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Nachteile des Onboard-Sounds, Probleme, Workarounds, externe und interne Lösungen, Kopfhörer-Ratgeber und Grundlagen | 2022

Zusammenfassung

Die Hersteller von Motherboards kann man nur ermuntern, endlich auch einmal eine echte Abschirmung einzusetzen, vor allem auch auf dem Weg vom Slot-Panel zu dem Teil der Platine, wo die Technik sitzt. Einfache Leiterbahnen sind billig, aber so klingt das dann auch. Egal, ob man später Kondensatoren mit Gold oder Platin und einen wirklich guten DAC verbaut. Was einmal verhunzt ist, kann auch die tollste Verpackung nicht mehr retten. Das MSI MEG X570 Godlike kommt gleich mit 3 Soundchips daher und muss sich doch den getesteten Sparbrötchen geschlagen geben, vor allem beim Punch und dem Fremdspannungsabstand.

Die Aussage hat sich also nicht geändert: Wem das Zirpen der Grafikkarte lästig ist, kommt um eine extra Sound-Lösung nicht herum. Das freut die Industrie und den Händler, nur der Kunde blutet doppelt. Erst das teure Mainboard und dann noch die Balsam für die Ohren. Wenn wir heute aber eines gelernt haben, dann ist es der Umstand, dass auch schon unter 100 Euro reichen, um akustisch wieder auf dem hohen Ross zu sitzen. Klar, echtes High-End für die Audiophilen ist das immer noch nicht, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte und genug Stoff für einen zweiten Teil, wo dann genau das im Vordergrund stehen wird. Feedback ist da gern gesehen und auch zu Linux schrieb ich ja mal was. Also meldet Euch doch einfach mal.

Einschätzung der externen und internen Soundlösungen

Die doch etwas zufällige Zusammenstellung aus dem Creative-Portfolio beweist aber einmal mehr, dass jede andere Lösung die bessere ist. Da spielt es auch keine Rolle, ob die externen oder internen Lösungen nun von Creative, Asus oder sonst woher kommen. Interessant ist auch, dass sich die schon so oft totgesagten internen PCIe-Sound-Lösungen durchaus elegant zu schlagen wissen. Und doch ist man beim Preis mit den ganz kleinen Produkten schon etwas geschnitten. Mit der internen Audigy FX V2 kann man als Einsteiger zurechtkommen, wenn man Altsysteme noch einmal aufhübschen möchte, bevor der große Umbau ansteht, oder wenn TOSLINK fehlt.

Auch der 30-Euro-DAC Sound Blaster G3 wird sicher seine Einhand-Freunde finden, aber nur am Laptop und den Smartphones, meinetwegen auch noch an den Konsolen. Ernsthaft Musik genießen wird man mit beiden Billig-Lösungen wohl eher nicht. Da fehlen Punch, Tiefgang und Auflösung, aber es es nun einmal auch dem Preis geschuldet. Wobei mich das künstliche Einbremsen des G3 schon etwas geärgert hat. Aber so ein mobile DAC ist praktisch, gar keine Frage und immer noch um Längen besser als das, was in solchen mobilen Geräten normalerweise verbaut ist.

Womit wir beim Vergleich der beiden Mittelklasse-Lösungen angekommen wären. Die Sound Blaster Z SE ist eigentlich die cleverere Sound Blaster AE-5, zumal man auf einen extra Stromanschluss verzichten kann. Rein aufs Klangliche beschränkt, ist diese interne Karte für derzeit nicht mal 90 Euro die bessere Wahl. Die Sound Blaster X4 ist für Gamer und Regelwütige allerdings die bessere Alternative und man kann sie auch mal mitnehmen und umstecken. Der Wermutstropfen ist die etwas überpowerte Endstufe im niederohmigen Bereich und der Umstand, dass die SB Command Software die X4 nicht kennt. Aber auch das ist Jammern auf hohem Niveau.

