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Nachteile des Onboard-Sounds – Einfluss von Grafikkarte, Kopfhörerempfindlichkeit und Motherboardlayout | Stand 2022

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Nachteile des Onboard-Sounds, Probleme, Workarounds, externe und interne Lösungen, Kopfhörer-Ratgeber und Grundlagen | 2022

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Kopfhörer-Empfindlichkeit, Verstärkerleistung und Verstärkung (Gain)

Ich erkläre die eingespeisten Signale jetzt mal großzügig zum Idealfall und lasse Dinge, wie die Grafikkarte unter Volllast, noch bewusst außen vor. Das kommt dann später. Zunächst schauen wir nämlich erst einmal, was aus einem normalen, durchschnittlichen Mainboard überhaupt so “rauskommt” und warum unterschiedliche Kopfhörer unter Umständen auch deutlich verschiedene Lautstärkepegel erreichen können.

Genau da rückt eine sehr wichtige Herstellerangabe in den Fokus, die unsere lieben Trötenfabrikanten gern verschweigen. Eines stelle ich deshalb gleich mal voran: die passende Impedanz muss noch lange nicht bedeuten, dass die Kopfhörer (oder das Headset) automatisch gut und laut genug spielen!

Der wichtigste Faktor für die Harmonie zwischen Verstärker und Kopfhörer ist dessen sogenannte Empfindlichkeit. Diese gibt darüber Auskunft, welche Ausgangsleistung ein Verstärker an der Impedanz des betreffenden Kopfhörers mindestens abliefern muss, damit dieser dann einen bestimmten Lautstärkepegel erreicht.

Ein passender Kopfhörerverstärker bietet am Ausgang also sowohl genügend maximale Leistung, als auch genügend Verstärkung, um den gewünschten Leistungspegel mit einer bestimmten Quelle überhaupt zu erreichen, denn auch die Quellen variieren sehr stark in ihrem Pegel, egal ob nun Ingame-Sound oder externe Zuspieler (CD, BR) abgehört werden.

Um es kurz zu machen: eine leise Quelle muss gut genug verstärkt werden können, damit der Kopfhörerverstärker (onboard oder extern) überhaupt bis zur Vollaussteuerung gelangen kann. Diese Vollaussteuerung muss dann jedoch auch noch ausreichend hoch sein, um auch die Kopfhörer auf einen gewünschten Lautstärkepegel zu bekommen. Sonst bleibt es entweder leise, oder es verzerrt bereits, weil der Verstärker übersteuern muss, damit es überhaupt laut wird.

Ich maße mir jetzt an dieser Stelle nicht an, exakte Messungen der Klirrfaktors fürs Mainboard liefern zu wollen, will aber auch deutlich machen und mit Messwerten belegen, wie schön und wie oft Marketing-Blasen ins Leere laufen können. Fehlt nämlich die passende Ausgangsleistung, nützen die tollsten japanischen Goldkondensatoren auch nichts mehr. Und genau um diesen Umstand geht es jetzt

Was bedeuten Vrms und wie errechnet man die Ausgangsleistung?

Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Da ich aber hier ausschließlich Spannungen messe und keine Ströme, kann (und muss) man die Formel recht einfach umstellen, weil ich ja bewusst mit (stabilen) ohmschen Lastwiderständen arbeite, die ich kenne. Und keine Angst, dass es jetzt kompliziert wird, denn es ist wirklich simpel! Betrachten wir einfach einmal die Messung am Motherboard, bei der ich die maximale, verzerrungsfreie Ausgangsspannung Vrms dieses Modells bei 1 KHz und 32 Ohm ermittelt habe:

Während die obere Grafik mehrere Wellen des 1-KHz-Sinustones zeigt, habe ich für die untere Grafik mal eine Halbwelle herausgezoomt, auch um zu zeigen, dass die Kurve auch im Scheitel noch einigermaßen sauber abgebildet wird. Hier verzerrt also noch nichts und ich kann den ermittelten Wert für Vrms mit gutem Gewissen verwenden. Wir sehen auf dem Bild auch sehr schön, dass die maximale Spannung eigentlich bei 0,678 Volt liegt.

