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Schneller als Licht? Beim RAM leider nicht – Gigabyte Z590 Aorus Tachyon Test mit Teardown und Overclocking

Die beiden Kühlkörper für die M.2 Slots, der Chipsatz-Kühler und der VRM-Kühler sind jeweils ein Bauteil aus Aluminium und lassen sich mit wenigen Schrauben auf der Rückseite unkompliziert entfernen. Auf ersteren sind bereits Wärmeleitpads vorinstalliert, sodass man vor der Nutzung lediglich noch die Schutzfolie entfernen muss. Der Chipsatz-Kühler ist noch mit einem einzelnen schwarzen Flachbandkabel für die Beleuchtung an das Board angeschlossen, dessen Stecker sich aber ebenfalls leicht entfernen lässt.

Beim Kühler für die Spannungsversorgung hat Gigabyte keine Mühen und Rohstoffe gescheut, um diesen zugleich ästhetisch ansprechend, funktional und komplett passiv aufzubauen. Unterhalb des Tachyon Logos ist der Kühler effektiv ausgespart, sodass sich eine Art Konvektionstunnel von unten nach oben ergibt, der zudem mit Einkerbungen an der Unterseite auf eine elegante Weise für ausreichend Kühlwirkung sorgt.

Zusätzlich verläuft eine abgeflachte Heatpipe durch den gesamten Kühlkörper und sorgt somit für eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung zwischen den beiden Aluminium-Bestandteilen, die mit orangenen Wärmeleitpads auf die Spannungswandler aufgesetzt sind.

Diese sind 12 SIC840A 100 A Smart Power Stages von Vishay, wovon 11 von einem ISL69269 von Renesas für die Vcore Spannung sorgen. Im Gegensatz zu anderen Boards mit dem selben Controller, werden hier aber keine Doppler eingesetzt, sondern die Power Stages direkt angesteuert, was theoretisch für geringere Reaktionszeiten bei transienten Lasten sorgen dürfte. Die letzte Phase des PWM-Controllers wird für die SA Spannung mit einem Vishay SIC654A, angegeben mit 50 A, genutzt.

Die letzte SPS um den Sockel ist eine einzelne für Vgt, also die Spannungsversorgung für die integrierte Grafikeinheit, und wird von einem dedizierten RAA220001 betrieben. So kommt Gigabyte also auf ihre „12 + 1“ Phasen, wobei es in Wirklichkeit 11 Vcore + 1 Vsa + 1 Vgt sind, aber immerhin werden die restlichen kleinen Spannungen nicht auch noch mit zusammengelumpt. Apropos, hier werden für IO und IO2 Phasen jeweils zwei dedizierte kleine NTTFS4C10N Mosfets von OnSemi verwendet, wie wir es auch schon von anderen Z590 Boards kennen.

Die Controller für diese befinden sich unter dem ersten PCIe-Slot, sodass sich diese nicht einfach identifizieren lassen. Abschließend fehlt nur noch die Vdimm Spannunng für den RAM, für die drei NTMFS4C06N Mosfets von OnSemi in einer 1-Phasen-Konfiguration zum Einsatz kommen. Zur Spannungsglättung von Ein- uns Ausgangsseite aller VRMs kommen nahezu durchweg hochwertige POSCAPs von Panasonic zum Einsatz, vor allem rund herum des Sockels und sogar auf dessen Rückseite.

Obwohl das Marketing bei der Spannungsversorgung wie so oft etwas großzügiger zählt, kann sich das Design wirklich sehen lassen. Die Dimensionierung ist in jedem Fall mehr als ausreichend und mit 11 echten Phasen für Vcore liegt die Reaktionszeit zumindest auf dem Papier noch etwas vor vergleichbaren Boards. Dass die gewählten Power Stages nicht wirklich für den Betrieb mit 100 A gedacht sind und es auch effizientere Komponenten gegeben hätte sollte man zwar erwähnen, aber mit dem massiven passiven Heatsink schafft Gigabyte ja hierfür bereits auch eine sehr gute Lösung.

