Seasonic Prime Fanless TX-700W – Innovatives Netzteil, sehr solide Komponenten und ein verstecktes Designproblem

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Das Seasonic Prime Fanless TX-700 ist ein neues, allerdings auch recht teures Passiv-Netzteil, das nur so von Superlativen strotzt. Und doch gibt es ein scheinbar grundlegendes Designproblem, das der Laie so nicht entdecken kann und das doch zu Folgeschäden an der angeschlossenen Hardware führen kann. Ich möchte dem ausführlichen Test meines Freundes Aris Mpitziopoulos (Hardware (read full article...)
 

Pokerclock

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Hmm, ich frage mich ob hier jemand die Lust, Zeit, Equipment, Know-How hat derartige Auffälligkeiten beim Einschalten durch einen Praxistest nachvollziehen zu können. Es ist ja denke ich absehbar wie oft in einem Netzteilleben eingeschaltet wird. Wenn man das automatisieren kann, umso besser. Wenns in der Praxis keinerlei Auswirkungen hat, brauchen sich die Herren Chefredakteure hier auch nicht den Kopf digital einzuschlagen.
 

Igor Wallossek

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Der initiale Auslöser für mich war die Rücksprache mit einem Motherboard- und einem Grafikkarten R&D. Beide finden diese Startaussetzer bedenklich. Der Laie wird erst mal nicht zwingend was merken, aber Hardware altert ja auch. Sowas ist in den MTBF Kalkulationen und Tests aber nicht vorgesehen. Es kann auf dauer aber die Lebensdauer unvorhersehbar verkürzen. Schleichender Plattfuß also.
 

Igor Wallossek

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Laut Aris antwortet Seasonic darauf nicht. Warum auch immer. Schaun wir mal, was noch dabei raus kommt. Es sollen aber auch einige andere, ältere Modelle betroffen sein. Ich spekuliere nur ungern.
 

kermit_nc

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Das Problem ist, dass nicht eine Schaltung wirklich 12V, 5V oder 3.3V benötigt, sondern dass auf den Boards weitere Step-Down-Konverter arbeiten, die teilweise sogar kaskadiert sind, um dann die eigentlichen Klein(st)spannungen zu erzeugen. Deren Fenster ist recht begrenzt, weil man sich auf den ATX-Standard und die maximalen Abweichungen verlässt. Wenn man kurz hochfährt, um dann komplett einzubrechen und wieder neu zu starten, werden einige Baugruppen schon aktiv sein, andere nicht. Ich empfehle jedem, mal die Stromflüsse zu messen und was bei einem Drop wie dem in der Grafik dann zurück in Richtung Netzteil fließt. Das ist Irrsinn in Tüten. Eine Grafikkarte braucht zum PowerUp fast 70% der TDP, allerdings nur im kurzen Intervall. Deshalb starten ja manche PCs auch nicht, wenn das Netzteil zu schwach oder die OCP zu scharf ist.
Ich hatte vor drei Jahren ca. eine 4 Kanal Endstufe mit einem 800W (1kW peak) Schaltnetzteil gebaut. Dabei hat der Hersteller angemahnt, die Kapazitäten im Sekundär-Kreis in Grenzen zu halten, da sonst die OCP anspricht. Dieses Netzteil hat, wie auch das Netzteil im Test, einen Softstart Mechanismus, der bei hoher Last außer Tritt kommen kann und zudem noch durch einen Einschaltstrombegrenzer (NTC mit Relais), der den Zufluss außerdem noch begrenzt.
Aber ich bleibe dabei: 100% Last im Einschaltmoment ist nicht zielführend. Die Anwendung dazu erschließt sich mir nicht. Dabei lässt der Tester außen vor, ob er mit [email protected] oder mit [email protected] getestet hat. Auch der Verlauf des Stromes fehlt. Es lässt auch den Schluss zu, dass der Drop durch den Messaufbau provoziert wurde. Die Last, bei dem der Drop gerade noch nicht passiert wäre sehr interessant.
 

Igor Wallossek

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Du kannst ihn doch selbst fragen ich hatte den Test samt Thread verlinkt :)
 

Igor Wallossek

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NACHTRAG

Aris und Seasonic sind nun wieder im Gespräch zum aktuellen Thema, auch als Fortsetzung zum ersten Kontakt im August letzten Jahres, wo es ganz offensichtlich auch einen Fehler in der Kommunikation gab.

Wenn ich etwas Neues erfahren kann, werden wir es sicher noch weiter updaten.
 
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