Da man aber seit Jahren die Effektivspannung Vrms verwendet (root mean square = quadratisches Mittel) und ich vergleichbar bleiben möchte, habe ich diese Berechnung fest eingebaut und beziehe mich ab jetzt nur noch auf diesen Effektivwert. Das Mainboard liefert also maximal 0,4691 Vrms an 32 Ohm. Was aber bedeutet das für die Ausgangsleistung? Wer sich jetzt an das berühmte URI-Dreieck des Ohmschen Gesetzes erinnert, kann die Formel kinderleicht umstellen.

Man multipliziert jetzt einfach nur Vrms (U) mit sich selbst und teilt dies dann durch den Widerstand (R), um die Leistung (P = U x I) zu erhalten. Ich rechne also (0,4691 Vrms)² / 32 Ohm = 6,8 mW RMS. Der Verstärker leistet an 32 Ohm also knapp 7 mW RMS, was wiederum reichlich lächerlich ist. Zumal die reine Sinusleistung mit (0,678 V)² / 32 Ohm = 14 mW Sinus zwar auf den ersten Blick nach mehr aussieht, aber am Ende bei komplexen Klängen an Aussagekraft verliert.

Jetzt wissen wir zumindest auch, warum die Wattangaben in RMS auf den Lautsprechern und Verstärkern Verwendung finden. Noch vor ca. 20 Jahren und früher wurden Ausgangsleistungen nämlich in Watt Sinus-Dauertonleistung an 1 KHz angegeben. Doch da sich fast alle mittlerweile dem Diktat mit dem RMS gebeugt haben und damit das Chaos für den Laien perfekt ist, bleibe ich auch bei den Vrms und Watt RMS, auch wenn es etwas komplizierter ausschaut.

Doch was passiert eigentlich mit hochohmigen Wandlern? Auch hier lässt sich das einfach berechnen, denn für Vrms messe ich verzerrungsfrei bis zu 1.2559 Vrms. Die maximale Ausgangsleistung bei 1 KHz an 500 Ohm beträgt also (1,2559 Vrms)² / 500 Ohm = 3.15 mW RMS! Das ist nur noch die Hälfte dessen, was ich an 32 Ohm messen konnte!

Da die Hersteller die Leistung oft nur noch in Watt angeben und das Kürzel RMS geflissentlich weglassen, werde ich dies im nun noch folgenden Text auch so handhaben, damit uns die zitierten Herstellerangaben und die Kurven nicht verwirren. Richtiger wird es dadurch allerdings auch nicht.

Gute Verstärker haben deshalb einen sogenannten “Gain”-Schalter, der durch einen resultierenden, höheren Verstärkungsfaktor sicherstellt, die Spannung am Ausgang zu erhöhen. Damit einher geht dann auch automatisch eine erhöhte Ausgangsleistung, die man für höhere Lautstärkepegel ja benötigt. Der Gain-Schalter ist aber primär für eine Spannungserhöhung gedacht, um bei höheren Impedanzen auch noch die maximale Ausgangsleistung zu erreichen.

Ausgangsleistung und Schallpegel

Mit Ausgangsleistungen von unter 10 mW erreicht man in den seltensten Fällen noch den gewünschten Lautstärkepegel und wer hochohmige Kopfhörer nutzen möchte, ist mit dem Onboard-Sound geradezu abgestraft. Das klingt dünn und falsch und verzerrt zudem beim kleinsten Nieser! Kauft man Kopfhörer, ist die sogenannte Empfindlichkeit also ein ganz wichtiger Indikator, wie laut er am Ende überhaupt betreiben werden kann, d.h. welchen Schalldruckpegel SPL (Sound Pressure Level) er bei welcher Verstärkerleistung noch sauber erreichen kann.

Nur erzeugt man einen bestimmten Schalldruck ja nicht immer in der selben Ausprägung. Da hängt sehr viel vom eingespielten Material ab. Wer also einen durchschnittlichen, gut verträglichen Pegel (SPL) von z.B. 85 dB anstrebt (kindersicher und auf Dauer auch nicht schädigend), sollte z.B. bei klassischer Musik und deren hohem Dynamikumfang (Wide Dynamic Range) für die Spitzenwerte noch 25 bis 30 dB aufschlagen. Das gilt auch für gute Spiele mit 12 bis 18 dB. Pop-Musik liegt hingegen meist bei “nur” 8 bis 12 dB Aufschlag als Faustformel.