Wer noch mehr Details zur Spannungsversorgung und seiner Effizienz wissen möchte, dem empfehle ich das Video zum Board des englischsprachigen Youtubers buildzoid.

 

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halfevil333

Veteran

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Habe den Artikel heute morgen schon gelesen und wundere mich gerade, das es dazu keine Meinung zu geben scheint.
Auf alle Fälle ein (wieder) interessanter Test eines OC-Boards @skullbringer. Auch wenn ich da kein Interesse daran habe, bin ich immer wieder erstaunt, was man alles tut für solche Benchmarks.
Aber da muss ich nochmals einhaken, da ich gerade versucht habe, Win7 auf ein aktuelleres Board mit einem Ryzen zu bekommen. Hat zwar geklappt, aber ich bin schon angefressen, nach wie vor, was diesem Software-Riesen aus Redmont alles Dummes einfällt, um seinen Schrott (Windows) verkauft zu bekommen.
Und dann lese ich, dass Overclocker problemlos sogar Win XP auf die aktuelle Platte bekommen (dürfen).

Ist echt eine seltsame Welt.

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quantaro

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96 Kommentare 52 Likes

OC ist out, bei CPUs die schon Stock bis 250W verpulvern.

Das Board an sich zeigt schon wofür es gedacht ist, kaum alltagstauglich. Und wieder nur 2 RAM Slots. Das Design der Heatsinks wirkt mehr als verwirrend und aus dem Vollem gefräßt bedeutet nicht, gleich gute Kühlleistung. Das Layout der PCIe Steckplätze ist genauso fragwürdig. Wirkt wie hingeklascht mit vielen Nachteilen bei Vollbestückung, weil einem der Platz ausgeht.

Keine Ahnung wer sowas außer "Extrem OC Loop'er" braucht, kein Mensch. Daher interessierst sich dafür auch kaum noch jemand. Die Hardware pfeift doch auch ohne OC aus dem letztes Loch, bzw. wird fast zu und bis ans machbare Limit im Werkstrimm schon ausgelastet. Mit noch mehr Spannung darauf einzuprügeln ist sinnlos und bringt kaum was, wobei es die Haltbarkeit der Hardware und damit die Lebensdauer stark beeinflusst. Auch "kühler" hilft da nicht, wenn Elektromigration im Spiel ist (die feineren Prozesse sind dafür sehr anfällig), eher ist kühler nicht cool, sondern der Sargnagel und kaschiert das Problem eigentlich nur.

Die Zeiten des Extrem OC und wo man alltaugliche Leistung perse' umsonst dazu bekam, sind vorbei. Ressourcenverschwendung vom Feinstem.

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Deridex

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1,684 Kommentare 524 Likes

Ich frage mich noch immer, was es mit den ganzen Abdeckunhen und Verkleidungen auf sich hat. Ich persönlich fände Mainboards die sich auf den funktionellen Teil konzentrieren und den optischen "Blingbling" weg lassen toll.

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Igor Wallossek

Format©

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Mit irgendwas muss man doch den Preis rechtfertigen, auch wenn es Grütze ist :D

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MoGas

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17 Kommentare 12 Likes

Ich finde es ok bei solchen Tests auch das bessere, aber nur angedeutete Konkurrenzprodukt beim Namen zu nennen.
Ich mach das dann mal: Z590 Dark, Test vom 14. September 2021 05:30 :)

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quantaro

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96 Kommentare 52 Likes

Die Anordnung des 20PIN im Layout finde ich ansprechend, zumal das bei unter dem Mainboard befindlichen Netzteile, bei Gehäusen im neuerem Airflowdesign und deren Leitungslängen im Kabelmanagement den Luftstrom unterstützt, aber auch Widerstände minimiert und Material spart. Inwieweit es Inferenzen bei hoher Leistungsaufnahme im Bereich der SATA Ports gibt oder man die VRM komplett über die 2x8PIN versorgt, müsste man mal testen. Das würde zumindest die höher belasteten 12V Regelkreise/Rails voneinander trennen. Die Energie bündelt sich weniger.

