Inhaltsübersicht als Kurzfassung
Der Creality K2 Pro Combo ist ein großformatiger, eingehauster 3D-Drucker mit Mehrmaterialsystem, 300 × 300 × 300 mm Bauraum und umfangreicher Ausstattung. Nach fast zwei Monaten Nutzung zeigt der Test ein insgesamt überzeugendes Gerät mit guter Alltagstauglichkeit, schneller Aufheizung und vielseitigen Funktionen. Einschränkungen gibt es vor allem bei der Bauraumheizung, bei einzelnen Druckprofilen und bei einigen Details der Bedienung und Konstruktion.
Wichtigste Fakten
| Bereich | Wert oder Beobachtung | Einordnung |
|---|---|---|
| Bauraum | 300 × 300 × 300 mm | Geeignet für große Projekte |
| Mehrmaterialsystem | CFS, 4,5 kg | Robuster Aufbau, aber ohne Filament-Trocknung |
| Aufheizung | Nozzle 225 °C in 59 Sekunden | Schneller Start |
| Druckbett | 55 °C in 2 Minuten 10 Sekunden | Ebenfalls kurze Aufheizzeit |
| Leistungsaufnahme | 151 W beim PLA-Druck | Messwert bei 225/55 °C |
| Spitzenleistung | 977 W | Gleichzeitiges Aufheizen von Nozzle und Druckbett |
| Lautstärke | 54,8 dB(A) im Betrieb | Im Betrieb deutlich hörbar |
| Preis zum Veröffentlichungszeitpunkt | 750 Euro | Im Test als fair bewertet |
Technische Eckdaten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Druckvolumen | 300 × 300 × 300 mm |
| Mehrmaterialsystem | CFS mit Segmentanzeige für Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit |
| Bedienung | Fest montierter 4-Zoll-Touchscreen |
| Netzwerk | WLAN und Ethernet-Anschluss |
| Verbindung zur Druckeroberfläche | Fluidd über die IP-Adresse des Druckers und Port 4408 |
| Slicer | Creality Print; vollständige Unterstützung durch OrcaSlicer |
| Filterung | Aktivkohlefilter für die Abluft |
| Beworbene Geschwindigkeit | Bis zu 600 mm/s laut Einordnung im Test |
Messwerte und Beobachtungen
| Messgröße | Messwert | Messkontext |
|---|---|---|
| Leistungsaufnahme beim PLA-Druck | 151 W | PLA mit 225/55 °C |
| Standby mit eingeschalteten Motoren | 18 W | Ruhezustand mit aktiven Motoren |
| Leerlauf | 13 W | Idle |
| Aufheizspitze | 977 W | Nozzle und Druckbett heizen gleichzeitig auf |
| Lautstärke | 54,8 dB(A) | Im Betrieb |
| Lautstärke | 33,9 dB(A) | Im Leerlauf |
| Bauraumheizung | 250 bis 450 W | Eigene Leistungsaufnahme der Heizung |
| Bauraumtemperatur | 45 °C nach 30 Minuten | Start bei 20 °C, Zielwert 60 °C, nur Bauraumheizung |
Beim kombinierten Heizen erreichte der Innenraum 55 °C nach 30 Minuten. Mit auf 100 °C eingestelltem Druckbett und zugeschalteter Luftheizung wurden nach 45 Minuten 57 °C erreicht; die Zieltemperatur von 60 °C wurde damit nicht vollständig erreicht. Die Aufheizung der Nozzle auf 225 °C dauerte 59 Sekunden, das Druckbett benötigte für 55 °C 2 Minuten und 10 Sekunden.
Die Testdrucke zeigten eine breite Einsatzfähigkeit. Ein Boot wurde mit dem auf dem Drucker gespeicherten G-Code aus Creality Hyper PLA Grey in 21 Minuten und 52 Sekunden gedruckt. Nach den Speedboat-Regeln dauerte derselbe Test 32 Minuten und 12 Sekunden, mit dem unveränderten 0,20-mm-Standardprofil 40 Minuten und 46 Sekunden. Ein AIO-Test mit Creality Hyper PLA Green und 0,20-mm-Standardprofil benötigte 1 Stunde und 38 Minuten. Die Califlower aus Creality Hyper PLA Black entstand in 58 Minuten.
Beim Clearance-Fidget-Spinner konnten alle Teile bis zur kleinsten 0,15-mm-Lücke entfernt werden. Der Druck erfolgte aus Creality Hyper PLA White mit dem 0,20-mm-Standardprofil und dauerte 1 Stunde und 4 Minuten. Mehrfarbige Drucke mit dem CFS gelangen ebenfalls problemlos. Bei einigen Ergebnissen waren leichtes Ghosting und kleinere Schwächen an sehr flachen Überhängen sichtbar.
Teardown, Materialprüfung und Aufbau
Für den Zugang zur Rückseite müssen zunächst 14 Schrauben gelöst werden. Im Inneren ist ausreichend Platz für die verteilten Komponenten vorhanden. Das Kabelmanagement wurde als gut beurteilt; kritische Bauteile mit potenziell gefährlichen Spannungen sind zusätzlich doppelt abgedeckt. Unten links befinden sich die aktive Bauraumheizung und der einzelne Schrittmotor für die Z-Achse. Das Mainboard ist durch eine Abdeckung geschützt. Sichtbar ist ein Leiterplattenbereich mit den verschiedenen Verbindungen zu den übrigen Komponenten, während sich die zentrale Elektronik hinter einer weiteren Abdeckung im Innenraum befindet.