Dummerweise geben die Hersteller für einen bestimmten SPL-Wert entweder Milliwatt (mW) oder benötigte die Effektivspannung (Vrms) an. Oder gleich gar nichts. Und nun wissen wir auch, warum ich im vorigen Abschnitt mit Euch so rechnen musste, denn jetzt können Euch die unterschiedlichen Angaben ja egal sein, solange überhaupt etwas angegeben wurde! Wir können es nun selbst umrechnen.

Mein Beyerdynamic Amiron Home ist z.B. mit 102 dB / 1 mW angegeben, was mit den 3,15 mW des Motherboards bei 500 Ohm theoretisch sogar noch hinkommen würde, denn die Impedanz des Kopfhörers liegt bei 250 Ohm, also noch deutlich darunter.  Aber – und jetzt kommt das böse Aber: wir brauchen ja auch die Peak-SPL für eine gute Dynamikwiedergabe ohne Verzerrungen! Um z.B. die 115 dB (85 dB Durchschnitt + 30 dB Peak-Aufschlag) hinzubekommen, bräuchte ich schon fast um die 20 mW, die der Onboard-Sound gar nicht liefern kann.

Je nach Kopfhörer-Qualität und der damit bedingten Empfindlichkeit benötigte man für die 115 dB SPL als angenommenen Spitzenwert also bis zu 1 Watt Ausgangsleistung an der benötigten Impedanz! So etwas kann Onboard-Sound (bis auf wenige Ausnahmen) nie und nimmer liefern! Und nun wissen wir auch, warum das mit der Dynamik am Motherboard nicht funktioniert und warum so Manches einfach nur grausam klingt, ja geradezu klingen muss. Je besser (und empfindlicher) die Kopfhörer, um so besser harmoniert es noch mit den Motherboards. Aber gut ist das fast immer nicht, nur eben weniger schlecht.

Für die ganz Rechenfaulen habe ich da mal was vorbereitet… Die erste Tabelle zeigt uns eher schlechte Kopfhörer mit einer Empfindlichkeit von 85 dB/mW bis hin zu 94 dB/mW und welche Verstärkerleistungen man ansetzen muss, um zwischen 90 und 115 dB maximalen Schalldruckpegel erreichen zu können. Ob das die Teile dann überhaupt aushalten und überleben, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Hier hätte ich dann noch die etwas besseren Kopfhörer, bei denen es sich mit der Ausgangsleistung in Grenzen hält.

 

Zwischenfazit

Womit auch der Sinn eines guten Kopfhörerverstärkers deutlich erkenntlich geworden sein dürfte: er liefert immer eine genügend hohe Ausgangsleistung bzw. Vrms, um Stücke mit hohem Dynamikumfang auch verzerrungs- und begrenzungsfrei wiedergeben zu können. Klang bei Kinderzimmerlautstärke hin oder her, hier geht es nun mal um das Ausreizen der Technik. Genau deshalb ist auch der Lösungsansatz so mancher Blindtests, einen möglichst hochwertigen und teuren Kopfhörer für solche Tests am Mainboard zu nutzen, komplett irreführend.

Denn diese sehr hochpreisigen Exemplare sind äußerst empfindlich und benötigen deutlich geringere Ausgangsleistungen als die üblichen Verdächtigen mit unter 100 dB / mW. Was mit dem Edelhörer am Motherboard gerade noch so gut geht, solange man Musik im Idle hört, geht mit den Normalkopfhörern grandios in die Hose. Und meist sind diese noch nicht einmal am Dilemma schuld! Deshalb messe ich Kopfhörer immer an einem hochwertigen Endgerät, um genau diese Problematik von vornherein auszuschließen.

