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Kolumne: Ich mag i,Robot.

Ich mag den Film i,Robot. Nicht, weil er eine besonders originelle Handlung oder überzeugende Schauspieler bietet. Sondern weil dort die Idee einer, mit Menschen kommunizierenden Maschine, so gut darstellt wurde, wie in kaum einem anderen Film. Es ist zugleich eine visionäre Blaupause für unseren eigenen Weg zu einer künstlichen Intelligenz.

(C)20th century fox

Aktuell befinden wir uns im zweiten von vier Akten. Kurz vor dem Ende dieses zweiten Aktes, während die ersten Anzeichen des dritten Aktes bereits in ihrer Blütephase zu beobachten sind. i,Robot zeigt wie die gigantische Datenmenge erhoben, wie sie verarbeitet und wie sie wiedergegeben wird. Den Anfang machte vor einigen Jahren das unter dem Buzzword „Big Data“ bekannte Sammeln von Daten. Der plötzlich gestiegene Bedarf an Datenspeichern brachten dem Speichermarkt nicht nur einen Boom, sondern resultierte auch in der Weiterentwicklung von Speichertechnologien. Von der rotierenden Festplatte, zu dem SATA-Flash-Speicher bis hin zum NVMe-Flash mit PCI-e X4-Anbindung direkt am Motherboard. Im Film i,Robot werden diese Daten am laufenden Band von den Robotern erhoben, zwischengespeichert und zur Weiterverarbeitung aufbereitet.

Die gigantische Datenmenge, die durch Big Data entstanden ist, war ohne einer Auswertung nicht nützlich. Die Daten also zu haben ist zwar schön, aber sie auch verarbeiten zu können, ist halt einfach noch schöner. Und hier erlebten wir erst vor kurzem die technologische Antwort auf das Problem: Grafikkarten. Waren früher Zusammenschlüsse geräumiger Rechenzentren nötig, um die Datenmengen auszuwerten, erledigen GPUs diese Arbeit deutlich schneller. Dabei nehmen sie deutlich weniger Platz ein, sind erschwinglicher und energieeffizienter. Dank der Blockchain konnten Algorithmen ausgearbeitet und erprobt werden, von denen nun Beschleunigungskarten wie die Nvidia Tesla V100 oder die AMD MI25 Vega profitieren. Die Endverbraucher können sich dann wiederum – ähnlich wie es schon beim Markt für Datenspeicher war – auf erschwingliche und schnelle Produkte freuen.

In i,Robot werden diese Knotenpunkte für die beschleunigte Auswertung von Daten, durch die VIKI-Stationen symbolisiert, an denen die NS-5 „Haushaltsroboter“ ihre Batterie aufladen und Firmware-Updates einspielen können. Dieses ausgelagerte Rechen-Zentrum kennen wir bereits von einem weiteren Buzzword: Internet of Things (IoT).

Der dritte Akt kündigt sich schleichend an. Unsicher streckt er seine Fühler aus und verbrennt sich dabei die Finger, wie an einer heißen Herdplatte. Angefangen mit Apple Siri (von Nuance Communications entwickelt), über Amazons Alexa (die immer wieder ein massives Privatsphäre- und Verhaltensproblem hat) über Google Home, das selbstständig Anrufe beim Friseur tätigt.

Noch sind die Möglichkeiten sehr beschränkt. Doch diese kleinen und wackligen Schritte werden zu einem Sprintlauf werden, sobald die besagten Ai-Beschleunigungskarten sich in einer kompakten Form, verlötet auf Motherboards, zu einem Standard entwickelt haben. Wenn jeder PC und jedes Smartphone die Inhalte, die sie sammeln und wiedergeben, bereits vollständig in ihren Mega-Daten-Aspekten vorbereitet weitergibt. Wenn die Datenbeschleunigung, ähnlich wie die Grafikbeschleunigung, zu einem Grundelement der Computernutzung geworden ist.

Die Wiedergabe der verarbeiteten Daten steckt noch in den Kinderschuhen. Abseits der Menschen-ähnlichen Aussprache, die in erster Linie durch die Software bestimmt wird, müssen Mikrofone und Boxen (eigentlich ja Treiber) eine evolutionäre Weiterentwicklung durchleben. Die Integration in Häuser und Wohnungen, ähnlich wie es i,Robot mit dem VIKI-System gezeigt hat, findet bereits jetzt statt. Doch bis Alexa und co. in einer gut und natürlich klingenden Ausführung zu erschwinglichem Preis erscheint, vergehen paar Jährchen. Stellt euch doch nur ‘mal einen PC-Monitor mit hochwertigen Lautsprechern für einen PC-Sprachassistenten vor. Microsoft liefert mit Cortana unter Windows und Apple mit Siri unter MacOS die Assistenten. Und die großen Monitorhersteller wie iiyama, Samsung, Sharp sowie LG führen in Zusammenarbeit mit Audio-Specialisten wie beyerdynamic, Bose und co. Bildschirme mit hervorragendem Audio-System ein.

Ob wir uns im letzten Viertel unseres Filmes dann mit Skynet, VIKI oder HAL 9000 anlegen müssen, das sehen wir noch.

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