Ich habe in Kürze noch eine Messung zur abgebildeten Sound Blaster AE-9, die nun meine Kopfhörer- und Mikrofon-Tests begleiten wird, heute aber den preislichen Rahmen komplett sprengen würde. Auch diesen Artikel zur Messstation gibt es aktualisiert und als transparente Offenlegung meiner Mess- und Testmethoden in Bälde.

Ich werde auch diesen Guide hier natürlich weiter fortführen, denn es gibt ihn ja schon seit 2018 und in immer wieder angepassten Versionen. Vier Jahre sind eine lange Zeit, auch bei Grafikkarten. Aber schon im Herbst wird uns das neue energetische Grauen erwarten. Viel Spaß dann damit, ich bleibe natürlich dran.

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DrWandel

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41 Kommentare 38 Likes

Danke für die ausführlichen Informationen!

Ich muss jedoch sagen, dass für meine Zwecke (vor allem Spielen und Hintergrundmusik) der Realtek ALC892 auf meinem X370-Board (MSI) völlig ausreicht. Brummen, Zirpen und ähnliche Effekte habe ich kaum wahrnehmbar. Sicher, das ist bestimmt keine HiFi, aber für mich gut genug. Vielleicht habe ich auch einfach nur Glück, aber auch über Kopfhörer ist der Sound recht ordentlich, obwohl ich meistens lieber meine uralten (ca. 30 Jahre) Sony-Aktivboxen verwende.

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Igor Wallossek

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Kaum ist nicht nicht ;)

Je potenter die Grafikkarte, umso mehr Grillen muss man zertreten :D

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ipat66

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380 Kommentare 325 Likes

Es lässt sich erahnen,warum wir länger auf diesen Artikel warten mussten.
Sehr informativ.
Da hat man noch für später was zu lesen !

Freue mich schon auf Teil 2...:)
Danke Igor

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ssj3rd

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Hatte auch extreme Störgeräusche mit meiner On-Board Karte aber auch mit meiner intern verbauten Soundblaster AE9. Lustigerweise aber immer erst dann, sobald ich ein Spiel gestartet habe.
Nach vielen vielen testen und Herumprobieren mit (teils sehr teuren) abgeschirmten Cinch+Strom Kabeln hat schlussendlich ein kleines 10€ Wunder-Kästchen Ruhe im Karton verschafft: (der ja auch im Artikel erwähnt wird)
https://www.amazon.de/dp/B076JGVJGP...t_i_MBY9S0CEJQR0XDFXMYNC?_encoding=UTF8&psc=1
Da ich halt 5.1 habe musste ich natürlich 3 Stück davon abbringen, aber seitdem ist absolut Ruhe im Karton.
Da ich auch öfters beim Autoradio mal ein knistern hatte habe ich es auch dort angebracht, auch dort kein knistern mehr, nix.

Ist für mich echt ein kleines Zauber Kästchen 🙏

PS:
Übrigens hat bei mir eine externe Soundkarte über USB die exakt gleichen Störgeräusche auf den Boxen verursacht wie die interne. In die gleiche Steckdose stecken hat auch nicht geholfen, was genau ist den eine symmetrische Verkabelung von der hier im Artikel gesprochen wird?

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Igor Wallossek

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Dafür gibts ja den Goldfisch aus dem Oehlbach, der schnappt dann beim USB nach Luft :p

BTW: den Feintech habe ich ja im Artikel :D

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ssj3rd

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Damit ist was genau gemeint?

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Igor Wallossek

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Ertappt! Du hast den Artikel nicht gelesen :p

Seite 3:

Dein Feintech steht übrigens auf Seite 2 ;)

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Ghoster52

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478 Kommentare 282 Likes

Vielen Dank Igor! (y)
Zur AE-5 sei noch gesagt, den Stromanschluss benötigt man nur für den ARGB (scheiß) Streifen.
So ist es jedenfalls bei der NonPlus.

