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dynabook will mit alten Tugenden und neuen Facetten ganz nach oben

Erinnert ihr euch noch an „Aus Raider wird Twix, sonst ändert sich nix“? Ähnlich verhält es sich auch mit dynabook, die vor der großen Aufteilung von Toshiba genau unter diesem Dachnamen operierten und neben Dell, HP und ThinkPad zu einer der beliebtesten Notebook-Brands zählten. Nach dem großen Bruch der Muttergesellschaft, bei dem Toshiba 80,1 Prozent der eigenen Anteile an Sharp verkaufte, wurde dynabook als Marke etabliert und führt das Produktportfolio von Toshiba weiter. Mit der neuen Notebook-Generation will der Hersteller den ultra-flexiblen Geschäftsmann ansprechen, der statt im Office zu sitzen, lieber im Café arbeitet und damit den Arbeitsplatz praktisch überall hat. Das ist aber auch mit Kompromissen verbunden, wie ich bei einem Presse-Event in München feststellen musste. Aber der Reihe nach.

Unter der dynabook-Marke lässt das Ex-Toshiba-Team, das nun als die Dynabook Inc. für den Geschäftsbetrieb verantwortlich ist, lieb gewonnene Kompetenzen mit frischen Ideen zusammenfließen. Dazu zählen eine hochwertige Verarbeitung, die den Militärstandard MIL-STD-810G erfüllt, besonders wiederstandfähige Materialien (dazu komme ich gleich noch im Detail) und erweiterten Garantiedienstleistungen, die sich eben stark an die Bedürfnisse des Business- und Enterprise-Marktes richten. 

Hannes Schipany, Head of Sales DACH, Dynabook Europe GmbH

Als eines der wenigen Notebook-Hersteller produziert Dynabook, auch dank der engen Verbindung zu Foxconn, die Notebooks, Convertables und 2-in-1-Geräte selbst. Die Displays kommen von SHARP, ein Großteil der Komponenten beim bereits erwähnten Fertiger Foxconn. Dadurch fallen die Preise für die Notebooks zwar nicht günstiger aus, als bei den Mitbewerbern, dafür ist die Ersatzteilverfügbarkeit angenehm üppig. Ebenso dürften die Margen für die Händler und Reseller auf einem hohen Niveau liegen.

Interessant ist, dass Dynabook für die eigenen B2B-Geräte die Ausfallraten offenlegt und laut eigenen Angaben aus dem Channel mitunter die zuverlässigsten Notebooks haben. Da andere Hersteller solche Angaben zur RMA-Rate nicht machen, lässt sich die Aussage nur schwer belegen. Dass Dynabook solche Informationen preisgibt, spricht aber definitiv für das Vertrauen in die eigenen Produkte.

Wer sein dynabook B2B-Gerät innerhalb von 30 Tagen nach Kauf registriert, bekommt eine erweitere Garantie. Fällt das Arbeitsgerät innerhalb des ersten Jahres aus, wird dieses nicht nur kostenlos repariert, der Hersteller erstattet auch den vollen Kaufpreis des Notebooks. Die Abwicklung soll schnell und unkompliziert gehen, maximal sind es drei Wochen. Drei Wochen braucht Dynabook auch für die Produktion von individuell angepassten Notebooks. Foxconn hat hierfür eine eigene Abteilung bzw. Produktionslinie implementiert. Um nicht von DHL, UPS und anderen Lieferdiensten abhängig zu sein, beschäftigt der Hersteller eigene Fahrer, die für eine weltweite Logistik verantwortlich sind.

Darf`s ein bisschen weniger sein?
Genug der Theorie, das besagte Presse-Event stand ganz im Zeichen des neuen dynabook Portege XL. Wer sich jetzt ernsthaft die Frage stellt, wieso ich dynabook mal klein, und Dynabook mal groß schreibe, so ist die Erklärung einfach: die Marke der Geräte wird klein geschrieben, der Unternehmensname groß.