Je unempfindlicher die Kopfhörer sind, umso besser muss der Kopfhörerverstärker liefern. Und genau an dieser Stelle geraten die günstigen Onboard-Lösungen fast immer an ihre Grenzen. Das betrifft übrigens auch viele Kopfhörer mit eingebauter USB-Soundkarte, weil der Anbieter nicht bedenkt, was seine Kopfhörer wirklich benötigen. Dort wäre aber wirklich einmal der Punkt erreicht, dass auch die Industrie wieder mitspielt und Dinge anbietet, die man auch guten Gewissens benutzen kann.

Deshalb halte ich die üblichen Tests von Motherboards mit ein paar OC-Benchmarks auch für etwas arg unvollständig und ich kann den Kollegen nur raten, auch einmal die Ausgangsleistung und Vrms mit zu messen. Denn exakt diese Informationen sind essentiell und trotzdem nie in den Datenblättern der Motherboards zu finden.

Bei unseren bald wieder mit ins Programm genommenen Motherboard-Tests werde ich neben den einzelnen Teilspannungen und deren detaillierte Leistungsaufnahmen deshalb bewusst auch den Audio-Bereich komplett mit messen und bewerten. Das Unboxing und visuell sehr gut verkäufliche Bewundern dürfen dann die die jungen Herren mit der Kamera in der Röhre übernehmen.

 

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Case39

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2,551 Kommentare 965 Likes

Erstmal frohes Fest allen im Forum. Wie verhält es sich mit Stereolautsprechern und Onboard Sound (und wo wir grad dabei sind, welche kannst du empfehlen?)

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Igor Wallossek

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Aus der Sicht der Transienten und Intermodulation würde ich gar nichts analog Angeschlossenes empfehlen.

Wer es clever anstellen will: einfach einen Satz Aktivlautsprecher mit eigenen Wandlern bestellen (USB oder SPDIF). Klingt hörbar besser und ist frei vom üblichen DSP-Gedöns der Treiber. Für den Desktop (Geld vorausgesetzt) ein Paar Nubert nuPro A100 oder A200 und ggf. einen Sub dazu. Ansonsten Wavemaster, Edifier oder gleich einen Satz Aktivmonitore aus der Studiotechnik. Die gibt es schon recht günstig:

https://www.thomann.de/de/aktive_nahfeldmonitore.html?ref=search_prv_0

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Deridex

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2,226 Kommentare 859 Likes

Schöne Analyse Igor.

Aus Entwicklungs- und Layouttechnischer Sicht, wäre es meiner Meinung sogar möglich, die Störungen und das Überkoppeln zu reduzieren.
1. Jeden PCIe-Slot mit mehrstufigen Block-Kondensatoren ausstatten. Ist leider mit einem einzigen Kondensator nicht getan, da man ja einen größeren Frequenzbereich abdecken will
2. Konsequente Trennung von Analog und Digitalteil auf dem Layout. Hier muss durchaus etwas Abstand zwischen den Leiterbahnen gehalten werden, da die digitalen Flanken sonst kapazitiv überkoppeln
3. Saubere Trennung der Massen.

So oder so ist das mit Aufwand und Kosten verbunden. Zusätzlich verschlimmert eine dimmbare RGB-Beleuchtungen die Thematik noch weiter.

Edit: Wünsche euch allen schöne, ruhige und entspannten Feiertage! Und Tippfehler korrigiert.

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Dezor

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495 Kommentare 216 Likes

Zunächst mal danke für diesen (wiedermal) umfangreichen Test.

Als ich mir vor ~2 meinen Beyerdynamic Kopfhörer gegönnt habe, musste ich mir auch ein neues externes Soundinterface zulegen, der Unterschied war mehr als deutlich zu hören, selbst bei meinen "Holzohren". Inzwischen hängt das Mischpult am MacBook und der PC Sound wird beim Zocken von der internen Soundkarte durchgeschleift. Ja, man hört die Störgeräusche leider mehr als deutlich. Aber da ich über das MacBook Videos gucke, Musik höre und Teamspeak benutze, ist mir das so wichtiger. Die meiste Zeit ist der Sound vom PC sowieso aus.

