Messgeräte und Werkzeuge Praxis Testberichte

Update: Keysight U1233A im Test – Wer misst, misst nicht immer Mist! Semiprofessionelles Messgerät statt Baumarkt-Müll

Das Innenleben

Dank einer Rückmeldung vom Marketing vom Keysight ist es mir nun doch möglich etwas vom Innenleben des Multimeters zu zeigen. Hier muss ich Daniel Bogdanoff von Keysight danken, da das Öffnen des Gerätes normalerweise natürlich zu einem Garantieverlust führt. Um das Innenleben zu Gesicht zu bekommen muss man letztlich nur die 2 Schrauben auf der Rückseite öffnen.

Unterseite des Multimeters ohne Schutz

Als Erstes sehen wir uns den Deckel an:

Auf den ersten Blick kann man hier schön eine zusätzlich angebrachte Schirmung erkennen. Auf folgendem Bild habe ich ein paar Details farblich markiert. Rot markiert habe ich den Summer. Hier erklärt sich auch die hohe Lautstärke des Multimeters. Stichwort: Gehäuseschall. Grün markiert ist die Linse für die Taschenlampe, Blau sind die Lichtleiter für die Infrarotschnittstelle und Rosa sind die Kontakte für die Batterieanbindung.:

Die Leiterplatte

Das Multimeter selbst sieht nach dem Öffnen so aus:

 

Man sieht sehr schön die große Sicherung für den 10A Messbereich. Auch kann recht schön sehen, wie bei den Leiterbahnen zwischen der Sicherung den SMD-Bauteilen ein recht großer Abstand zu den Kupferflächen größer ist. Dies hat damit zu tun, dass eine größere Spannung eine größere Distanz ohne leitendes Material überbrücken kann. Positiv ist aus meiner Sicht auch, dass die Durchkontaktierungen in dem Bereich der SMD-Bauteile mit Lötstopplack überzogen wurde, was meiner Meinung nach der Langzeithaltbarkeit zuträglich ist.

Jetzt kann man sich die Sache natürlich genauer ansehen. Hier eine grobe Übersicht – Blau sind die Schraubkontakte für die 4mm-Buchsen, Lila die LED, die für die Taschenlampe verwendet wird:

Jetzt betrachten wir den Drehknopf (Wahlschalter). Dieser ist auf der Übersicht oben rot markiert.

Diese LEDs sind in der Übersicht grün markiert

Der Mikrocontroller ist in der Übersicht gelb markiert und der dazugehörige Quarz orange. Der Controller selbst scheint ein 8Bit-Mikrocontroller vom Typ 78F0485 von Reneseas sein.

Die Anschlüsse für den Summer habe ich in der Übersicht rosa markiert und ja, es sind Federkontakte.

Zu guter Letzt werfen wir noch einen kurzen Blick auf einen Teil der anderen verwendeten Bauteile. So wurde als Analog-Digitalwandler offensichtlich ein 20-Bit ADC vom Typen AD7781BRZ von Analog Devices verwendet.

Hier scheinen wir einen Dual-Operationsverstärker vom Typen OPA2348A von Texas Instruments zu haben.

Das hier dürfte wohl ein Dual 4-Kanal Multiplexer vom Typen MAX4582 von Maxim Integrated zu sein.

Hier scheinen wir noch einen EEP-Rom vom Typen AT24C64D von Atmel (Microchip) zu haben, welcher über I2C angebunden werden kann.

Die CD405xB Analog/Digital-Schalter/Multiplexer von Texas Instruments scheinen relativ viel in dem Multimeter verbaut worden zu sein.

Insgesamt ist die IC-Auswahl zwar bunt gemixt, sieht aber zweckmäßig aus und auch stromsparend aus. Soweit ich das beurteilen kann, wurde durchgehend auf durchaus renommierte Hersteller gesetzt. Die Lötstellen geben mir auch keinen Grund zur Klage.




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