Audio/Peripherie Gaming Controller Tastatur Testberichte

Meine neue Lieblings-Gaming-Tastatur ist ein Gamepad: Razer Tartarus PRO im Test

Wie konnte denn das nur passieren? Da ertasten meine Finger schon seit über mehreren Jahren Tastaturen und die Tastatur, die am meisten aus der Masse hervorsticht, hat nur 20 Tasten. Dabei ist das Konzept hinter der Tartarus PRO von Razer keineswegs neu. Aber Razer macht einiges richtig, doch ich habe auch Grund zur Kritik.

Schon das Verpackungsdesign macht Lust auf mehr: Grün-schwarzes, mattes Papier stellt plakativ alle wichtigen Funktionen der Tartarus dar. Oben ist eine Öse aus Stoff angebracht. Schön edel. Das auspacken des Gamepads ist ein Erlebnis.

 

Belkin Nostromo SpeedPad n52

Vor etlichen Jahren hatte ich mir die Belkin Nostromo N52 geholt und nutzte das Gamepad einige Monate, konnte mich aber mit der begrenzten Tastenauswahl nicht anfreunden. Dementsprechend kritisch stand ich der Razer Tartarus gegenüber. Das Unternehmen verspricht mit 20 Tasten, einem Mausrad, 8-Wege-Joystick, mehreren Profilen sowie einer verstellbaren Handballenauflage den perfekten Begleiter für virtuelle Gefechte. Damit hat die Tartarus fünf Tasten mehr, als die Nostromo N52 – gleich bleiben das Scrollrad und der Joystick.

Das Highlight des Gamepads sind die zwanzig optischen Switches unter den Tastenkappen.  Mit einem Hubweg von nur 1mm und einer Erstaktivierung bei 1,5mm stellen die neuen Razer-Schalter mitunter die schnellsten Switches auf dem Markt dar. Zusätzlich erlaubt der optische Schalter eine zweite Auslösung, die ich als Anwender in der Synapse App konfigurieren kann. Maximal 3,5mm Hubweg sind so möglich, was eine sehr späte Auslösung der Taste bedeutet. In Casual-Rennspielen wie Need For Speed kann mit dem zusätzlichen Auslösen der Nitro gezündet werden, in FPS-Titeln wie Overwatch lässt sich bei Pharah die Senkrecht-Starter Fähigkeit aktivieren.

 

Verarbeitung

Auf die Funktionen gehe ich gleich noch im Detail an. Zuvor will ich noch die Verarbeitung ansprechen, weil ich hier einen gewissen Kritikpunkt im Hinblick auf die UVP, die Razer für die Tartarus aufruft, sehe: 149,99 Euro. Der Korpus besteht aus Kunststoff, der mich an meine alte Belkin Nostromo N52 erinnert. Hinzu kommt, dass der Korpus aus einer oberen und unteren Schale besteht und damit eine fühlbare Kannte bildet. Klar, sobald das Gamepad auf dem Tisch liegt, achte ich nicht mehr darauf. Doch das wäre eigentlich die Liebe für das Detail, für das Razer steht.

Während alle oberen Tasten kaum Bewegungsspiel haben und fest in ihrer Position sitzen, fällt mir schon beim ersten Handauflegen auf, dass die Daumentaste (Leertaste) ziemlich locker ist. Damit soll wohl die Erreichbarkeit in hektischen Situationen erhöht werden, mir persönlich hätte ein festerer Sitz besser gefallen. Schade finde ich es auch, dass die optischen Switches nicht grün oder violett sind, wie auf der Herstellerseite zu sehen ist, sondern einfach schwarz. Wobei das auch der RGB-LED-Beleuchtung zugutekommt, da es keine Verfälschungen der Farben gibt.

Über jeden Zweifel erhaben ist die Handballenablage, die sich in einer Stufe verstellen lässt. Ich entscheide mich für einen flachen Winkel und genieße das weiche Kunstleder unter meiner Hand. Damit sind definitiv längere Gaming-Sessions möglich. Ebenfalls gut verarbeitet ist das USB-Kabel, das eine dicke Stoffummantelung aufweist und am USB-Typ-A-Ende vergoldet ist.

 

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind. Datenschutzerklärung