Zum Test: Ein kleiner Fehler ist mir auf Seite 2 aufgefallen. Die Sinusleistung liegt bei 14 mW, nicht bei 1,4 mW (oder ich finde meinen Denkfehler nicht). Zudem könntest du wenn du Langeweile hast mal gucken, ob du die Störgeräusche durch Fouriertransformation oder Abziehen eines Sinus von den gemessenen Werten noch deutlicher machen kannst.

Ansonsten: schöne Feiertage.

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Bas3s3to

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30 Kommentare 5 Likes

Vielen Dank Igor für diesen Test. Wäre es möglich für die Zukunft auch den Mikrofoneingang zu messen? Ein Freund von mir hat mit seiner internen Soundkarte massive Probleme mit dem Mikrofoneingang, wenn seine Grafikkarte auf volle Leistung in Spielen getrieben wird. Im Teamspeak klingt seine Audioübertragung dann so, als ob er in einem Hubschrauber sitzt. Man kann sehr gut das Taktverhalten der Grafikkarte hören, die dann in den Mikrofonkanal Störgeräusche einstrahlt. Das ist ihm zuerst aufgefallen, als er sich ein ModMic für seine Beyerdynamic Kopfhörer geholt hat. Zuerst hat er sich mit dem Onboard Mikrofoneingang beholfen, nutzt nun aber ein USB-Audiointerface (Yamaha AG03). Das ModMic wurde mittlerweile von einem Kondensatormikrofon (Rode NT-1A) abgelöst.

Kann es sein, dass bei der Rechnung (0,678 V)² / 32 Ohm = 1,4 mW Sinus ein kleiner Fehler drin ist? Wenn ich das ausrechne, komme ich auf 14,37 mW. Dann wäre bei einem reinen Sinus Signal die Leistung doppelt so hoch wie beim Vrms Wert. Das würde dann auch den abfallenden Lautstärke Effekt erklären, den viele Personen bei komplexeren Signalen empfinden. Bei einfachen Signalen ist die Lautstärke ausreichend und bricht dann bei komplexeren Signalen ein.

Ich wünsche allen fröhliche Weihnachten

Edit: War grade am schreiben, als Dezor den gleichen Gedanken wie ich mit der Rechnung auf Seite 2 geposted hat.

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Igor Wallossek

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10,540 Kommentare 19,775 Likes

Klar. Kommastelle und so. Danke fürs Finden :)

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Bas3s3to

Mitglied

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Passiert mir auch immer wieder ;) Gerade bei kleinen Werten passiert das ganz schnell. War nur etwas stutzig geworden, da das Ergebnis der Rechnung mit dem größeren Wert ein kleineres Ergebnis ergab. Deswegen hatte ich das nochmal nachgerechnet.

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Igor Wallossek

1

10,540 Kommentare 19,775 Likes

Ich hatte unlängst eine längere Diskussion mit einem Audiotechniker und -Entwickler, was die RMS-Angaben betrifft. Früher gab es Sinusleistung und Musikleistung, mache schrieben von Impulsleistung und dem, was ein "weiches" Netzteil mit möglichst großen Kondensatoren ausmacht. Auch diese Dinge waren nicht zwingend pauschal zu verstehen und zu verallgemeinern. :D

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g
ge0815

Mitglied

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Erstmal: Frohe Weihnachten auch an Dich und Dein Team!
Wunderbarer Artikel mal wieder. Um ehrlich zu sein, haben mich Lautsprecher- und Kopfhörertests nie so brennend interessiert, aber das hier ist wirklich erste Sahne und weckt das Interesse für die anderen Artikel.
Ich sehe es schon kommen, dass in nicht mal einem Jahr einige Motherboard-Herstelle auch angesprochene Werte angeben und wieder mehr Wert darauf legen.
Igor setzt eben Maßstäbe :)

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Bas3s3to

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Ich kann mich auch noch an diese abstrusen PMPO Angaben erinnern, wo einfache Boxen auf einmal 1000 W haben sollten. Das es sich dabei nur um kurzzeitige Impuls Werte gehandelt hat, haben die Marketingabteilungen von so manchem Discounter nicht interessiert.

