Prozessor Redaktion Testberichte

Intel Core i9-11900K, Core i7-11700K, Core i5-11600K und Core i9-10900K gegen Zen3 – Last man standing in Silizium

Borderlands 3

Borderlands 3 ist eines der Beispiele, warum ich mit einer Radeon RX 6900XT und nicht mit der GeForce RTX 3090 gebenchmarkt habe. Zugegeben, es ist ein eher für AMD-Hardware geeigneter Titel, aber Resizeable BAR ist hier wirklich ein Thema. Was das bringt, wenn es gut implementiert wird, zeigt sich sogar noch in 720p an der Balkenlänge:

 

Shadow of the Tomb Raider

Auch in diesem DirectX-12-Spiel zeigen sich die Unterschiede erst, wenn man eine leistungsstarke Radeon-Grafikkarte ins System steckt. Außerdem fällt auch auf, dass der ältere Core i9-10900K noch vor den ganzen CPUs der 11. Generation liegt. Das hatte ich so nicht erwartet, aber man kann es ja einfach nachmessen. Auch hier ist der integrierte Benchmark mit seiner langen Laufzeit eine gute Hilfe für recht stabile Ergebnisse. Das Spiel profitiert von der Anzahl der Kerne und Resizeable BAR.

Watch Dogs Legion

Auch das dritte Spiel sieht die AMDs Ryzen-CPUs deutlich vorn – bis auf den Ryzen 5 5600X, der sogar deutlich hinter den Core i5-11600K zurückfällt und der einmal mehr am Takt scheitert. Zur Beruhigung alle GeForce-Besitzer, die auf eine neue Intel-CPU spekulieren: diese Auflösung ist etwas für meine Galerie, aber doch auch reichlich lebensfremd. Aber es kommen ja noch andere Auflösungen, wo auch NVIDIAs Treiber nicht mehr so eklatant bremsen.

Far Cry New Dawn

Ein wirklich abschreckendes Beispiel für eine CPU-Blockade brauche ich dann allerdings auch noch. Dieser uralte DirectX-11-Titel zeigt nämlich ein sehr interessantes Ergebnis in 720p, weil die CPU generell dermaßen limitiert, dass der Core i7-11700K und der Core i9-11900K sogar bei den 1% Low FPS deckungsgleich abschneiden und der Core i9-10900K zumindest bei den FPS noch gleichauf liegt. Das grenzt alles schon an eine bösartige Arbeitsverweigerung…

Selbst der Ryzen 5 5600X ist hier noch fast gleich schnell unterwegs, hoppelt aber beim Bildlauf schon etwas stärker. Der Core i5-11600K ist hingegen deutlich abgeschlagen, während der Unterschied zwischen den anderen CPUs eher marginal ist. Mit 2-3 FPS liegt man zwar deutlich oberhalb der Toleranzgrenze, aber es zeigt auch, wie wichtig konsistent auszuführende Benchmarks und Grafikkarten auf finaler Betriebstemperatur sind.

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W
WedgeAntilles

Neuling

4 Kommentare 4 Likes

Technisch zweifellos keine Offenbarung und wenig aufregend.
Dafür bekommt man bei RL einen deutlich günstigeren 6-Kerner und einen günstigeren 8-Kerner als bei Zen3.
Was unterm Strich bedeutet, dass ich bei Intel aktuell mehr Frames pro Euro bekomme wenn ich zocken will.

Die Leistungskrone bleibt bei AMD, spätestens wenn man 12 Kerne und mehr braucht führt an Zen 3 ja eh kein weg vorbei.

Wenn ich aber nicht das letzte Frame benötige sondern einen schnellen Spielerechner mit möglichst gutem Preis-Leistungs-Verhältnis möchte, bin ich bei RocketLake genau richtig. Und besser aufgehoben als bei AMD. Auch wenn AMD natürlich "cool" und "angesagt" ist - ob einem das den Aufpreis wert ist muss jeder selber entscheiden.

In wie fern es Sinn macht sich jetzt RL zu kaufen lasse ich dahingestellt - wer warten kann sollte sicherlich auf AlderLake warten.
Aber es gibt ja viele Gründe weswegen halt jetzt zwingend ein neuer Rechner her muss und nicht erst in 9-12 Monaten.

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D
Deridex

Urgestein

1,643 Kommentare 470 Likes

Der 6Kerner scheint tatsächlich deutlich günstiger zu sein und wäre aus meiner Sicht recht gut. Aber bei den 8Kernern lande ich persönlich aufgrund Verbrauch und Kühlung wieder bei AMD.

