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CrankzWare RainPOW! 2.0 im Test – RGB-Controller, intelligente Lüftersteuerung, Bild-gesteuertes Monitor-Backlight und vieles mehr

Zusammenfassung

Es funktionierte fast alles und das heute vorgestellte Gerät verfügt in der nunmehr zweiten Version auch über die nötige Reife, um es ohne Einschränkungen zu empfehlen. Doch dazu gleich noch ein paar Worte mehr. Die dazugehörige Software wird ständig weiterentwickelt, bietet aber bereits jetzt jede Menge Funktionen und war zudem frei von Abstürzen oder Hängern. Die Systemlast ist dabei erfreulich niedrig, denn in der Summe sollten nie mehr als insgesamt 100 mA für die Steuerelektronik an den Eingängen beider Module messbar sein. Die Reaktionszeit ist durchwegs gut bis sehr gut.

Die LED-Steuerung funktioniert tadellos und bietet interessante Features, das Hardware-Monitoring mit den externen oder internen Sensoren des System funktionierte auf aktuellen AMD- und Intel-Systemen klaglos. Allerdings läuft die Software nur unter Windows. EyeLight konnte vollumfänglich überzeugen und wer wirklich noch das aRGB-Signal vom Motherboard nutzen und quasi boosten will, der kann das auch noch, selbst wenn es eigentlich komplett überflüssig geworden ist.

Die nächsten Revisionen der Hardware werden, da habe ich explizit nachgefragt, eine elektrische Trennung auf der 5-Volt-Schiene der Platine zwischen USB und Molex besitzen. Denn wie wir wissen, werden die Motherboards per Default und entgegen der geltenden ErP-/EuP-Richtlinien leider mit deaktivierter Stromsparfunktion ausgeliefert. Daraus resultiert, dass die USB-Anschlüsse auch im ausgeschalteten Zustand stets die 5V-Spannung führen und sowohl der RainPOW, als auch die angeschlossenen aRGB-Geräte ständig mit Spannung versorgt werden. Das kann man aber auch einfach umgehen, indem man im BIOS diese Funktion aktiviert. Dann tut man sogar auch ohne RainPOW noch etwas für die Umwelt, denn nur dann werden auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Richtlinien mit <=0.5 Watt für den Standby-Betrieb auch erreicht.

Und sonst? CrankzWare ist ein Startup ohne unsichtbaren Geldgeber oder eine große Firma im Background. Bis auf die Verwendung einiger 3rd-Party-Module, wurden Hauptplatine, Firmware und Software des RainPOW! 2.0 komplett selbst entwickelt. Das nötigt wirklich Respekt ab, denn das Tal der Tränen, durch das man da ja immer erst einmal durch muss, ist allseits bekannt und immer wieder das gleiche. Lernkurve, Rückschläge und ein sich abschottender Markt, der von einigen Großen beherrscht wird, sind da nur einige der Faktoren.

Fazit und Kaufempfehlung

Der RainPOW! 2.0 ist eine nette Zusatzplatine, mit der man eine Custom-Wasserkühlung und / oder ein größeres System wie meinen PC-Tisch in den Bereichen Lüfter- und RGB-Steuerung bis zum Ambilight-Äquivalent bestens ergänzen kann. Über den Kaufpreis lässt sich natürlich diskutieren, aber knapp 105 Euro für die fertige Komplett-Lösung und knapp 125 Euro für den Controller einschließlich einer EyeLight-Stripe für einen Monitor über 32″ Diagonale sind wirklich fair. So etwas geht, vor allem mit den Folgekosten für ein Software-Abo, auf die Dauer auch deutlich teurer.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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