Das erlaubt eben auch die Verteilung der Heatsinks übers gesamte Layout. Alles ist nicht unlogisch sieht aber wirr aus. Optik und Haptik sind ja zuletzt ein Großteil der beim Kauf animiert. So ist es heute nun mal, leider.;)

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skullbringer

Veteran

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Problemlos ist das mit älteren Betriebssystemen keineswegs, aber eben wenigstens machbar. Musste auch ewig rumtun, um Windows 7 mit Rocket Lake ans Laufen zu kriegen. Dieses "gewusst wie" gehört auch zum Repertoire von Competetive Overclockern, vor allem wenn man auf Windows XP eben mal einige Prozent Mehrleistung z.B. in SuperPI 32M rausbekommt.

Jedes von uns getestete Z590 2-DIMM Board war bisher besser als das Tachyon, also muss ich keines explizit nennen. :P

Trotzdem mal fürs Protokoll:
1. ASRock Z590 OC Formula für reine Performance
2. Asus Maximus XIII Apex für Kompatibilität
3. EVGA Z590 Dark für das Premium-Gesamtpaket

Das MSI Z590 Unify-X ist auch noch auf der ToDo Liste, mal gucken ob das vor Alder Lake noch was wird...

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Alkbert

Urgestein

540 Kommentare 275 Likes

Für was mein Hirn zu klein zu sein scheint ist eine schlüssige Beantwortung des Umstandes, dass im Jahr 2021 immer noch PS2 Anschlüsse für Maus und Tastatur vorhanden sein müssen - und das wohlgemerkt an einem Gaming Board. Da war wohl zu viel "Platz" übrig. Davon abgesehen würde ich mir auch keinen "Space-Holder" für 550 Euro zulegen, wenn ein Windows 11 an der Tür klopft, bei dem Intel und Microsoft wohl ausgiebig an einer sinnvollen Implementierung des Big-Little Prinzips gefeilt haben - sehr zum Leidwesen von AMD übrigens, die wohl aktuell mit bis zu 15 % Leistungsverlust im Vgl. zu Windows 10 bei Spielen und gängigen Applikationen bis zum avisierten Patch gegen Ende des Monats leben müssen (insb. bei CPU´s mit mehr als einem Chiplet).

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LEIV

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368 Kommentare 94 Likes

wegen overclockern, die mit win xp arbeiten, da werden die Anschlüsse noch gebraucht
ausserdem sieht es bei nem teuren Board auch immer besser aus, wenn man mehr hinschreiben kann als bei den günstigen

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Chismon

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31 Kommentare 16 Likes

Ein Bisschen spät ist es eigentlich schon für Z590 Motherboards, aber gut, es geht hier ja um die Overclocker-Nische, vermutlich dauert die Entwicklung für diese Zielgruppe i.d.R. auch etwas länger, so dass nicht gleich zum Marktstart einer neuen Prozessorgeneration passende XOC-Mainboards sofort zu haben sind.

Ein wenig enttäuschend finde ich das Z590 Tachyon Board von Gigabyte/Aorus schon, mit Ruhm hat man sich bei dem angesetzten Preis und den limitierten RAM-OC Optionen mit Sicherheit nicht bekleckert, auch wenn der Rest durchaus gelungen scheint ... da ist man ja eigentlich von Gigabyte, insbesondere bei den Topmodellen, besseres gewohnt und nicht solche Schnitzer.

Ich bin jedenfalls schon mächtig gespannt auf kommende Z690 Alder Lake Boards, wie bspw. dieses hier ;) @Igor Wallossek :

View image at the forums

sowie dann vermutlich etwas später erscheinende, günstigere Boards mit H670er Chipsatz (mit mehr Abstrichen in der Ausstattung).

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Xaver Amberger (skullbringer)

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