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Geheimwaffe für Übertakter? EVGA Z590 Dark Mainboard im Test mit Teardown und Overclocking

Hardware ist das eine, Software das andere, aber das Zusammenspiel aus beidem ist, worauf es wirklich bei Overclocking ankommt. Da ich aktuell keine LN2-Quelle habe, werde ich auch nur das Verhalten mit „Ambient Cooling“, also Luft- bzw. Wasserkühlung testen und bewerten. Dies bitte ich daher auch entsprechend bei der Einschätzung der Ergebnisse zu berücksichtigen. Folgend gibt es wie immer eine komplette Liste der verwendeten sonstigen Test-Hardware:

Testsysteme
Hardware:
  • CPUs:
    • Intel core i9-11900K 
    • Intel core i7-11700K 
  • Mainboard: EVGA Z590 Dark (BIOS Version 1.05)
  • RAM-Kits:
    • G.Skill DDR4-4000 CL15 2x 8 GB Kit F4-4000C15D-16GVK
    • G.Skill DDR4-4000 CL16 2x 16 GB Kit F4-4000C16D-32GTRS
    • G.Skill DDR4-3800 CL14 2x 16 GB Kit F4-3800C14D-32GTZN
  • Netzteil: Superflower Leadex Gold 1600W
  • SSD: Samsung 860 Evo 500GB (SATA 3, OS)
  • Grafikkarten:
    • Asus GeForce GTX 750 DCSL 2GB
    • Nvidia RTX 3090 Founders Edition (Treiber 471.11, max Power-/Temp-Limit)
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64-bit (21H1, up-to-date)
Kühlung:
  • CPU-Block: Alphacool Eisblock XPX Aurora
  • CPU-TIM: Arctic MX-5
  • Radiatoren: Alphacool NexXxoS ST30 480mm + HardwareLabs Black Ice GTX 240mm
  • Lüfter: 4x Phobya NB-eLoop 120mm 1600rpm + 2x Noiseblocker NB eLoop B12-4 120mm
  • Pumpe: XSPC D5 PWM
Gehäuse:
  • Open Benchtable
Peripherie:
  • Monitor: Benq XL2720
  • Tastatur: KBC Poker 2 (Cherry MX Brown)
  • Maus: Zowie FK1
Messgeräte:
  • Thermometer: Elmor KTH (kalibriert)
  • USB-to-Serial Adapter: Elmor EVC 2
  • Durchfluss-Messgerät / Thermometer: Alphacool high flow NEXT

Gear 1? – 7F!

Zunächst hatte ich den Pyprime 2.0 Rekord von 5,888 Sekunden aus dem ASRock Z590 OC Formula Review anvisiert, mit der Absicht diesen zu unterbieten. Dies gestaltete sich aber schwieriger als Gedacht, denn zunächst ließ die BIOS-Version 1.04, die zum Retail-Start des Boards aktuell war, nicht mehr als 1,6 V System Agent Spannung zu. Dies ist besonders im Gear 1 bei Taktraten nahe von DDR4-4000 ein enormes Problem und wurde zum Glück im letzten Release 1.05 behoben.

Aber auch mit dem neuen BIOS gibt es noch Probleme, denn das Board bleibt sehr oft mit Postcode 7F beim Starten hängen. Wie es sich aktuell für mich darstellt, scheint es eine Race Condition beim Laden der gespeicherten BIOS-Settings direkt beim Starten des Systems zu geben, wenn der „Extreme Voltage Mode“ aktiviert ist. Dies hat zur Folge, dass das Board sich manchmal nach dem 7F Hänger selbst neustartet, sich manchmal einfach nur abschaltet, aber in den meisten Fällen komplett hängen bleibt und drei Spannungen als fehlend mit den LEDs signalisiert.

Laut der Anleitung sind die fehlenden Spannungen VDDR bzw. VDIMM, VSA und VCCIO. Die ersten beiden müssen für den Gear 1 Betrieb in Pyprime auch in den „Extreme“ Bereich gesetzt werden, was wiederum für einen Zusammenhang mit dem „Extreme Voltage Mode“ spricht. Einziger Workaround ist ein manuelles „kaltes“ Starten des Systems, durch Halten des Power-Knopfes oder Abschalten des Netzteils und anschließendes wieder starten. Ohne Retry-Knopf auf dem Board, der genau diese Funktion bieten würde, bringt diese Problematik einen erheblichen Zusatzaufwand für das Bench-Übertakten im Gear 1 mit sich.

EVGA ist aktuell noch in der Analyse und ich konnte mit dem Problem leider nicht einmal die 6 Sekunden-Marke in PyPrime 2.0 knacken, geschweige denn meine 5,888 s Bestzeit erreichen, mit identischer CPU und identischem RAM-Kit wohlgemerkt. Nach vielen Stunden und zugegebenermaßen auch einiger Frustration habe ich dann aufgegeben und mich anderen Disziplinen zugewandt. Als Konsequenz bleibt leider anzumerken, dass sich das Board meiner persönlichen Erfahrung nach aktuell nicht für feines Arbeitsspeicher-Tuning im Gear 1 eignet, wie es z.B. für PyPrime 2.0 oder SuperPi 32M quasi unabdingbar ist.