Bei Instrumentenverstärkern ist das auch ähnlich. Als ich damals mit dem E-Bass angefangen habe, wurde immer empfohlen, einen Verstärker mit der drei- bis fünffachen Leistung des Verstärkers des Gitarristen zu nehmen. Ich habe mir aber bewusst einen kleineren Übungsverstärker mit 150 W besorgt, den ich über die Anschlüsse auch ins Mischpult und die PA-Anlage speisen kann. Auch waren die Tipps zum Soundmischen aus dem Bereich Homerecording sehr hilfreich. Durch die Tipps haben wir die Instrumente von den Frequenzen her etwas entzerrt, um Interferenzen zu verhindern. Das hat aus einem muffig klingenden Sound einen recht knackigen Sound gemacht. Man muss halt immer über den Tellerrand schauen und sich nicht mit den allgemeinen Tipps zufrieden geben :D

Und um wieder zurück zum Thema zu kommen ;):

Wie könnte man auf einem Mainboard den Audioteil gut vor Störsignalen der Grafikkarte abschirmen? Da auf dem Mainboard alles so eng zusammenliegt, könnte ich mir das durchaus als schwierige, wenn nicht sogar als unmögliche Aufgabe vorstellen. Wobei ich vermute, dass vor allem die Eingangsseite (Mikrofon) am schwierigsten abzuschirmen ist.

Das die Empfehlung zu einer vollkommenen elektrischen Trennung von Computer und Audioverstärker mittels optischer Signalübertragung der beste Weg ist, steht außer Frage. Nicht umsonst haben viele professionelle Audiogeräte optische Ein- und Ausgänge.

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Deridex

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2,226 Kommentare 859 Likes

Bei kleinen Mainboards dürfte das wirklich schwierig werden. Allerdings erscheint es mir durchaus machbar bei einem AM4 oder LGA1151 Board im ATX-Format, das Layout so anzupassen, das der Audioteil weniger gestört wird.

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K
KalleWirsch

Veteran

190 Kommentare 93 Likes

Sehr gut und verständlich geschrieben. Daher ein dickes Lob.

Allerdings wird hier immer vom Szenario Kopfhörer an Soundkarte ausgegangen. Wie kann man die Erkenntnisse denn auf die Situation übertragen, wenn man mit dem analogen Audio Signal erst mal in einen Verstärker geht und dort den Kopfhörer anschließt?

Im Grunde braucht man doch eh immer einen externen Verstärker, den für mich ist ein Kopfhörer irgendwie immer erst mal ein Komfort-Problem, welches das Hör-Erlebnis erheblich beeinträchtigt.

Ich vermute das Problem mit den Störsignalen ist da genauso hoch? Oder größer oder niedriger?
Das Problem mit der zu niedrigen Ausgangspannung für Kopfhörer dürfte ja je nach Verstärker eher ausgeschlossen sein.

Wenn schon Kopfhörer am PC, dann doch am liebsten einen Mittelklasse HIFI-Verträrker in der Tastatur oder am Monitor, so das man das Problemlos ein und austecken kann.

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D
Dezor

Veteran

495 Kommentare 216 Likes

Grundsätzlich schon. Dann müsste die GPU wahrscheinlich möglichst weit unten sitzen und der Audio-Chip dort, wo normalerweise der erste Slot für Erweiterungskarten ist. Ansonsten müsste man auf dem Weg zu den Klinkenbuchsen wieder an der GPU vorbei.

Das Problem ist, dass du das gestörte Signal verstärkst und damit auch die Störungen. Allerdings könnte es tatsächlich etwas besser sein, wenn du in Windows den maximalen Pegel wählst und dann beim Verstärker die Lautstärke dann regelst. Aber das hängt davon ab, wo die Störungen eingekoppelt werden.

Da kommt es dann drauf an, wo der DA-Wandler sitzt. Weit entfernt von der GPU ist schonmal gut, aber ich vermute mal stark, dass in Tastaturen und Monitoren keine wirklich hochwertige Hardware zum Einsatz kommt. Die Soundqualität dürfte damit deutlich schlechter sein als bei hochwertigen externen Soundkarten. Aber die Störgeräusche, um die es in diesem Artikel primär geht, sollten dadurch weitgehend verhindert werden.

