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Noctua NH-U12A im Test – Österreichs Luftkampf gegen den Ryzen 9 und den Core i9 | Die neue Kühlerreferenz

Zusammenfassung

Wie beurteilt man ein Produkt, das eigentlich keinerlei Fehler aufweist außer dem doch etwas sportlichen Preis? Wobei sich ein Einstiegspreis von knapp 100 Euro für einen recht kompakten Luftkühler einschließlich zweier richtig guter Lüfter schnell wieder relativiert, wenn man die Performance mit einer normalen Wasserkühlung für die CPU vergleicht. Denn genau da sind die Unterschiede eher klein, zumal der Noctua NH-U12A auch in den Grenzbereichen noch angenehm leise bleibt.

Noctua hat das Produkt im Detail noch einmal deutlich verbessern können, wozu auch die siebente Heatpipe gehört. Insgesamt hinterlassen die mittlerweile aus Qualitätsgründen wieder selbst produzierten Heatpipes einen wirklich guten und überzeugenden Eindruck. Noctua erreicht hier einen wirklich hohen Standard, den man sich natürlich auch entsprechend bezahlen lässt. Ob man dieses letzte Quäntchen an Leistung wirklich braucht, sei mal dahingestellt. Das gerät dann auch schnell mal zur reinen Glaubensfrage.

Fakt ist aber, dass der Noctua NH-U12A in vielen Situationen zumindest die üblichen Kompaktwasserkühlungen durchaus obsolet machen kann, wenn man sich vor Wasser scheut. Leiser als viele dieser geschlossenen Kreisläufe mit einfachen Aluminium-Radiatoren und Lüftern von der Stange ist der NH-U12A nämlich auch. Dann relativiert sich auch der Preis wieder, zumal man ein Produkt ganz ohne RGB-Gedöns erhält, das auf konservative Formensprache und somit auch auf ein zeitloses Auftreten setzt.

 

Das Zubehör ist umfangreich, die Handhabung einfach und die Lüfter sind echt Spitze. Wobei man sich wirklich fragen muss, ob man den zweiten Lüfter nicht doch lieber als Gehäuselüfter verwenden sollte, da man ihn in vielen Fällen eher nicht benötigen wird. Es wäre schön gewesen, wenn man auch die AMD-Sockel variabler bei der Ausrichtung gehalten hätte, denn zwei alberne Brackets mehr treiben keinen in den Ruin. Zumal es der sogar günstigere große Bruder mit dem extra Mounting-Kit ja kann.

Fazit

Wer einen wirklich guten Kühler mit Lüftern auf höchstem Niveau sucht und das heimische Finanzministerium auf seiner Seite weiß, der darf bedenkenlos zugreifen. Die Verarbeitungsqualität ist frei von jeglicher Kritik und die Leistung samt Zubehörumfang und Handhabung sind top. Mehr muss ein Produkt dann auch gar nicht können. Der Preis ist angemessen, aber leider auch ein mögliches Kriterium, dann doch zu einem Mitbewerberprodukt zu greifen, das war etwas größer und schwerer, aber auch nicht viel schlechter ist.

Diese Entscheidung kann ich natürlich keinem abnehmen, das muss am Ende jeder erst einmal mit sich selbst ausmachen. Aber es ist ein schönes, nettes Stück wasserfreie Kühltechnik, die sogar einen dicken Ryzen oder Core i9 im Zaum halten kann. Das muss man erst einmal schaffen. So gesehen hat sich Noctua den Luftraum über den Motherboards also recht eindrucksvoll freigehalten und über die kompakten Wasserstreitkräfte muss man sich als österreichisches Unternehmen ja eh keine Gedanken machen.

Noctua NH-U12A

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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