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MSI Radeon RX 5700 XT Evoke OC Edition im Test – Butter oder Margarine aufs Brot?

Die MSI RX 5700 Evoke OC Edition wurde von MSI bewusst unterhalb der Gaming- und Gaming-X-Modelle platziert, um hier am Markt deutlich günstiger agieren zu können. An und für sich ist ein solches Bestreben durchaus auch sehr löblich, wobei es natürlich immer darauf ankommt, wo der Hersteller den Rotstift angesetzt hat und sparen muss, um den Preispunkt auch wirklich kundenwirksam zu treffen. Genau das wollen wir heute mal testen und hinterfragen.

Platinenlayout und Komponenten

MSI nutzt ein 7+2 Phasen-Design für die Evoke, wobei man bei der Komponentenauswahl sehr deutlich sieht, dass man hier für Motherboards und Grafikkarten zusammen einkauft. Die verwendeten PWM-Controller findet man gern auf Motherboards und auch die eingesetzten Dual-MOSFETs mit den integrierten Treibern sehen zwar auf den ersten Blick aus wie Smart Power Stages, sind aber keine, sondern günstige integrierte Lösungen, mit denen man Platz sparen kann.

 

MSI setzt auf ein kurzes PCB mit sehr wenigen aktiven Bauelementen auf der Rückseite. Ein zweiter 8-Pin-Connector wäre möglich, wird aber bei diesem Modell nicht genutzt. Eine der VDDC-Phasen für die GPU wird aus dem Motherboard-Slot (PEG)  gespeist, der Rest über die externen PCIe-Anschlüsse.

Die nachfolgende Tabelle enthält noch einmal die wichtigsten Komponenten:

GPU-Spannungsversorgung

PWM-Controller IR35217
International Rectifier
8-Phasen PWM-Controller (7 genutzt)
Gate Driver integrated  
VRM 7x NCP302155
ON Semiconductor
Dual-MOSFET + Driver
Spulen Encapsulated Ferrite Choke
150 mH

Speicher und Spannungsversorgung

Module MT61K256M32
Micron
8x 8GB GDDR6 SGRAM-Modules
2 Channels x 256 Meg x 16 I/O, 2 Channels x 512 Meg x 8 I/O
PWM-Controller NCP81022
ON Semiconductor
2-Phasen genutzt
VRM 2x NCP302155
ON Semiconductor
Dual-MOSFET + Driver
Spulen Encapsulated Ferrite Choke
330 mH

Sonstige Komponenten

BIOS 25WP080
EEPROM
BIOS
 
Connectors
Input Filter, 560 mH
MCU
n/a  

Weitere Details

Sonstige
Merkmale
7 + 2 Phase design
8-Pin + 6-Pin PCI-Express Power Supply

 

Kühler

Die obere Abdeckung trägt die zwei Lüftermodule mit den jeweils 14 Rotorblättern und  8,7 cm Durchmesser (Öffnung 9 cm). Der darunterliegende, einteilige Lamellenkühler mit den horizontalen Kühlfinnen bekommt die Abwärme vom vernickelten Heatsink über insgesamt vier 6-mm-Heatpipes zugeführt. Von den vernickelten Heatpipes aus Kupferkomposit-Material verläuft zudem eine umgebogen auf beide Seiten vom Heatsink.

Die Speichermodule kühlt MSI wieder über einen am Heatsink angebrachten Kühlframe direkt über den Kühler. Für den thermischen Übergang nutzt MSI dickere Wärmeleitpads, die durchaus etwas großflächiger hätten ausfallen können, auch wenn der GDDR6 im Package natürlich nicht die gesamte Fläche einnimmt. Der Druck hätte sich dadurch durchaus etwas besser verteilen lassen, auch wenn es alles andere als kritisch ist.

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Die Backplate nimmt keine Abwärme auf und ist kühltechnisch nicht eingebunden, sondern nur rein optischer Natur.

Kühlsystem im Überblick
Art des Kühlers: Luftkühlung
Heatsink: Kupfer, vernickelt
Kühlfinnen: Aluminium, vertikale Ausrichtung
engstehend
Heatpipes 4x 6-mm Heatpipes,
VRM-Kühlung: Über den Hauptkühler mit eigenem Heatsink
RAM-Kühlung Über den Hauptkühler
Lüfter: 2x 8,7-cm-Lüfter, 14 Rotorblätter
Fan-Stopp
Backplate Aluminium
Keine Kühlfunktion

 

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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