Datenspeicher Storage Testberichte

Lesertest: QNAP TS-251B aus der Sicht eines erfahrenen Anwenders

Vergangenes Jahr haben wir zwei QNAP TS-251B NAS-Systeme inklusive jeweils zweier Western Digital Red HDDs im Rahmen eines Lesertests verlost. Einer der Gewinner war Besterino, der den folgenden Lesertest verfasst hat und seine persönlichen Erfahrungen kundtun.

Einen flotten Desktop hat ja fast jeder. Meiner ist mit 10 Gigabit und 100 Gigabit im Netz, so dass es da keinen Flaschenhals geben sollte. Aber vielleicht mache ich noch ein paar Tests? Mal die 10TB WD HDDs in andere Gehäuse stecken und schauen, was geht? Also ist es Zeit, mal mein altes Chenbro ES34069 zu entstauben. Das war das Gehäuse meines ersten echten eigenen “Homeservers” (damals ein Ubuntu-Server) und selbst der Nachfolger des Gehäuses ist schon lange EOL. Den unerträglich lauten Original-Lüfter habe ich durch einen Noiseblocker ersetzt.

Darin stecken:
CPU/Board: Point of View ION-330 (mit einem Atom 330, 2 Kerne @1,6GHz)
RAM: 2GB? (glaube ich)
HDD: irgend eine ewig-alte Seagate 500GB

Irgendwie juckte es mich schon ewig in den Fingern und jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt, mal ein wenig mit Xpenology herumzuspielen. Was ist das? Im Prinzip das OS von Synology auf einer Selbstbaukiste. War ein gewisser Kampf das zum Laufen zu bekommen, aber am Ende: Success!

Die ersten Benchmarks laufen durch und ernüchtert stelle ich fest, wie langsam das System ist. Vermutlich lief im Hintergrund parallel noch die Datenträgerüberprüfung – das hatte ich völlig vergessen. Der erneute Test verläuft schon besser. Nicht überragend, aber zufriedenstellend. Die alte Kiste läuft noch!

Der zweite Testkandidat: QNAP TS-459U-RP+

Auch nicht mehr ganz taufrisch und mit einer Ausstattung, ähnlich zu dem Atom-based Eigenbau. Auch 4 Bays, allerdings mit dem QNAP-OS wahrscheinlich etwas schneller unterwegs. Immerhin verfügt das System über zwei Netzteile – aber nur einen Stromanschluss – und 2x 1Gbit LAN.

 

Unboxing

Die QNAP TS-251b kommt gut verpackt, auf dem Karton ist handschriftlich der Absender vermerkt. Im Lieferumfang ist alles enthalten, was für einen reibungslosen Start erforderlich ist, inklusive Netzwerkkabel CAT5E.

Erster Blick ins Innere, hinter die Frontabdeckung, offenbart ein kompaktes und übersichtliches Innenleben.

Sehr schön ist, dass der Lüfter offenbar einen Standard 4-Pin-Anschluss hat – der kleine Bläser hat sich beim Firmware-Update auch deutlich bemerkbar gemacht. Apropos bemerkbar machen: die QNAP SPRICHT! Wesentliche Statusmeldungen werden tatsächlich per Sprachausgabe (in Englisch) ausgeworfen (z.B. “System Boot completed”).

Noch schöner: der PCIe-Slot ist hinten offen, so dass auch elektrisch/mechanisch Karten, die größere als x2 sind, hineinpassen. Nach den PCIe-Spezifikationen dürfte also jede Karte auch mit (elektrischem) PCIe x1 funktionieren, nur eben nicht mit voller Bandbreite.

Probesitzen mit einer Intel x540 Dual 10Gbase-T Netzwerkkarte. In der Dell-Geschmacksrichtung mit Lüfter. Eine rein passive x540 hätte ich zwar auch noch, dürfte aber vermutlich (zu) mollig warm werden. Selbst eine Low Profile Blende stellt auch keine Alternative dar, denn das Gehäuse lässt sich nach dem Einbau mehr verschrauben. Dafür bräuchte man eine spezielle QNAP-Blende, die es für diese NIC im Zweifel nicht gibt.

Die TS-251B ist wohl offenbar vor dem Versand noch einmal getestet / in Betrieb genommen worden: es war bereits eingerichtet (Nutzer gesetzt usw.). Kann ich gut verstehen, wäre ja blöde wenn ein defektes Gerät beim Testkunden ankommt.

Auch die Platten waren nicht mehr verschweißt verpackt und wohl Testpartitionen drauf. Danke an Igor für den Hinweis, dass man die außerhalb der QNAP einmal von allen etwaigen Partitionen befreien sollte! Nach einem Reset auf Werkseinstellungen per 3-Sekunden-Tastendruck hat sich das gute Stück dann auch brav eine IP von meinem DHCP-Server gezogen über ich konnte mich der Software widmen. Das initiale Setup war echt einfach in wenigen Schritten erledigt:

Startscreen für den Setup-Prozess
Wesentliche Grundeinstellungen (Netzwerk-Name und Admin-Kennwort)
Zeiteinstellungen
Netzwerksettings

 

Speicher einrichten

Da ich ja aktuell eh nur eine Platte habe, kann ich auch “static” für die beste Performance nehmen. Mehrere Volumes benötige ich voraussichtlich auch (erst einmal) nicht.

Zu Testzwecken wird dann auch schon einmal die Multimedia-Funktionen aktiviert
Zusammenfassung
Die Einrichtung mit den gewähnten Optionen dauerte erstaunlich lange

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