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Matisse Refresh – Licht und Schatten, Sidegrade oder echter Zugewinn? Vielseitigkeitstest von Alt gegen Neu und alle gegen Intel

Nun sind wir endgültig im Creation-Bereich angelangt und wollen uns einmal dem Rendering widmen. Ab jetzt wird übrigens auch der bisher eher erstaunlich genügsame Intel Core i9-10900K  zum Saufkumpan, denn jetzt wird erst einmal so richtig geschwitzt! Und gleich der erste Benchmark zeigt, warum manchmal auch die Kerne so ziemlich alles sind, denn sogar die alte Enthusiasten-Plattform von Intel erwacht zu neuem Leben. Gut, für den Chef der Ryzen Family reicht es nicht, aber der 12-Kerner muss durchaus Federn lassen. Zumindest der Ryzen 9 3900XT steuert noch etwas gegen.

Interessant ist 3ds MAX, denn hier performt der Core i9-10900K erstaunlich gut, muss sich aber nun auch dem Ryzen 9 3900XT geschlagen geben. Das merkt man natürlich an der Steckdose und den Temperaturen, die im Vergleich zum Ryzen fast schon explodieren. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Chiller. Mit Luft würde selbige wohl recht schnell ausgehen. Vorteil AMD, ohne Wenn und Aber.

Wenn ich mein Maskottchen in den Ring werfe, sieht es fast wieder aus wie Solidworks. Mehr Kerne braucht das Land! Aber eben nicht immer.

Beim fliegenden Klassenzimmer hebt der ältere Core i9-9980 XE dann völlig ab, allerdings auch an der Steckdose. Und man sieht sehr schon, was nur zwei Kerne mehr ausmachen, wenn man den Core i9-10900K mit den i9-9900K(s)-Geschwistern vergleicht.

Noch einmal Blender, aber jetzt auch zum vorletzten Mal. Der Core i9-10900K wird noch einen Platz durchgereicht, der Rest mit den ganzen Ryzen bleibt wie gehabt.

Der letzte Blender-Run ist eher eine Kombination aus Raytracing und Gedöns, also keine reine Parallelwelt mehr. Und Schwupps, ist der Core i9-10900K wieder oben mit dabei, während  sich die beiden Ryzen 9 3900XT und 3900X mal eine leichte Auszeit nehmen.

Beim Luxrender dominiert plötzlich Intels altgediente 2066-Garde und vermöbelt sogar alle Ryzen 9. Das macht den Unterschied zwischen dem WPC-Kommandozeilen-Renderer und dem Stand-Alone-Benchmark aus. Ein Schelm, der da gleich an den Compiler denkt. Aber auch das gibt es (noch) und musste einfach mal mit gezeigt werden. Ansonsten ist die Reihenfolge plausibel und die Leistungsexplosion der Intels auch an der Steckdose spürbar.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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