Arbeitsspeicher Gaming System Testberichte

Hält der neue High-End RAM für Ryzen 5000, was er verspricht? – G.SKILL DDR4-3800 CL14 2x 16GB Kit im Test

Getestet wird auf den neuesten Mainstream-Plattformen von Intel und AMD, beide auf ihr respektives, mit Raumtemperatur erreichbares Maximum übertaktet. Als Benchmarks verwenden wir Geekbench 3 64-bit in der Version 3.4.3, AIDA 64 Cache & Memory Benchmark in der Version 6.30.5500 und Cyberpunk 2077 mit Patch 1.06 und dem Preset „Raytracing: Ultra“, zur Übersichtlichkeit heute nur in 1080p und 2160p. Als Benchmark für Cyberpunk 2077 verwenden wir einen 60-sekündigen Fahr- und Lauf-Parcours um den „Kabuki Market“, der uns erlaubt reproduzierbar die diversen Hardware-Anforderungen dieses Titels zu untersuchen. Aufgezeichnet und gemessen wurden die Daten mit dem Tool Nvidia Frameview, basierend auf der Open-Source Software PresentMon. Getestet wurden jeweils mehrere Durchläufe und die Ergebnisse entsprechend gemittelt.

Die vollständige Hardware der Testsysteme gibt es hier nachzulesen:

Testsysteme
Hardware:

AMD Plattform:
MSI MEG X570 Unify Mainboard (BIOS A82)
AMD Ryzen 7 5950X CPU (PBO: 350W, 300A, 300A, ~ 4.6 GHz All-Core, 5.05 GHz Single-Core)
Superflower Leadex Gold 1600W Netzteil
Samsung 860 Evo 500GB (SATA 3, OS) SSD
Windows 10 Pro 64-bit (2004) Betriebssytem

Intel Plattform:
ASUS Maximus XII Apex (BIOS 1002)
Intel core i9-10900KF (5.4 GHz All-Core, 5.2 GHz Cache)
Corsair HX850i Netzteil
SanDisk SSD Plus 240 GB (SATA 3, OS) SSD
Windows 10 Pro 64-bit (2004) Betriebssystem

Nvidia GeForce RTX 3090 Founders Edition Grafikkarte

Kühlung:

TechN CPU Waterblock AMD AM4 CPU-Block
Arctic MX-4 CPU TIM
Alphacool NexXxoS ST30 480mm + HardwareLabs Black Ice GTX 240mm Radiatoren
4x Phobya NB-eLoop 120mm 1600rpm + 2x Noiseblocker NB eLoop B12-4 120mm Lüfter
EK D5 PWM Pumpe

Supercool Computers Direct Core MARK 6 CPU-Block
Coollaboratory Liquid Ultra CPU TIM
2x 360mm HardwareLabs Black Ice GTX / Nemesis GTS Radiatoren
9x Noctua NF-A12x25 PWM Lüfter
2x EK D5 PWM Pumpen

Gehäuse:

Open Benchtable

Lian-Li O11 Dynamic

Peripherie:

Benq XL2720 Monitor
KBC Poker 2 (Cherry MX Clear) Tastatur
Zowie FK1 Maus

Acer XB270HU Monitor
Ducky One 2 SF (Cherry MX Brown) Tastatur
Logitech G900 Maus

XMP Vergleich – Out of the Box Performance

Zunächst betrachten wir die Leistung mit geladenem XMP Profil, verglichen mit anderen zuvor getesteten DDR4 Produkten. Die Kompatibilität war übrigens einwandfrei, sowohl auf AMD und Intel Testsystem konnte vom XMP Profil gebootet werden ohne weitere Einstellungen im BIOS tätigen zu müssen. Auch die Stabilität im XMP mit 1.5V war dank der üppigen Heatspreader zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Hier hat G.SKILL ganze Arbeit geleistet.

Zur besseren Übersichtlichkeit werden die Speicherprodukte in den Diagrammen wir folgt abgekürzt:

  • GTZN: G.SKILL Trident Z Neo
  • PVSR: Patriot Viper Steel RGB
  • GVK: G.SKILL Ripjaws V
  • CB: Crucial Ballistix

Des weiteren wurden folgende Abkürzungen verwendet:

  • 3200/3600/3800/4000: Die jeweilige DDR4-Taktrate spezifiziert in MT/s
  • CL: CAS Latency, das erste Primärtiming
  • SR: Single-Ranked
  • DR: Dual-Ranked
  • 5950X: Testsystem mit AMD Ryzen 9 5950X CPU
  • 10900K: Testsystem mit Intel Core i9 10900KF CPU

Also los geht’s, zuerst mit den Synthetics und zum Schluss noch ein bisschen Cyberpunk.

 

Im AIDA64 Read Test kann sich das Kit im heutigen Test deutlich von der Konkurrenz absetzen. Eigentlich logisch denn, auf AMD ist die Bandbreite ohnehin vom FCLK limitiert und somit profitiert das Kit hier besonders von seinen Timings und auf der Intel Plattform hatte ich bisher noch nichts vergleichbares im Test.

Im Write ist die Geschichte quasi identisch, lediglich die kleine Single-Rank Verwandtschaft von G.SKILL mit den Ripjaws V DDR4-4000 kann annähernd mithalten. Auch die Patriot Viper Steel RGB mit 4 Modulen und damit ebenfalls im Dual-Rank sind weit abgeschlagen.

Im Copy Test wird der Abstand nochmal größer, denn hier kommt zusätzlich zur geringen Latenz auch noch der Dual-Rank zum Tragen, bei denen sich die Ranks effektiv abwechseln und somit die Lese- und Schreib-Befehle schneller abarbeiten können.

Im Latency Test hat das GVK Sinlge-Rank Kit technisch einen kleinen Vorteil, der sich auch in den Ergebnissen bemerkbar macht, aber dank den straffen Timings der GTZN ist der Unterschied relativ gering und gerade so außerhalb der Messtoleranz.

Im Geekbench 3 hat die AMD Plattform aufgrund des großen Caches Architektur-bedingt einen deutlichen Vorteil. Aber auch hier sucht die Performance des heutige Testkits von G.SKILL seines gleichen. 

In Cyberpunk 2077 kommen dann alle Vorteile zusammen, ähnlich wie im Geekbench 3 oder AIDA64 Copy Test. In 1080p können sich G.SKILL Trident Z Neo deutlich von den anderen Produkten absetzen, sowohl bei den Average FPS, als auch bei den 1% Lows.

 

Auch bei der Frametime Varianz macht sich hier schon ein Vorteil für die GTZN in Form von merklich weniger Frametimes größer als 4 ms bemerkbar, während sich die anderen Kits weitestgehend auf dem selben Niveau befinden.

Im UHD sind wir natürlich größtenteils GPU-limitiert und Vorteile bei RAM und CPU werden bei den Average FPS verschwindend gering.

Hingegen bei der Frametime Varianz sehen wir wieder einen klaren Vorteil für das GTZN Kit, dass sich wieder auf beiden Testplattformen im XMP deutlich von den anderen Kits absetzen kann.

Wenn wir die Performance in allen Benchmarks zusammen kumulieren, separat für AMD und Intel versteht sich, und das GTZN Kit als 100% Referenz verwenden, sehen wir einen klaren Vorteil gegenüber allen anderen getesteten Konfigurationen. In Anbetracht der XMP Spezifikationen war dies aber auch zu erwarten.