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Das Preisvergleichsportal Idealo verklagt Google

Heise Online hat eine Pressemeldung der DPA veröffentlicht, wonach Idealo vor Gericht ziehen will, da die Nachbesserungen nach einer EU-Kartellstrafe nicht ausreichend seien.

Vorwurf des unfairen Wettbewerbs

Das Preisvergleichsportal Idealo wirft Google unfairen Wettbewerb vor und fordert eine halbe Milliarde Euro Schadensersatz. Google soll seine Vormachtstellung beim Suchmaschinenangebot missbrauchen. Google will, da die Klage noch nicht zugestellt ist, sich zunächst nicht äußern. Idealo gehört zum Axel Springer Konzern. Bereits Brüssel kam zur Ansicht, dass der Internetriese seine Marktmacht missbraucht und eigene Angebote zum Nachteil von Konkurrenten bevorteilt. Dafür wurde bereits 2017 eine Strafe von 2,4 Milliarden Euro verhängt.

Googles Änderungen seien nicht ausreichend

Google setzte schrittweise Maßnahmen um, um die Platzierung der Angebote von Produktportalen zu verändern. Nutzer sollten entscheiden können, sich bei Suchanfragen Links zu Preissuchmaschinen anstatt Links zu direkten Anbietern anzeigen zu lassen, was die EU-Wettbewerbskommissarin positiv wertete. Idealo wirft Google vor, dass Google seine Dienste ganz oben in den Suchmaschinenergebnissen listet und sich so einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft. Dies erklärte das Unternehmen vor dem Landgericht Berlin. Laut Idealo soll der Missbrauch weiterhin andauern, da Google für keine Gleichbehandlung aller Produkt- und Preisvergleichsdienste sorge.

Idealo

Idealo ist in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Spanien mit Portalen vertreten und bietet Preisvergleiche für Hotels, Mietwagen, Fernbus, Strom und Gas an. Außerdem gibt es eine Flugsuchmaschine, die in insgesamt 15 Ländern vertreten ist (Stand Januar 2015). Im Dezember 2018 beschäftigte Idealo 800 festangestellte Mitarbeiter am Sitz in Berlin-Kreuzberg.

Quellen: Heise / DPA, Wikipedia