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Igor Wallossek

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Ich habe hier die AE-9 auch gerade ohne PCIe am Laufen ;)
Allerdings braucht der externe Kasten leider den 6-Pin

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S
SpiritWolf448

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91 Kommentare 14 Likes

Schöner Artikel, Igor, der wie üblich Lust auf mehr macht. :)

Ich hier habe eine externe SoundBlasterX G6 in Gebrauch, gekoppelt an einen SwissSonic HAD-1 Kopfhörer-DAC von Thomann (via TOSLink). Damit befeuere ich meine Beyerdynamic DT990 (250 Ohm Variante). Ich bin kein Audiophiler, von daher kann ich sagen, das ich mit der Kombo sehr zufrieden bin. (Unter Windows. Linux benutze ich nicht, daher kann ich dazu nichts sagen.)

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Igor Wallossek

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Die G6 ist drin so ähnlich wie die X4 ;)

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c
cunhell

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Ich habe noch zwei SB X-Fi Titanium PCIe. eine davon an einer analogen 5.1 Anlage. Klingt einfach gut. Zumindest beim Zocken und für meine Ohren ;)
Ich bin auf den Test der AE-9 sehr gespannt. Meine beste Freundin wollte die unbedingt im Rechner haben und hat sie sich besorgt.
Ihr Rechner ist seh schön aufgeräumt was das Kabelmanagement angeht, aber dadurch die Hölle, wenn man ein weiteres PCIe Kabel anstecken will/muss. Viele Flüche später hat es dann geklappt. Soviel zu dem Thema, kannst du mal schnell meine Soundkarte einbauen. :)

Cunhell

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Igor Wallossek

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Tipp:
Es gibt so windige PCIe zu Molex-Adapter, die man bei Grafikkarten ja nicht nehmen sollte. Aber hierfür geht das bestens! :D

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Ghoster52

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478 Kommentare 282 Likes

Das letzte was noch unter Linux anstandslos lief, war die Audigy2 & X-Fi.
Die Audigy4 & Z wurden zwar noch erkannt (aber kein Sound), weiß nicht ob es jetzt besser ist, Creative verweigert sich den Linux-Support. (n)

Ich hatte zuletzt (bis 2021) eine [email protected] SoKa im Linux-PC, schon sehr sehr alt aber dennoch sehr gut, nur leider kein KH-Ausgang.

PS: der "Realtek ALC1220" (Asrock Taichi RE / B550 & X570) läuft aktuell auf alle 3 Betriebssysteme ohne Fehler (Fehlfunktionen)
Win 10/11, Mint 19.3 und MX-Linux 21.
Der RME Adi 2 Pro AE hatte unter Mint leichte Stumm- und Umschalt-Knackser, wenn über USB angesteuert.
Schon fast unscheinbar, der kleine xDuoo X3 II DAP (32 [email protected]), läuft auch auf allen Systemen ohne Treiber als USB-DAC (KHV).
Schade, die xDuoo DAPs sind seit der Chip-Krise nicht mehr lieferbar....

PPS: die AE-9 war für (alle meine) KH mit das Beste, was ich je im PC verbaut hatte,
nur lief die letztes Jahr noch nicht absturzsicher (lag es am X570 oder AMDs AGESA Version ???)

Nachtrag: Obwohl dem Sabber-DAC bei Asrock noch ein paar NE-5532 spendiert wurden, verhungern auch meine "guten" Kopfhörer
am "OnBoard-Soundchip" (D5000 25Ohm @106db, Oppo PM2+3 unter 50 Ohm @ 102db und auch ein günstiger OneOdio Pro50
32Ohm @ 110db, nur als Beispiele). Für genussvollen Sound ist KHV Pflicht, über DAC-Klang möchte ich mich nicht auslassen... :LOL:

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c
cunhell

Veteran

144 Kommentare 125 Likes

Ich wusste ja nicht mal, dass die Karte den PCIe-Anschluss hat und unter der Netzteilabdeckung war so wenig Platz, dass ich mir fast die Finger gebrochen habe. Und es wären eh nur SATA-Stromanschlüsse vorhanden gewesen. Molex hätte ich genauso reinfummeln müssen :)
Aber sie ist nun glücklich und das ist doch das wichtigste. Und ich hab was gut ;)

Cunhell

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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