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Igor Wallossek

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Steht alles im Artikel. Seite 3.

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Corro Dedd

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1,828 Kommentare 691 Likes

Digitale Aus- bzw. Eingänge haben aber anscheinend auch ihre Tücken. Habe meinem Kumpel die Edifier Studio R2000DB empfohlen, diese sollte er über Toslink anklemmen, hat soweit auch funktioniert, nur hat er zwei Probleme:

Zum einen ist seine Steckerleiste und der PC auf der linken Seite vom Tisch, zudem auch die optische Leitung nicht lang genug, also sind die Seiten vertauscht. Ohne Drittanbietersoftware war es (auch im Treibermenü) nicht möglich unter Windows 10 die Kanäle zu tauschen. Also doch analog angeschlossen mit dem beigelegten Klinke-Cinch Kabel war es dann auch ganz einfach physikalisch möglich die Kanäle zu tauschen.

Gut, man könnte jetzt halt ein Verlängerungskabel kaufen, ein längeres Toslink und das Problem wäre gegessen, aber dann bleibt noch ein weiteres Problem mit dem Digitaleingang: Er hatte ein Knacksen in den Lautsprechern, auch wenn keine Audioquelle ein Signal ausgab. Viele Meinungen besagen, das sind Störungen, eingestreut durch Kühlschrank, Backofen, whatever, oder eine fehlerhafte Auto-Mute Funktion der Lautsprecher, wenn kein Signal anliegt, mein Tablet macht so ähnliche Geräusche beim Abspielen von YouTube Videos im Browser zum Beispiel.

Man kann bei den Edifiern wohl die Firmware updaten, das Auto-Mute Problem ist schon länger bekannt. Aber ich weiß nicht, ob der das schon gemacht hat. Dafür hat er weiter recherchiert und nun scheint es eine Kombination aus NVidia Grafikkarte, Z370 Chipsatz, ALC 1220 Chip und Digital-out zu sein, wobei die Ursache wohl im Nvidia Treiber liegen soll. Andererseits hat er ein Board mit Z390.

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Igor Wallossek

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Z390 ist quasi Z370. Hochgelabelt ;)

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FfFCMAD

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689 Kommentare 187 Likes

Schoener Artikel, Igor

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arcDaniel

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1,669 Kommentare 929 Likes

Ich habe den Artikel spannend gelesen und noch einen weiteren Fall wo ich deine @Igor Wallossek Einschätzung lesen möchte.

Wenn ich nun meine aktiven Lautspecher am Bildschirm anschliesse und welcher wiederum den "digitalen sound" übers DisplayPort oder HDMI bekommt, in welcher Katergorie würden wir uns denn bewegen? Externe Soundkarte? MB Intern im Idle? Kann der Monitor stärkere Stögeräusche als das Innenleben eines PCs verursachen? oder vielleicht weniger?

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g
guggi

Mitglied

27 Kommentare 17 Likes

Hab mich jetzt auch endlich angemeldet, super Artikel seit der Umstrukturierung!
Die "Macht" einer Grafikkarte musste ich auch erst vor kurzem erleben, hatte seit Ewigkeiten Probleme mit dem WLAN und war kurz vorm verzweifeln. Ein Slot mehr Abstand zur Graka und schon war das Problem deutlich gelindert, dafür hörte man jede mausbewegung in den Lautsprechern, da sich jetzt die Soundkarte zur Graka kuscheln durfe. Also wurde es eben eine externe Lösung fürs Netzwerk.
Aber zurück zum Thema: Wie schlägt sich denn eine vor Jahren gern empfohlene Budget-Headset-Lösung gegen aktuelle (onboard)-Hardware? Konkret handelt es sich dabei um einen umgelabelten Superlux-kopfhörer, den Presonus HD7 in Kombination mit einer Xonar DGX. Die Soundkarte musste sein, da die onboard des billig-am3+ bretts einfach grausam war. Naja Schülerbudget zu der Zeit eben.
Mittlerweile leg ich doch etwas mehr Wert auf Klangqualität und frage mich, ob es Empfehlungen gibt, die mich nicht mein letztes Hemd kosten?

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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