Das CFS macht einen robusten Eindruck und wiegt 4,5 kg. Eine Filament-Trocknung ist darin nicht verbaut. Eine Segmentanzeige informiert über Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit. Mitgelieferte, leicht austauschbare PTFE-Schläuche können insbesondere beim Einsatz abrasiver Filamente praktisch sein. Ein Sensor am Druckkopf kann die Parameter des geladenen Filaments vor dem Druck optimieren. Kompatibles Filament lässt sich bei Betrieb ohne CFS über einen Scanner an der rechten Seite des Druckers auslesen.
Zur Ausstattung gehören außerdem ein Aktivkohlefilter für die nach hinten abgeführte Abluft und eine temperierte Glasscheibe. Die Glastür lässt sich maximal etwa 135° öffnen, ein Türsensor ist nicht vorhanden. Der Gehäuselüfter wird bei PLA automatisch aktiviert, sobald die Temperatur im Bauraum über 35 °C steigt. Die Klappe des CFS ist nicht gummiert und kann beim Loslassen aus halboffener Stellung laut zufallen.
Der Aufbau nach dem Auspacken erfordert mehrere Arbeitsschritte. Das Gerät wurde auf einer Palette geliefert und wiegt netto 35 bis 40 kg. Drucker, Glasscheibe und CFS sind für den Transport umfangreich mit Schrauben, Streben, Schaumstoff und stabilen Verpackungselementen gesichert. Für die Montage müssen unter anderem das Flachbandkabel zum 4-Zoll-Touchscreen, die Glasscheibe, der CFS-Puffer sowie PTFE-Schläuche und Kabel angeschlossen werden.
Testbedingungen und Grenzen
Der Test basiert auf einer Nutzung über fast zwei Monate. Die genannten Temperatur- und Leistungswerte stammen aus eigenen Messungen. Die Bauraumheizung wurde sowohl allein als auch zusammen mit dem Druckbett betrachtet. Für die Drucktests kamen unter anderem Creality Hyper PLA in verschiedenen Farben, Bambu PLA Matte, PETG-CF, TPU und Elegoo PETG zum Einsatz. Verwendet wurden das 0,20-mm-Standardprofil, ein Generic-PETG-CF-Profil sowie weitere im Test genannte Materialprofile.
Die Druckprofile sind nach Einschätzung des Tests teilweise minimal zu schnell abgestimmt. Trotz Input Shaping trat leichtes Ghosting auf, und einige Überhänge könnten sauberer ausfallen. Als praktische Anpassung wird eine Reduzierung der Geschwindigkeit der äußeren Wände um 5 Prozent genannt. Die Haftung kleiner Objekte ist ohne Brim eher mittelmäßig. Eine optionale Kalibrierung vor jedem Druck dauert etwa 17 bis 18 Minuten. Die Bauraumheizung allein erreicht bei einem Start aus 20 °C nach 30 Minuten trotz eines Zielwerts von 60 °C nur 45 °C; die Funktion ist daher auf die Unterstützung durch das Heizbett angewiesen.
Einordnung
Der K2 Pro ist das dritte Mitglied der K2-Serie und im Test der erste Creality-Drucker des Autors außerhalb der Ender-3-Reihe. Mit seinem 300 × 300 × 300 mm großen Bauraum richtet er sich an Anwender, die größere Projekte sowie Mehrfarbendrucke umsetzen möchten. Creality Print ist als Slicer ausreichend ausgestattet und basiert auf OrcaSlicer. Zusätzlich wird der Drucker vollständig von OrcaSlicer unterstützt.
Als naheliegender Vergleich wird der Bambu Lab H2S mit AMS genannt, der zum genannten Zeitpunkt einschließlich AMS 1.300 Euro kostet. Dafür bietet er ein größeres Druckvolumen und mehr Funktionen, kostet aber deutlich mehr. Der Creality K2 Pro Combo wurde zum Veröffentlichungszeitpunkt für 750 Euro angeboten und im Test angesichts seiner Ausstattung als fair eingestuft.
Stärken
Einschränkungen
Fragen und Antworten
Überraschenderweise ist es schon über drei Jahre her, dass wir hier zuletzt einen 3D-Drucker von Creality im Test hatten. An neuen Modellen hat es in der Zeit jedenfalls nicht gemangelt. Das Gerät hier ist das dritte Mitglied in der K2-Serie, einen Vergleich der Unterschiede gibt’s beim Hersteller. Der K2 Pro ist übrigens der erste nicht-Ender3-3D-Drucker, den ich von Creality habe. Aber das nur am Rande, starten wir in den Test!
Verpackung und Lieferumfang
Der Drucker ist bei mir tatsächlich auf einer kleinen Palette und von einer Spedition geliefert worden, was mich erstmal etwas überrascht hat. Nachdem ich das Teil dann in den Keller bringen wollte, hatte ich schnell meine Antwort. Bei 35-40kg Nettogewicht ergibt das “Two Man Lift”-Schildchen plötzlich Sinn.