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Igor Wallossek

Format©

5,321 Kommentare 8,256 Likes

Den Text hätte man früher 1:1 bei AMDs CPU-Launches bringen können. Wie sich die Zeiten doch ändern :D

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ArthurUnaBrau

Mitglied

98 Kommentare 26 Likes

@Igor Wallossek
Zählt es, dass ich PBO und so komplett aushabe und meinen Ryzen einfach mit 4,7Ghz allcore bei 1,25V laufen lassen? ;-)

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K
Kobichief

Veteran

436 Kommentare 86 Likes

Meine Erwartung war, vergleichbare Leistung wie die Ryzens mit niedrigerer oder gleicher Taktgeschwindigkeit.
Da man jetzt aber die Taktraten Vollgas ausreizen muss um Mitzuhalten zu können, scheint entweder die Architektur oder der Backport nicht so geil gelungen zu sein, bzw Einschränkungen und zu viele Kompromisse zu haben. Hoffe mal Intel kriegt das mit der nächsten Generation in den Griff.

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R
RX Vega_1975

Veteran

449 Kommentare 43 Likes

@Igor Wallossek

Wie Wahr du da zitierst was Einst mal war :)
So wie bei Karl May.

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Freiheraus

Mitglied

19 Kommentare 29 Likes

Dass die Leerlaufleistungsaufnahme und Teillast(1Kern)leistungsaufnahme trotz monolithischem Design so gestiegen ist, ist wohl dem hohen Takt und breitem Design und evtl. PCIe 4.0 geschuldet. Ich bin auf den Vergleich mit Ryzen 5000G aka Cezanne gespannt, das könnte effizienztechnisch noch deutlich unangenehmer für Intel werden, wobei der wiederum nur PCIe 3.0 bieten wird.

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M
MoGas

Mitglied

10 Kommentare 9 Likes

Shadow of the Tomb Raider in 720p. Ich dachte zuerst, die x-Achse ist gekürzt...
Das sieht echt übel aus für Intel :eek:

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O
Oberst

Veteran

136 Kommentare 34 Likes

Der 6-Kerner hat aktuell einen Preisvorteil von 40€, was schon eine Hausnummer ist. Allerdings kann man beim AMD aufgrund des niedrigen Verbrauches vielleicht ein billigeres Board nehmen, auf dem einfachere VRMs sind. Das kompensiert den Preisvorteil des Intel zu Teilen wieder. Und der AMD ist dabei noch etwas schneller (je nach Spiel mal mehr, mal weniger), insofern ist im Endeffekt der Vorteil für Intel vermutlich nicht so hoch, wie man meinen würde, aber durchaus da.
Es gibt übrigens auch noch andere Gründe, die in die Kaufentscheidung eingehen. Wer bisher ein B450 Board mit Ryzen2k hat und aufrüsten will, der wird kaum auf Intel wechseln. User mit LGA1200 werden eher nicht auf AMD switchen und für manche Leute zählen noch andere Faktoren.
Im Endeffekt hat man wieder einen schönen Zweikampf, wobei sich, wie Igor schon geschrieben hat, diesmal die Vorzeichen gedreht haben. AMD hat die modernere Fertigung und vermutlich deshalb auch die Nase vorne. Aber zum Glück nicht so weit, dass sie sich zurück lehnen können. Und jeder User kann das kaufen, was ihm gefällt, ohne von anderen Usern gleich Kopfschütteln zu ernten... Das war nicht immer so.

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C
Capsaicin

Veteran

184 Kommentare 84 Likes

Das ist ja schon fast enttäuschend. Nachdem Intel über die letzten 5 Jahre die gleiche Technik (Skylake, 14nm) immer wieder einfach nur neu aufgebrüht und damit enorme Leistungssprünge gemacht hat (4C -> 10C, 4,2GHz -> 5,3GHz Turbo), ohne dabei exorbitant teurer zu werden (den 10850K gibt's für 380€), bringen sie jetzt einen wenig schnelleres, neues Prozessor-Lineup, der die bisherigen Vorteile gegenüber den Ryzens zunichte macht: Geringe Leistungsaufnahme im Idle (für die ganze Plattform) und die teils gute Effizienz bei leichten Workloads (z.B. Spiele in hohen Auflösungen). Bleiben als Pro-Argumente vor allem AVX-512 und ein paar andere Features, und der Preis.
Nicht, dass Intel ein besseres Produkt nötig hätte, um Umsatz und Gewinn zu steigern...

Allerdings, für eine 14nm-CPU ist es trotzdem ein erstaunliches Stück Technik. Auf dieser Basis darf man gespannt sein, was Alder Lake auf den Tisch bringt mit nochmals neuen Kernen und besserer Fertigung.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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