Arbeitsspeicher Redaktion System Testberichte

DDR5 ICs der nächsten Generation im Test: SK hynix 16 Gbit A-Die – 2x 16 GB mit Overclocking und Gaming

Kommen wir nun endlich zu den Benchmarks, beginnend mit den synthetischen. Das A-Die Kit geht mit der DDR5-5600 JEDEC Einstellung und mit der manuellen Übertaktung bei DDR5-7466 ins Rennen. Als Referenz gibt es neben den anderen DDR5 Kits im XMP und dem DDR4 Kit auch das maximal übertaktete G.Skill Trident Z5 Kit. Normalerweie sehen wir vom Vergleich mit übertatkteten Kits fairnesshalber ab, da ja auch immer ein gewisses Maß an Silizium Lotterie im Spiel ist. Heute machen wir aber eine Ausnahme um das Performance-Maximum der älteren DDR5 SK hynix 16 Gbit M-Die ICs mit den neuen A-Die ICs an ihrem Performance-Maximum in Relation zu setzen.

Im Linpack Xtreme, wo ein Kompromiss aus Bandbreite und Latenz entscheidend ist, kann die manuelle A-Die Übertaktung mit Vorteilen in beiden Belangen den ersten Platz erzielen. Die 5600 Mbps JEDEC Config ist im oberen Mittelfeld trotz der relativ laschen Timings und deutlich vor DDR5-4800 JEDEC und der DDR4-Vergleichsconfig.

Die AIDA64 Bandbreiten-Tests sprechen für sich und die Ergebnisse sind effektiv analog zur Taktrate.

Im Latenztest sind die A-Die Module schon mal von Werk ab schneller als viele DDR5-Einsteigerkits und mit manueller Optimierung können sogar das G.Skill Kit bei DDR5-7000 und DDR4 unterboten werden.

Auch im Geekbench 3 Multi-Core Memory Test liegen die A-Die Module deutlich auf den ersten Platz, aber für die 15000 Punkte Marke reicht es nicht ganz. Hier sind meine speziellen Module in der Silizium Lotterie wohl eher Verlierer, denn viele Übertakter können hier diese Schallmauer fast schon mit Leichtigkeit hinter sich lassen. Es handelt sich bei den frühen A-Die Modulen von SK hynix quasi um nicht weiter gebinnte „Roh-Diamanten“. Wer sich gleich mehrere Kits kaufen und selbst binnen kann, oder auf kommende XMP SKUs warten kann, dürfte dann mit einem konstanteren OC-Potential rechnen können.

Kommentar

Lade neue Kommentare

Zer0Strat

Veteran

145 Kommentare 107 Likes

Richtig interessanter Artikel! Wann kommen die A-Dies als vernünftige Kits auf den Markt? Falls es im Artikel steht, hab noch nicht alles gelesen... ^^

Antwort Gefällt mir

Igor Wallossek

Format©

7,217 Kommentare 11,855 Likes

Frag mal die Herren Einkäufer bei den üblichen Verdächtigen ;)

Man wird abwarten müssen, wer hier vorprescht. Die meisten haben ja mindestens mittelfristige Verträge und es werden wohl zuerst die mitspielen, die jetzt schon SK hynix verbauen.

Antwort Gefällt mir

HerrRossi

Urgestein

6,480 Kommentare 2,015 Likes

Danke für den Test. Schon sehr interessant, dass DDR4 bei den min FPS immer noch sehr gut mithalten kann, selbst bei mehr als doppelt so hohen MT/s sind es bei SotTR in FHD nur 8fps bzw. ca. 5% weniger. Wer auf die avg FPS guckt, der sieht natürlich einen massiven FPS Zuwachs, die interessieren mich persönlich aber nicht so sehr. Letzten Endes sind aber auch das "nur" 10 Prozent.

Antwort 1 Like

G
Guest

How fast it van go on 4 dimms motherboard with this 2 sticks?

Antwort Gefällt mir

F
Furda

Veteran

178 Kommentare 92 Likes

Genau. Bei den Latenzen ist DDR5 mit starkem OC nun bei den guten DDR4 Kits angekommen (3600CL14, 4000CL16), aber bei etwa doppelter Bandbreite. Beim reinen Durchsatz ist DDR5 so eine Wucht, in balanced real World Szenarien, wie Gaming, ist der Vorteil nachwievor nur mess- aber nicht spürbar.

Antwort 1 Like

grimm

Urgestein

2,076 Kommentare 1,228 Likes

Jep. Ich bin auch beruhigt überrascht, dass (m)ein flottes DDR4-Kit so gut mit dabei ist.

Antwort 1 Like

TomsFriend

Mitglied

11 Kommentare 1 Likes

SUPER - endlich ist DDR5 gleichauf mit DDR4? Sorry, ich verstehe nicht, was ist hieran bitte toll?

Der Unterschied zwischen DDR4 3600CL14 und DDR5 ~7500CL34 liegt bei einstelligen (!) FPS Unterschieden.
Jetzt nur mal aus Gamer-Perspektive gesprochen, bringt der erst in naher Zukunft erhältliche DDR5 noch keinen Fortschritt, da gleiche CL Vorgangsdauer. Preis-Leistung (Stand 05.09.22, EUR 265 für G.Skill, 32GB, DDR4-3600, CL14-15-15-35) liegt DDR4 noch in Führung.

Ich glaub ich leg mich dann mal wieder 1-2 Jahre hin, bis sich wirklich etwas getan hat. Vielleicht wird das erst interessanter, wenn der Raptor Lake Nachfolger schon da ist?

