – zum Offizier hat es nicht gereicht und als Unteroffizier ist er zu teuer. Wer sparen will oder muss, nimmt den 6-Kerner, der Rest gleich den 12-Kerner, der so viel teurer nicht ist.

Der Ryzen 9 5950X ist das Spitzenmodell und er benimmt sich auch so. Performance topp, der Durst aber leider auch. Und so ist er zwar der neue Performance-König, aber das mit den Trinksitten kann der kaum langsamere, dafür deutlich günstigere Ryzen 9 5900X deutlich besser. Aber allen gemeinsam ist die Tatsache, dass AMD nicht nur aufgeholt, sondern in vielen Szenarien auch mehr oder weniger deutlich überholt hat. Mit dieser Erkenntnis wird wohl auch Dr. Lisa Su etwas besser schlafen können.

 

Fazit

Der Ryzen 5 5600X ist der Sieger der Herzen, auch wenn er deutlich teurer ausfällt als noch der Vorgänger. Aber Performance lässt sich auch AMD vergolden, das ist nun mal der Lauf der Dinge. Man ist den Anlegern verpflichtet und kein Wohltätigkeitsunternehmen, dass wettbewerbsfähige Produkte ohne Zwang verramschen muss. Dessen muss man sich immer bewusst sein, bevor man urteilt. Das machen alle anderen letztendlich ja genauso. Der Ryzen 9 5900X ist der kleine große Ryzen, der günstiger angeboten wird und trotzdem alles fast genauso gut kann wie der große Bruder. 12 Kerne reichen auch in den nächsten Jahren sicher noch aus, da wird man wirklich überlegen müssen, ob es dann die volle 16er Dröhnung sein muss.

Der Ryzen 7 5800X fällt hier ein wenig durchs Raster. Das liegt nicht an seiner Performance, die ist unbestritten. Aber er liegt nur dort knapp vorm deutlich günstigeren und effizienteren Ryzen 5 5600X und preislich dann eher beim Ryzen 9 5900X, der aber deutlich besser performt. Kann man machen, aber man sollte sich besser nach unten oder oben orientieren. Aber das war auch schon beim Ryzen 3000 so, dass vor allem der 3800X eine Art Nische blieb.

AMD ist mit Zen3 ein großer Wurf gelungen, auch wenn man Intel damit erst einmal nicht komplett zerstört. Aber das Feature-Set, zusammen mit dem deutlich moderneren Chipsatz und der Möglichkeit, den kommenden Radeon-Karten noch einen Boost zu verschaffen, lässt die neue Ryzen-Generation in der Begehrlichkeit sicher locker an der 10. Generation der Core-CPUs vorbeiziehen. Intel muss endlich mal wieder liefern, sonst hat man in ein paar Monaten dann ein echtes Problem. Kunden können nämlich auch extrem nachtragend sein und der Straßenpreis ist, nach der ersten Sättigung, auch noch eine Unbekannte, die AMD in die Hände spielen könnte, wenn man die Kosten erst einmal wieder eingespielt hat.

 

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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