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KFA2 GeForce RTX 2080 Ti Hall of Fame im Test – Heißer, weißer Kracher mit Fun-Faktor | igorsLAB

Zusammenfassung

Der fast 1,5 Kilo schwere Brocken ist über 300 Gramm leichter als die MSI RTX 2080 Ti Lightning Z, aber übertaktet fast genauso schnell. Hier limitiert am Ende wohl nur die Luftkühlung, denn theoretisch wäre mit diesem BIOS und dieser Platine auch noch mehr drin. Aber egal wie viel man auf die Spannungswandler drückt, die KFA2-Karte ist stets deutlich kühler, vor allem bei den Spannungswandlern und dem Speicher. Das kann gefallen, denn sehr viel lauter ist sie nämlich nicht.

Das angebotene Power Limit von 450 Watt ist brutal und für eine Luftkühlung eigentlich völlig over the top. Ob man nun die hauseigene AI-Software samt Spannungsspritze nutzt, oder nicht, das hängt vom Mut des Käufers ab, ist aber für Luftkühler im Extremfall eigentlich reichlich sinnfrei. Aber so um die 2 GHz kann man locker reißen, selbst die 2,1-GHz-Marke wird noch eindrucksvoll gemeistert. Das wiederum ist eine schöne Hausnummer.

Wegen des Gewichtes der Karte hätte ich allerdings ganz gern noch einen Grafikkartenhalter gehabt. Aber da muss man wohl selbst suchen. Denn es gibt nur eine Plexiglasillumination als Zugabe, aber halten kann die nichts. Nur leuchten und schön aussehen. Immerhin etwas.

 

KFA² GeForce RTX 2080 Ti HOF, 11GB GDDR6, HDMI, 3x DP, USB-C (28IULBUCV6DK)

 

Die Optik passt also, die Leistung erst recht. So gesehen ist diese Karte als fast schon 3-Slot-Design die brutalstmögliche Alternative zu Nvidias Founders Edition. Die Bestückung der Platine geht absolut in Ordnung und es kommen die gleichen Smart Power Stages zum Einsatz wie auch bei der Nvidia-Karte. Man arbeitet mit insgesamt 16 Spannungswandlerkreisen für die GPU, also drei mehr als die Referenz. Trotzdem sind es effektiv acht Phasen für die GPU und drei für den Speicher, was absolut ausreichend ist.

Ich fasse schnell noch einmal zusammen, was ich auf den letzten Seiten so alles im Detail geschrieben habe, denn der Leser braucht ja auch immer eine kleine Erinnerungshilfe. Und für die typischen Erste-Letzte-Seite-Leser hätte ich dann sogar noch den versteckten Hinweis, dass es sich durchaus lohnt, auch mal den Rest dazwischen zu lesen. Der ist nämlich interessanter, als man vielleicht so denkt 😉

Pro Kontra
Sehr gute Kühlperformance
Überlegtes Platinenlayout
Sehr gute Komponenten
Exzellente Verarbeitung
Extrem hohes Power Target ab Werk
OLED-Display
LED-Beleuchtung
Hohe Leistungsaufnahme im Idle
Etwas zu niedriger Boost ab Werk
Hohes Gewicht
3 Slots benötigt
Hoher Preis

 

Fazit

Schön weiß, nicht heiß (im Sinne der Kühlung) und mit jeder Menge Potential zum Übertakten bietet KFA2 mit der GeForce RTX 2080 Ti HoF eine sehr attraktive Karte, die zumindest vom Optischen her ein echtes Alleinstellungsmerkmal besitzt. Es ist quasi die Bright Side of Life unter den Grafikkarten, die sich das Wort High-End durchaus ehrlich verdient hat.

Gut, die Karte kostet, aber wer schön sein will, muss leiden (und zahlen). Über die Goldimitationen und das Plastikkrönchen kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber was soll’s? Lieber einen optischen Spleen als eine graue Maus in Tüten. Das Display tut sein Übriges und wer den Schotter übrig hat, sollte damit seinen Gaming-Weg schon gediegen pflastern können. Da ruckelt und zuckelt auch nichts mehr, denn so ganz nebenbei ist die Karte auch sauschnell, wenn man sie engagiert übertaktet.

 

 

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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