Aber zurück zum Portege XL. Das Gerät ist das Resultat aus einer Marktanalysem die Dynabook unter „modernen Geschäftsleuten“ durchgeführt hat. Über 50% von ihnen haben angegeben, dass sie mindestens 2,5 Tage pro Arbeitswoche außerhalb des Büros arbeiten. Für dieses Unterfangen bevorzugen sie ein leichtes und ausdauerndes Arbeitsgerät. 870 Gramm bei 17,9mm Höhe sind es um genau zu sein. Das geringe Gewicht wird u.a. durch die Verwendung von Magnesium erreicht, aus dem das Gehäuse gefertigt wurde. Auch Microsoft verwendet bei der Surface-Produktreihe dieses Material, da es im Vergleich zu Aluminium robuster und zugleich leichter ist.

Mit einem USB-Type-C Anschluss, der auch zum Aufladen des Notebooks verwendet werden kann, vollwertigem Gigabit-LAN, MicroSD-Karten-Leser sowie zwei USB-Type-A 3.0 Ports runden das Paket ab. Für die Leistung ist eine Intel-CPU der 10. Generation zuständig, wobei von Celeron über i3- bis hin zu i7-Modellen gewähnt werden kann. In der höchsten Konfiguration bekommt der Anwender sechs Rechenkerne. Beim Arbeitsspeicher gibt es ebenfalls Optionen, wobei vier bis acht Gigabyte bereits auf der Platine fest verlötet und bis zu 16 GB nachgerüstet werden können. Damit kommt man auf insgesamt 24 GB.

Beim Bildschirm will dynabook dem Anwender ebenfalls eine Auswahl anbieten: Gewählt werden kann zwischen einem 13.3-Zoll FHD Sharp IGZO mit 470NIT Helligkeit sowie einem besonders sparsamen 13.3-Zoll FHD In-Cell Touch-Bildschirm mit 300NIT Helligkeit.

Um Gewicht zu sparen und Kosten zu senken verzichtet der Hersteller aber auch auf einige Funktionen, darunter Thunderbold. Der Chip würde einige Gramm auf die Waage bringen und ist durch die Lizenzgebühren von Intel recht teuer. Die Nachfrage im Business-Segment auf der anderen Seite zu gering. Dennoch weist das dynabook auch modernste Funktionen wie W-LAN 802.11ax auf.

Darf`s ein bisschen größer sein?
Wem 13,3 Zoll eine zu geringe Darstellungsfläche darstellt, findet im dynabook-Portfolio auch Produkte mit 15 Toll. Darunter das Tecra X50-F, das über eine Akkulaufzeit von fast 17 Stunden verfügt und nur 1,42 Kilogramm wiegt. Oder das Satellite Pro L50-G, das über drei USB 3.0-Ports einschließlich Unterstützung der Sleep-and-Charge-Funktion integriert. Damit können Anwender zum Beispiel ihr Smartphone über das Notebook aufladen, auch wenn es sich im Schlafmodus befindet.

Mein persönliches Highlight des Abends war aber das Portégé X30T, ein Tablet mit ansteckbarer Tastatur und einem Gesamtgewicht von nur 800 Gramm. Trotz der etwas älteren Intel-CPU aus der 8. Generation (maximal i5-8250U) war das Gerät schön flott. Mit einer Akkulaufzeit von über 15 Stunden dürfte das Gerät für einen gesamten Arbeitstag zur Verfügung stehen. Mit fast 2.000 Euro bewegt sich das Tablet auf einem ähnlichen Preisniveau, wie auch Microsofts Surface.

Einige weitere Geräte, wie das Tecra X50-F (mit integriertem LTE-Modul) gibt es ebenfalls schon seit dem vergangenen Jahr, das Portégé X30L-G wurde hingegen erst dieses Jahr auf Intels 10. CPU-Generation aufgerüstet. Das kleinere Businessnotebook Portégé X30-F ist hingegen nur mit U-Prozessor bis zur 8. Generation erhältlich, dürfte aber in absehbarerer Zeit (vielleicht 2021) ein technisches Upgrade erleben. Das Gerät wird – laut Dynabooks interner Auswertung – von den Geschäftskunden insbesondere für den integrierten Fingerabdruckscanner geschätzt.

Wer sich nicht über die etwas unübersichtliche Webseite der dynabook Produkte kämpfen will, kann sich auch an den Reseller des Vertrauens wenden. Viele der ehemaligen Toshba-Exklusivpartner führen mittlerweile nur noch das dynabook Portfolio.

 

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About the author

Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.

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