Dankenswerterweise ist sogar direkt außen eine Anleitung aufgedruckt, wie das Auspacken vonstattengehen soll.

Zuerst müssen ringsherum diese Halterungen aus Kunststoff entfernt werden.

Danach entfernt man den gesamten oberen Teil der äußeren Verpackung.

Diese stabilen Winkelstücke aus harter Pappe schützen in Kombination mit Ecken aus Kunststoff den Drucker auf dem Weg zu euch.

Und auch die restliche Polsterung gehört zu dem Besten, was ich bisher gesehen habe.

Klar, der Drucker ist im gehobenen Preisbereich, aber ich habe schon Server mit sechsstelligen Preisschildern gehabt, welche schlechter verpackt wurden.

Auch im Inneren geht es mit viel Schaumstoff weiter, welcher mitsamt dem enthaltenen Zubehör erstmal entfernt und zur Seite gelegt wird.

Nach und nach kämpft man sich dann weiter vor, bis der Drucker zum ersten Mal auf eigenen Gummi-Füßen steht.

In dem flachen Paket auf der linken Seite befindet sich die temperierte Glasscheibe, auch die wird erstmal vorsichtig zur Seite gelegt.

Denn, insofern es sich um die “Combo”-Variante handelt, sind wir mit dem Auspacken noch nicht fertig. Das Mehrmaterialsystem ist noch im Innenraum mit mehreren Halterungen fixiert.

Vier Schrauben später kann auch das nach oben herausgehoben werden und die diversen Streben selbst müssen noch entfernt werden.

Auch hier geht man wieder auf Nummer Sicher und jede Schraube ist zusätzlich mit Schraubensicherung versehen.

Jetzt ist es bald geschafft, der Innenraum ist fast frei. Noch den Schaumstoff beim Druckkopf herausnehmen und es geht in den Endspurt.

Denn das Druckbett selbst könnte eigentlich sowieso nirgends hin, wurde aber dennoch mit weiteren Schrauben gesichert. Dann sind wir aber soweit, dass es mit dem Zusammenbau losgehen kann!

Davor noch hier ein Auszug der technischen Details, weitere Informationen lassen sich wie immer auf der Produktseite beim Hersteller finden.

| Shop | Verfügbarkeit | Preis |
|---|---|---|
![]() | Sofort verfügbar | 749,00 €*Stand: 13.08.26 21:47 |
![]() | siehe Shop | 749,00 €*Stand: 13.08.26 08:24 |
| 3DJake.de | auf Lager | 749,00 €*Stand: 13.08.26 21:06 |
![]() | 2 - 3 Werktage Lieferzeit | 749,00 €*Stand: 13.08.26 21:50 |
![]() | Lagernd im Außenlager, Lieferung 2-3 WerktageStand: 13.08.26 21:57 | 798,93 €*Stand: 13.08.26 22:03 |
![]() | 2-4 Tage | 798,98 €*Stand: 13.08.26 22:03 |
![]() | Sofort verfügbar, Lieferzeit max. 1-2 Werktage | 807,95 €*Stand: 13.08.26 22:02 |
![]() | Lieferzeit 2-5 Werktage | 810,39 €*Stand: 13.08.26 21:10 |
![]() | 3-4 Werktage | 815,65 €*Stand: 13.08.26 21:12 |
![]() | Lieferzeit 2-5 Werktage | 829,00 €*Stand: 13.08.26 09:00 |

















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