Audio Gaming Soundkarten Testberichte

Creative Sound BlasterX AE-5 Plus im Langzeittest – viel Wumms und ein Upgrade mit Dolby Digital Live und DTS

Langzeittest, Sound-Check und Software

Ich habe diese Soundkarte nunmehr fast 2 Monate im täglichen Einsatz, dazu mit sehr unterschiedlichen Kopfhörern und im direkten Vergleich zu anderen Soundlösungen. Was mich hier am meisten überzeugt hat, ist der verbaute Kopfhörer-Verstärker, der sich eigentlich keine Blöße gibt und mit vielen ganz Großen durchaus konkurrieren kann. Der DAC ist sehr, gut keine Frage, aber ich habe weder Fledermaus-Gene, noch den Anspruch, ein geborenes Goldohr zu sein. Die theoretischen Werte sind eh alle over the top, so dass mich die praktische Umsetzung eher interessiert und am Ende auch fasziniert hat. Bunt geht auch, sogar in Software. Wenn man es denn braucht.

Eine G5, G6 oder sogar die X7 aus gleichem Hause kann man im direkten Vergleich in Bezug auf die Kopfhörer-Performance durchaus schlagen können. Das gilt auch für die Variabilität der eingesetzten Kopfhörer, die sich vom 25-Euro-Einsteigerprodukt bis hin zu den Beyerdynamic T1, T90 und Amiron Home aus meiner Sammlung spannt. Und es ist auch egal, ob nun Schallwandler mit 16 oder 600 Ohm dranbammeln, das Teil hat es einfach drauf. Es ist noch kein absolutes High-End, aber für den avisierten Preis wirklich eine feine Geschichte. Wer DTS braucht sollte zur Plus-Variante greifen, der Rest wird sicher auch mit der älteren Non-Plus glücklich, die ja fast baugleich ist.

Trotzdem muss ich jetzt noch eine kleine inhaltliche Trennung zwischen Musik und Gaming-Szenarien einschieben. Der Klang bei guten Musikquellen ist stets dann am besten, wenn man keines der Soundprofile nutzt. Linear ist hier absolut state of the art, nichts anderes. Wer es mag, kann etwas Bass dazugeben, ansonsten sollte man gern mal mit Gain und Volume spielen. Auch im Equalizer sind die hinterlegten Sound-Profile etwas eigenartig, wie z.B. das Beispiel der Konzert-Voreinstellung zeigt. Wer das so nutzt, wird kaum noch eine Violine von einer Blockflöte unterscheiden können.

Die Vollaussteuerung zu erreichen, ist nur eine Facette. Immerhin ändern sich auch die subjektiv empfundenen Klangfarben etwas. Mit zu viel Gain hat man am Ende immer einen etwas metallischeren Eindruck, mit zu wenig wird es etwas muffig und fad. Allerdings fabulieren wir hier schon auf Endkampf-Niveau. Im Alltag wird wohl eher der Maximaldruck auf den Ohrenschmalz im Mittelpunkt stehen. Der Soundeindruck ist vollmundig und frei von echten Macken. Der Fremdspannungsabstand ist gut, weil quasi nichts Störendes hörbar wird.

Beim Gaming kann intelligent eingesetztes DSP durchaus von Vorteil sein, hängt jedoch in jedem Falle vom jeweiligen Soundteppich des betreffenden Spieles ab. Man kann hier viele Unzulänglichkeiten korrigieren und auch Räumlichkeiten vertiefen, sollte jedoch nie anfangen, den Spieltrieb voll auszuleben. Man ist schnell über dem Zuträglichen und büßt sogar noch an Auflösung ein, wenn man es zu sehr übertreibt. Der Traum, einen Gegner bereits orten zu können, bevor er überhaupt geboren wurde, ist eine Legende, die so nie funktionieren kann und wird.

Zusammenfassung und Fazit

Man erhält für 145 Euro keine ganz billige, dafür aber eine solide und klanglich überzeugende Soundlösung. Egal, ob Musik oder Gaming, Creative hat mit der Sound BlasterX AE-5 Plus exakt den Kompromiss geschaffen, der beiden Zielgruppen genügen kann und wirklich überzeugt und mit Dolby Digital Live und DTS zwei wichtige Features nachgelegt, die man brauchen könnte – oder auch nicht. Das Bessere ist des Guten Feind und manchmal reicht eben auch das 30 Euro preiswertere Gute völlig aus. Aber gut zu wissen, dass es das Upgrade gibt.

Dabei spielt es auch keine Rolle, welchen Kopfhörertyp man anschließt, denn an der Soundkarte wird es wohl am wenigsten scheitern. Allerdings gelten dann auch für Kopfhörer keine Ausreden mehr, wenn sie akustisch auf die schiefe Bahn geraten. Die Creative Sound BlasterX AE-5 Plus spielt gnadenlos laut und selbst die halboffenen Beyerdynamic T90 mit ihren jeweils möglichen 100 mW pro Kanal an 250 Ohm Impedanz lassen sich bis zur Schmerzgrenze ausleben. Nichts gegen guten Onboard-Sound, aber das Teil hier ist mit den passenden Schallwandlern einfach noch einmal eine Nummer besser. Mindestens.

Sound BlasterX AE-5 Plus - Quick Start Guide

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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