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Es muss nicht der Apple Mac Pro sein: Workstations können 2020 stylisch, leistungsstark und erschwinglich sein | 10 TB SSD-RAID | Wasserkühlung | AMD Threadripper 2990WX

Apple hat nach einer weit vorweggegriffenen Ankündigung den Mac Pro endlich auf den Markt gebracht und damit sowohl für einige Lacher, einige Kopfschüttler und einige kreative Gedanken gesorgt. Außerdem fragten sich einige, wie man eine Radeon Pro Vega II Duo Grafikkarte exklusiv für den Mac herausbringen und den offenen Windows-Markt ignorieren kann. Doch kreative Anwender müssen insbesondere heutzutage nicht mehr auf Apple-Produkte setzen. Dank AMDs jüngster Bemühungen im Profi-CPU-Markt gibt es mit dem Threadripper einen günstigen Mehrkerner mit enormer Leistung. Adobe hat über die vergangenen Jahre an ihrer Cloud-Lösung weitergearbeitet und die plattformübergreifend funktionierenden Anwendungen komplett an die freie Infrastruktur, die die Windows-Welt bietet, angepasst.

Der große Vorteil ist in erster Linie natürlich die Individualität des Ökosystems, den Apple mit dem neuen Mac Pro hingegen erst Schrittweise einführt. Modularität kann für den PC-Anwender der reine Austausch der Komponenten sein, aus der industriellen Sicht erhält man eine Vielzahl standardisierter Schnittstellen, wodurch die Hardware eben in hohem Maß miteinander kompatibel ist. Apple-Produkte aus der Monitor-Sparte sind auch mit Windows Systemen kompatibel. Ebenso läuft Mac-Zubehör auf dem PC. Umsteiger müssen also nicht von Grund auf alles neu erwerben.


Eine Frage des Designs

Nun werden einige unserer Leser sich nun fragend am Kopf kratzen während ein „aber das weiß ich doch schon alles“ über die Lippen entfleucht. Aber dann habt ihr so ziemlich die gleiche Verwunderung wie ich selbst, als mir ein befreundeter Grafikdesigner aus der Apple-Welt seine neu gewonnenen Erkenntnisse mitteilte. Der neue Mac Pro lässt also selbst hartgesottene Apple-Fans sich nach Alternativen umsehen. Und weil bei Apple das Design im Vordergrund steht, will ich auch damit beginnen.

Die bereits angesprochene Vielfalt trifft aus standardisierte Bauformen, was in flexiblen Workstations resultiert. Passend zur Office-Ausstattung gibt unterschiedliche Designs sowie Materialien und auch die Formen können variieren. Schon längst ist der graue Metallkasten unter dem Schreibtisch ein überholtes Klischee. Und wer sich ausgerechnet in das Apple-Design verliebt habt, bekommt mit dem „Dune Pro“ einen 1:1 Nachbau aus hochwertigem Aluminium.

Die Windows-Workstation-Welt wartet aber auch mit Glas als Material auf, oder dunklem, gebürstetem Aluminium. Es gibt dezente und elegante Kasten-Gehäuse, aber auch ausgefallene Open-Frame-Lösungen, die die verbaute Technik wie Vitrinen präsentieren. Die Beleuchtung – falls denn eine erwünscht ist – lässt an die eigenen Unternehmensfarben anpassen oder sich nahtlos in die Gesamtbeleuchtung der Büroräume integrieren. Statt blinkender RGB-LED-Alles-so-bunt-hier-Ausleuchtung, gibt es elegantes Weiß. Und statt Aquarium mit lebendigen Fischen gibt es eine Wassergekühlte Workstation, die aus der Verbauten Hardware wirklich 100%-Leistung herausholt, selbst wenn das Rendering mehrere Tage dauert.

Kurzum: Es ist so ziemlich alles möglich, was man sich vorstellen kann. Statt einheitlichem Design zur Klassifizierung der Masse, so klein sie auch sein mag, und hin zu Individualismus am Arbeitsplatz. Bis ins Kleinste zugeschnittene Lösungen für eine perfekte Balance zwischen Design, Leistung und Kosten. Und ganz Apple-like mit Rund-Um-Service, Garantie, Belegabwicklung und das über drei oder mehr Jahre. Apple Care 1.5 so zusagen. Und ja, es gibt Batch-Verarbeitung für die Konvertierung von iWork-Dokumenten zu Microsoft Word.

Für meine Ausführungen verwende ich eine Workstation, die genau die drei bereits erwähnten Schwerpunkte aufgreifen, die beim Kauf einer Workstation zum Tragen kommen: Design und Funktionalität, Preis und Folgekosten sowie als dritten Punkt die Leistung. Um das Kapitel „Design“ für diesen Moment abzuschließen, verweise ich auf die Seite “Ab in die Hands-On area: Das Gehäuse”, in dem das Verwendete 678C im Detail beschrieben wird. Und um in der traditionellen Manier hervorragend inszenierter Apple Keynotes zu bleiben, befassen wir uns auf der folgenden Seite um die Leistung und Komponenten in der Workstation-Konfiguration, bevor wir abschließend zur Preisfrage kommen. Auch bei Apple kommt der Preis immer zum Schluss. Auch wir wollen mit dieser Tradition nicht brechen.

Apple Mac Pro, Xeon W-3223, 32GB RAM, 256GB SSD, Radeon Pro 580X [Late 2019 / Z0W3]

McExpertca. 2-4 Wochen6499,00 €*Stand: 08.04.20 23:06
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About the author

Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.




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