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Epic Games scheitert mit Antrag auf Sonderregelung – Fortnite für Android kommt dennoch in den Google Play Store

Habt ihr schon von Fortnite gehört? Es ist eines dieser Spiele, bei denen man sich die Frage stellt, wie der Titel so erfolgreich werden konnte. Eines der Gründe – abgesehen von all dem Spaß natürlich – ist die Tatsache, dass der Titel „Free2Play“ ist. Das bedeutet aber keineswegs, dass Entwickler und Publisher Epic Games keinen Umsatz mit dem Game machen. Ganz im Gegenteil! Fortnite gehört zu den erfolgreichsten Spielen dieses Jahres. Nun legt sich Epic Games mit Google an und möchte zwar die Play Store vollumfänglich nutzen, dafür aber keine Prozente abgeben. Google sagt „nope“.

Bisher hat Epic Games den Titel Fortnite für die Android-Plattform nur als direkten APK-Download auf der eigenen Webseite angeboten. Nun soll das Spiel demnächst auch bei Google Play Store erscheinen. Epic möchte die Plattform vollumfänglich nutzen und auch auf die Billing-Funktion für In-Game-Käufe zugreifen. Google verlangt dafür eine Pauschale von 30% von jedem Verkauf. Das Geld fließt in die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur.

Epic Games möchte sich dem jedoch nicht beugen und hat Google um eine Sonderregelung „gebeten“. Der Publisher will, dass Google das Modell grundlegend umdenkt und so zu einem Branchenwandel beiträgt. Gegenüber 9to5google spricht Epic sogar von einer illegalen Praktik, da der Marktanteil des Play Stores in einigen Ländern bei über 50% liegt. Google hat sich mittlerweile zu den Vorwürfen geäußert und nochmals klargestellt, dass man keine Sonderregelung implementieren wird.

Im Monat Mai erzielte Epic Games mit dem Videospiel Fortnite: Battle Royal 318,3 Millionen Euro Umsatz – dabei kostet das Spiel nicht einen Cent. Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, sind Free-2-Play Spiele die Goldesel der Spieleindustrie. Während man Spiele dieser Machart grundsätzlich gratis spielen kann, bieten die Publisher den Fans der Spiele die Möglichkeit, Charaktere über In-Game-Käufe anzupassen. Zwar steigern diese Käufe in den meisten Fällen nicht die Gewinnchancen der Spieler, dennoch sind sie so beliebt, dass Free-2-Play Spiele mittlerweile zu den umsatzstärksten Spielen der Branche zählen.

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.