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Einsteiger-Tutorial: PC-Luftkühlung richtig planen und zusammenbauen

Variante 1 – Bastelstunde und Nulltarif

Über die Stromversorgung vom Netzteil werden 12 Volt und 5 Volt geliefert. Netter Nebeneffekt dabei: man kann auch die Spannungsdifferenz zwischen 12 und 5 Volt als zusätzliche 7 Volt Schiene abgreifen und somit von vornherein 3 Spannungen für den Lüfter bereit stellen. Wir schrieben ja bereits über die Spannungsregelung, so dass wir die Drehzahl aller Lüfter, die nicht PWM-gesteuert sind, auch über verschiedene Spannungswerte verändern können. Je niedriger die Spannung, umso niedriger die Drehzahl.

Niedrigere Drehzahlen bringen im Allgemeinen auch weniger Geräuschentwicklung mit sich. Zu beachten ist aber in jedem Falle die sogenannte Anlaufspannung, also die Spannung, die mindestens benötigt wird, damit sich der Lüfter aus dem Stillstand anfängt zu drehen. Diese liegt jedoch immer etwas höher als die angegebene Mindestspannung für die Minimal-Drehzahl! So können z.B. einige Lüfter bis auf 5 Volt herab geregelt werden, wenn sie denn einmal laufen. Selbst anlaufen würden sie jedoch mit diese niedrigen Spannung vielleicht nicht mehr. Es muss also immer zunächst einmal probiert werden, ob auch das sichere Anlaufen gegeben ist. Um diese verschiedenen Spannungen abgreifen zu können, muss man sich mit einfachen und auch selbst zu bauenden Adaptern behelfen, wenn man sich an das vorgegebene Schema hält:

Mit Hilfe eines speziellen Werkzeuges können die Stifte aus den Molex-Steckern herausgezogen und wie benötigt auch wieder eingesetzt werden. Die Stifte werden frontseitig lediglich durch 2 kleine Widerhaken arretiert, so dass man auch mit einer guten Pinzette schnell zum Erfolg kommt. Zusammenbiegen und leicht nach hinten schieben und dann gewaltfrei herausziehen. Fertig ist der Selbstbau-Adapter! Bitte vergesst Frickeleien mit verdrillten Drähten und Isolierband, so etwas ist nicht nur stümperhaft und anfällig, sondern sogar brandgefährlich.

Variante 2 – der 7 Volt Adapter mit Vorwiderstand

Elegante Lösung findet man auch direkt im Shop-Regal, allerdings nur für Lüfter mit einer bestimmten Leistung. Je nach Lüfterleistung fällt über den Widerstand mehr oder weniger viel Spannung ab, und man erreicht die 7 Volt nur annähernd. Powerlüfter lassen die Widerstände oft auch durchbrennen, also sollte man diese Variante am besten nur bis Lüfterleistungen um die 1,5 Watt nutzen.

Variante 3 – Professionelle Lüftersteuerungen

Hier gibt der Zubehörhandel so ziemlich alles her, was das Herz begehrt! Man sollte jedoch immer auf die Leistung pro Kanal und ggf. die mögliche Gesamtleistung achten. Soll ein PWM-Lüfter mit geregelt werden? Dann achtet auf diese Option VOR dem Kauf. Ob man jedoch konservativ mechanisch über Drehregler oder futuristisch über ein Touchpanel steuert, ist am Ende jedem selbst überlassen. Es ist eine reine Geschmacks- und Geldfrage.

Variante 4 – Motherboard

Hier liegt es vor allem am Board, was und wie geregelt werden kann. Man beachte auch, dass pro Anschluss oft nur maximal 1 Ampere bei einer DC-Regelung fließen dürfen. 12 Watt klingen nach viel, aber das ist es nicht. Bei PWM-Lüftern ist es unkritischer, weil hier keine elektronischen Längsteiler verwendet werden, sondern die Regelung im Lüfter erfolgt. Allerding kann man neben den zu definierenden Lüfterkurven später keine situationsabhängige, manuelle Regelung vornehmen.

Zusammenfassung und Fazit

Natürlich gäbe und gibt es noch viel mehr zum Thema Luftkühlung zu sagen, aber das alles würde auch den Rahmen dieses kleinen Kompendiums deutlich sprengen. Ich kann nur auf die Unzähligen Artikel zum Thema Kühlung auf meiner Seite verweisen, bis hin zur Grafikkarten-Optimierung und einem Ghetto-Mod. Nur würde dies alles deutlich zu weit führen, um noch einmal in einem Einsteiger-Tutorial durchgekaut zu werden. Man liest und sieht sich dann sicher auch dort noch einmal!

 

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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