CPU, Cache und Gear 2 am Maximum für täglichen Betrieb

Wie manch einer bereits bei Luumi auf Youtube gesehen hatte, soll sich das Z590 Dark besonders gut für den Betrieb von Samsung B-Die im Gear2 eignen. DDR4-4800 mit tCL und tRCD 19 im 2x 16 GB Dual-Rank hatte der Finnische Overclocker mit stabilem HCI-Memstest gezeigt und das habe ich mir als nächstes Ziel gesetzt.

Und siehe da, wenige Stunden später ließ sich zumindest DDR4-4600 17-17-17-34 mit meiner i9 Test-CPU stabilisieren. Hier ist das Thema auch wieder Silizium Lotterie des Speichercontrollers, denn während mein i9 DDR4-4800 gar nicht erst booten kann, schafft mein i7 das immerhin, stolpert dann aber im Stabilitätstest. Das sagt mir, dass das Board die Taktraten könnte, wenn die CPU denn mithalten würde. Auch interessant ist, dass der Multiplikator für 4600 Mbps auf dem 100 MHz Referenz-Takt basiert, die eigentlich schlechter funktionieren sollten als die mit 133 MHz. Aber das Dark war hier anderer Meinung und schafft mit nur 1,35 V SA und 1,5 V VCCIO 2 Spannung reproduzierbar den Testmem5. 

Auf der CPU-Seite konnte das Z590 Dark aber den i9-11900K mit statischen 5,1 GHz auf allen Kernen und 4,6 GHz auf dem Cache mit 1,44 V Vcore und default LLC betreiben. Das Endergebnis seht ihr oben, knapp 11500 Punkte im Geekbench3 Memory Score und 619 Gigaflops in LinpackXtreme mit problem size 35000 und das völlig stabil – ja auch mit AVX512 und ohne jegliche Offsets!

Glaubt ihr nicht? Dann habe ich hier den aktuellen y-cruncher 1B Rekord für Rocket Lake CPUs mit Ambient Cooling für euch. Zugegebenermaßen habe ich hierfür noch die Spannung um 10 mV angehoben und für die letzten MHz noch etwas an der BCLK geschraubt, sonst ist das Ergebnis im Bereich von 27,0 Sekunden. Mit feinerem BCLK-Tuning wäre hier womöglich auch noch etwas mehr Leistung abrufbar, aber das Dark kann ja leider nur 0.1 MHz Schritte. Mit normalen 100 MHz BCLK lässt sich dieses Setup aber problemlos für die tägliche Nutzung betreiben. Die hochwertige Spannungsversorgung und BIOS Optimierungen für Samsung B-Die im Gear 2 Betrieb machen es möglich.

 

 

Kommentar

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Case39

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2,048 Kommentare 634 Likes

Hübsches und eindrucksvolles Board. Danke für den Test.

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Tim Kutzner

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Die Eleet Software ist ja mal cool :D
Bin gespannt, was EVGA mit dem X570 Mainboard machen wird

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B
Besterino

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6,219 Kommentare 2,907 Likes

Nur 2 RAM-Bänke macht es für eher „Normalos“ aber vielleicht nicht so attraktiv. Klar, nicht die Zielgruppe.

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H
Himmelhund83

Mitglied

22 Kommentare 6 Likes

Naja der Schnitt wird wohl 2x8Gb haben oder sich 2x16Gb einbauen

Störender sind da schon die Unzulänglichkeiten im Bios wo das Standardmäßige teils gar nicht einstellbar ist

Was ich allerdings seltsam finde: Jetzt baut endlich mal einer einen soliden Kupfer Kühler und setzt doch etwas Material ein, dann kommt der Tester und kritisiert das, auf die Art und Weise wird man für 600€ aufwärts immer nur das durchschnittliche Zeug einbauen...

Spannungswandler Temperatur im Vergleich zu anderen Mainboards hätte ich im Text jetzt nicht entdeckt

Die Bilder in Videoform im Beitrag sind übrigens total störend

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thebagger

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100 Kommentare 72 Likes

Ich mag das Design, die könnten mehr Bretter mit den seitlichen Stromanschlüssen bringen.

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B
Besterino

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Jo, die "Video-Bilder" haben mich auch total genervt!

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ipat66

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750 Kommentare 624 Likes

Diesen angesprochenen faden Beigeschmack der 21 Phasen kann ich gut nachvollziehen.
Eigentlich eine echte Unverschämtheit dieser PR-Fuzzies.
Sagt einfach die Wahrheit,und gut ist...
Man kann ja die Vorteile verwendeter Komponenten und ihre Qualitätsmerkmale beschreiben

Das einzige was mich gewundert hat,ist der fehlende CO2-Neutral Aufkleber in gruen...:)

Ansonsten sieht das Board schon lecker aus.
Sobald die kleinen Kinderkrankheiten per Update behoben sind,werden diejenigen die sich diesen doch stolzen Preis leisten können austoben können.
Die Software scheint gut geordnet und intiutiv.

