Grafikkarten Hardware Testberichte

VGA Extrem: rechteckiges Rührei, Hot Dog, Fondue und Heizungsbenchmark | Retro vor 10 Jahren

Grafikkarten und Kühlung 2010

Bauchschmerzen auf breiter Front. So clever wie die Ingenieure bei AMD und Nvidia ihre Zwei-Loch-Kühlung finden mögen, wir würden diese Idee lieber abstrafen als bejubeln. Was im offenen Testaufbau noch für einigermaßen brauchbare Werte gut ist, das sorgt im Gehäuseinneren für Hitzestau und Komponentengefährdung. Egal ob Festplatten oder CPUs an der Leistungsgrenze – solche Innentemperaturen sind also nicht praktikabel. Wir raten zu einem Gehäuse, bei dem das Grafikkartenende direkt auf eine Öffnung in der Frontblende zeigt, die man auch herausnehmen kann. Ein Umbewegen der Heißluft im Gehäuse ist mühsam und kaum zu realisieren.

Fazit 2010:

Beide Karten sind reine Showobjekte mit sehr eingeschränkter Alltagstauglichkeit, solange man keine Wasserkühlung einsetzen kann und will. Hier sind zwei (schnellere) Einzelkarten im SLI bzw. Crossfire auf jeden Fall die bessere Wahl.

Ein paar Worte an die Hersteller möchten wir gern mit anbringen: weniger ist mehr! Warum kann man sich nicht auch auf eine Leistungsobergrenze beschränken, so wie sich einige Automobilhersteller bereits freiwillig auf eine Höchstgeschwindigkeit der Autos eingelassen haben? 200 bis 250 Watt reichen, mehr braucht kein Mensch – eher weniger. Intensivieren statt extensivieren, das wäre sicher ein richtiger Schritt in die Zukunft. Wir wollen hier nicht den heilbringenden Öko-Engel geben, dazu sind wir zu sehr Spieler und Leistungsfanatiker. Aber wir möchten zumindest einen Punkt, den man als Grenze zwischen Brauchbarkeit und Leistungswahn setzen kann. Das ist nicht viel, wäre aber sicher schon mal ein Anfang.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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