Antwort Gefällt mir

Zer0Strat

Veteran

145 Kommentare 107 Likes

Kommt drauf an, wie man testet. Man muss schon fordernde Szenen verwenden und auf CPU-Limitierung achten, um Unterschiede raustesten zu können. Die Unterschiede können meiner Erfahrung nach deutlich größer ausfallen.

Antwort Gefällt mir

skullbringer

Veteran

257 Kommentare 249 Likes

will have to check it out and compare how A-Die closk on a 4 dimmer compared to M-Die... keep you posted

Antwort 1 Like

TomsFriend

Mitglied

11 Kommentare 1 Likes

Zugegeben, meine Erwartungshaltung wurde einfach enttäuscht. Jenseits von DDR5-6400CL32 dachte ich, würde DDR4 so deutlich zurückfallen, dass dessen Nutzung immer weniger Sinn machen würde. Da sind wir auf absehbare Zeit noch lange nicht.

Antwort 1 Like

grimm

Urgestein

2,076 Kommentare 1,228 Likes

Das ist doch aber wirklich kein Grund für Otto Normalgamer, umzusteigen. Hatte auch Respekt vor den ersten Tests, weil ich die olle AM4 Plattform erst einem Upgrade unterzogen habe, aber außer im Produktiveinsatz (und da auch nur um ein paar Sekündchen), liegt DDR4 gut im Rennen.

Antwort 1 Like

Zer0Strat

Veteran

145 Kommentare 107 Likes

Die Frage ist ja, was kann DDR5-7400 gegenüber DDR4-4000 drauflegen? Es wird immer Spiele und Szenen geben, wo CPU-Leistung extrem wichtig ist. Das sind die sog. Worst-Case-Szenarien. Leider werden diese Szenen nicht immer für Tests verwendet. Ganz im Gegenteil werden oftmals Built-in Benchmarks verwendet, die idR eine komplett andere Leistungsverteilung aufweisen. Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, ich denke, dass extrem schneller DDR5 sich durchaus 10-15%* absetzen kann gegenüber DDR4-4000. Ist das spürbar? Eher nicht. Man sollte sich aber noch andere Faktoren anschauen: Lows, Framepacing, Leistung in Anwendungen, etc.

Für manche zählt allerdings nicht unbedingt P/L, sondern die reine Maximal-Leistung. Sollte man auch im Hinterkopf behalten beim diskutieren von Pros und Cons.

* Entgegen der Meinung, die manche vertreten, kann das sogar in praxisnahen Situationen relevant sein. Man denke einfach an die nächste Grafikkarten Gen + Upscaler. Wer weiß, vielleicht wird DLSS 3.0 ja so gut, dass man auch den Performance Modus verwenden kann, um fast native IQ zu bekommen.

Antwort Gefällt mir

Klicke zum Ausklappem
grimm

Urgestein

2,076 Kommentare 1,228 Likes

Absolut. Für mich stellt sich halt vor allem die Frage nach einem zeitnahen Upgrade - und das geben die Zahlen eben nicht her. Auf DLSS 3.0 oder auch neue GraKas (Post Lovelace-Ära ;)) werden wir noch locker zwei Jahre warten müssen. Da sind wir dann schon in "normalen" Hardware Upgrade-Zyklen. Bis dahin fährt man mit aktueller Highend-Hardware ganz gut. Und nur darum geht es mir.

Antwort 1 Like

F
Furda

Veteran

178 Kommentare 92 Likes

Um es mal ganz einfach auszudrücken: schneller RAM ist zu schnell, CPU und/oder GPU sind zu langsam, um die schiere mögliche Datenmenge durchgehend zu verarbeiten. Selbes gilt für PCIE 4 und 5 bei SSDs. Bis auf wenige reale Fälle oder Benchmarks kann der Mainstream nicht profitieren.

Wieso dauert z.B. das Laden eines Games so lange, wenn ich doch 7GB/s schnelle SSDs habe, DDR4 60GB/s, DDR5 100GB/s an Daten liefern? Weil weder CPU noch GPU nachkommt.

Klar, sind noch Punkte wie Latenz, Cache, Bus, Betriebsystem, Programmierung, etc etc im Spiel, aber auch DDR5 12000 CL16 wird keine FPS verdoppeln. Da ist ein komplettes System dahinter, eine Kette von Komponenten, mit schwächstem Glied wie immer. Direct Storage kann diese Kette ein Stück weit verbessern, mit Betonung auf "ein Stück", wenn es denn mal breit etabliert ist, in 5-10 Jahren frühstens. Aber auch das wird kein Wundermittel.

Antwort 2 Likes

Klicke zum Ausklappem
grimm

Urgestein

2,076 Kommentare 1,228 Likes

Der Unterschied zwischen theoretisch erreichbarem Daten-Durchsatz und der Realität ist in der Tat gewaltig. Aber es leidet ja niemand wirklich darunter. Der Umzug von HDD auf SSD (PCIe 4 + M.2 Steckplatz) hat die Ladezeiten quasi um drei Viertel reduziert. Selbst in UHD warte ich auf ein neues Rennen (Forza Horizon) oder das Laden der Spielwelt (Metro Exodus/Horizin Zero Dawn) keine 30 Sekunden mehr. Wer mehr Bandbreite braucht, setzt doch auf Profi-Plattformen mit mehr Lanes usw.

Antwort Gefällt mir

Danke für die Spende



Du fandest, der Beitrag war interessant und möchtest uns unterstützen? Klasse!

Hier erfährst Du, wie: Hier spenden.

Hier kannst Du per PayPal spenden.

About the author

Xaver Amberger (skullbringer)

Werbung

Werbung