Sonst bleibt das Motto erhalten:
Die letzten 5% Leistung kosten eben 50 bis 100 % zusaetzlich

Danke Scullbringer für den Einblick.

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G
Guest

Nervt. Alle 2-3 sec ändert sich das Bild.

Die seitlichen Anschlüsse sind ähnlich wie bei anderen Enthusiastboards, der gedrehte Sockel ermöglicht so aber nur noch 2 RAM Steckplätze, hat also auch Nachteile. Da EVGA auch viel Murks bei den Grakas zusammenbastelt, würde ich so eine Platine als Kleinserie nicht kaufen.

OC auf Intel? Das Design ist doch schon bis an die K*tzgrenze ausgepresst. Cinebench auf 267W allein für die CPU im Stockset (10900k), was soll sowas?

*Eher was für Extrem-LN2-OC, kaum alltagstauglich. Die Heatsinks lassen sich ja relativ einfach abnehmen. Dann müssen sie auch nicht aus Kupfer sein.

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skullbringer

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Danke für das Feedback!

Mit dem Autoslide wird man eben direkt vom nächsten Bild abgeholt, wurde mir auch schon als positiver Aspekt berichtet, aber ist scheinbar sehr polarisierend. :D Man könnte ja auch unten rechts Pause drücken, wenn man sich was genauer angucken möchte.

Alternativ mit deaktiviertem Autoslide müsste man sich eben selber zum nächsten Bild klicken.

Was meint ihr, den Autoslide Timer erhöhen (aktuell 3 Sekunden) oder ganz deaktivieren? 🤔

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RX480

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1,313 Kommentare 634 Likes

Lt. Corsair:
"Zunächst einmal allerdings würden nur DDR5-Module mit bis zu 32 GByte angeboten."(128GB sind technisch möglich je Modul)
(würde also mit 2x32=64GB für die meisten Gamer reichen, vor Allem mit ds+SF, was ja massiv Ram sparen sollte)

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ipat66

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750 Kommentare 624 Likes

Mir persönlich ist es lieber,wenn mein klick zum nächsten führt...
So entscheide ich (und jeder selbst) wann ich (er) durch ist.

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RedF

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3,246 Kommentare 1,555 Likes

Gut das ich nicht der einzige bin den das genervt hat.

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B
Besterino

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6,219 Kommentare 2,907 Likes

Vor allem aufm Smartphone geht das gar nicht. Und der Pausenbutton ist da eh viel zu klein. Führt nur zu mehr (un)nötigen clicks und für mich einfach NUR NERVIG das Ganze.

Nicht alles was geht / neu ist, ist eine Verbesserung.

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skullbringer

Veteran

269 Kommentare 256 Likes

Hab's für den Test von heute rausgenommen, falls wer nochmal in Ruhe und ohne genervt zu werden, die Bilder durchblättern möchte.
Und für kommende Artikel von mir wird es dann auch deaktiviert bleiben. Genau dafür ist das Forum ja auch da! ;)

Zum Board und den DIMM Slots: 8 bzw. 16 GB pro Riegel reichen i.d.R. für die meisten "ottonormal" Usecases locker aus, besonders wenn man nur benchmarkt oder die maximale Performance in Games erreichen will. Klar bringt man mit 4 Slots mehr RAM unter, aber wenn das die Anforderung ist, wäre man doch meistens mit einer Workstation Plattform mit Quad- oder Octa-Channel besser beraten, mMn jedenfalls.

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RedF

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3,246 Kommentare 1,555 Likes

Finde solche Boards ja interessant, ich quetsche gerne das letzte bisschen leistung aus meinen komponenten ( hab da echt Spaß daran ).
Und zwei Dimms Slots reichen mir auch. Aber 600€, aua aua.

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P
Phelan

Veteran

136 Kommentare 121 Likes

Schöner Test und echt schickes MB.
Ach wenn ich nicht extrem OC mache und vermutlich auch nicht 600€ ausgeben würde , freud es mich mal so schöne aufgeräumte Layouts zu sehen wo nicht jedes Bauteil weggelassen wude was nicht unbedingt sein muss.

PS: auf einem 600€ MB würde ich Overkill an jeder Stelle erwarten und nicht kritisieren :)

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Xabbel

Neuling

6 Kommentare 0 Likes

...und bekommt dafür von EVGA mit dem Z590 Dark ein wirkliches Premium-Gesamtpaket für Overclocking auf der aktuelle Intel LGA1200-Plattform, vor allem optimal für den täglichen Gebrauch und mit Seltenheitsfaktor inklusive.

Huu bitte noch mal überarbeiten. Was ist damit gemeint? Auf Höhe der Intel Mainboard von EVGA?

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RedF

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3,246 Kommentare 1,555 Likes

Einen vergleich hat er doch garnicht gezogen.

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skullbringer

Veteran

269 Kommentare 256 Likes

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About the author

Xaver Amberger (skullbringer)

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