Frage SATA Wechselrahmen - Qualität und Erfahrungswerte

Ithlingit

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Welche Erfahrungen habt ihr mit SATA Wechselrahmen gemacht? Welche haben sich bewährt und welche sollte man meiden?

Hintergrund:
Für das Backup meiner Rechner und des Servers benötige ich neuen Plattenplatz mit Medien, die vom Server einfach getrennt werden können.
Externe USB Gehäuse für >= 8 TB sind wohl entweder lahm oder für Linux mit UASP Mode ungeeignet (das Chipset macht Probleme).

Ich werde 2 Wechselrahmen Steckplätze benötigen und dann 5 Platten >= 8 TB rotieren. Die Wechselrahmen kommen in verschiedene PCs.

Ich befürchte aber, dass der SATA Stecker der HD nach ein oder zwei Jahren mechanisch verbraucht ist. SATA ist ja nur bis 100 Steckvorgänge ausgelegt. Nach 2 Jahren mit wöchentlichem Wechsel hat das Interface aber schon 104 Zyklen erreicht.

Gibt es welche, die beim Wechsel nicht den SATA Stecker der HD mechanisch belasten sondern (mit Schublade/tray/cartridge) einen an der Schublade benutzen?
Dann kann man die Schublade bei Problemen tauschen und die Platte hat nur einen weiteren Steckvorgang hinter sich.

Bisher habe ich diesen hier in der Auswahl:
* ICY BOX IB-176SSK Wechselrahmen 1x SATA 3.5
- Vorteil: man soll den Verschluss halb öffenen können ohne die Platte zu entriegeln. D.h. man soll auf die Stirn der Platte nach sehen ob sie das richtige Label hat.
- Der hat aber keine Schublade / Tray.

Frage:
* Welche Wechselrahmen habt ihr selbst benutzt?
* War der gut oder welche Probleme hat er gemacht?

PS: Da die Rechner privat benutzt werden sollen die Kosten auch nicht all zu hoch sein.
 

Besterino

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Puh, so HDD-Wechselrahmen mit Tray kenne ich eigentlich nur noch aus der Vobis-Zeit so Mitte bis Ende der 1990er Jahre… ;) mit IDE-Schnittstelle

Alle modernen Hotswap-Bays verbinden sich halt direkt mit den Steckern des Datenträgers. Die Logik dahinter ist simpel: weniger Steckverbindungen, weniger Probleme.

Was ich aber eine Weile aus ähnlichen Erwägungen wie Du benutzt habe war ein 2,5“ auf 3,5“ Gehäuse mit eigenen Steckern. Das dann in einer Standard 3,5“ hotswap Bay und die Kontakte des Datenträgers werden nicht abgenutzt/belastet. Nachteil: passen halt nur 2,5“ Datenträger rein…

Beispiel:

Rahmen:

in Bay:


Ist aber alles Gefrickel. Backup in der Größenordnung würde ich wohl entweder per SAS, Tape oder einen dedizierten Backup-Rechner (der nur bei Bedarf hochgefahren / ans Netz gehängt wird) realisieren. Backup-Platten sollten auch nicht unbedingt physisch bewegt werden…
 
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Ithlingit

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Alle modernen Hotswap-Bays verbinden sich halt direkt mit den Steckern des Datenträgers. Die Logik dahinter ist simpel: weniger Steckverbindungen, weniger Probleme.
Klar, die Verbindung darf nicht wackeln.

Was ich aber eine Weile aus ähnlichen Erwägungen wie Du benutzt habe war ein 2,5“ auf 3,5“ Gehäuse mit eigenen Steckern. Das dann in einer Standard 3,5“ hotswap Bay und die Kontakte des Datenträgers werden nicht abgenutzt/belastet. Nachteil: passen halt nur 2,5“ Datenträger rein…
2.5" Platten sind für meine Backups zu klein.

Danke für die Beispiele mit dem Icy Dock MB882SP-1S-2B 2,5"->3,5" Konverter und dem Enermax Rahmen (der ist wohl vergriffen).

Ist aber alles Gefrickel. Backup in der Größenordnung würde ich wohl entweder per SAS, Tape oder einen dedizierten Backup-Rechner (der nur bei Bedarf hochgefahren / ans Netz gehängt wird) realisieren. Backup-Platten sollten auch nicht unbedingt physisch bewegt werden…
Also SAS oder DLT Tape ist zu teuer. Ein extra Server der nur die Backup-Platten enthält und per NFS oder CIFS partitionsweise exponiert hatte ich auch angedacht (aka NAS ähnlich nur ohne weitere Funktionen). Dann ist das Backup aber auf Gigabit LAN Geschwindigkeit beschränkt. Und ich habe keine zweiten Satz Platten im Schrank.

Ich wäre auch mit externen USB oder SATA Gehäusen zufrieden die an Linux und Windows gleichermaßen funktionieren. D.h. USAP unter Linux auch mit großen HD können und dann nahezu HD Geschwindigkeit liefern und sich zuverlässig ausschalten lassen.
 
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Besterino

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Zu Linux fehlen mir die Erfahrungen. Meine offsite Backups liegen auf billigen 4TB USB WD Portables - unter Oracle Solaris funktionieren die immerhin. ;)

Die 1Gbit im Netz solltest Du vielleicht eh mal überdenken. :p 10Gbit Glasfaser NICs bekommst gebraucht (Enterprise-grade) hinterhergeschmissen und auch ein Switch kostet weniger als 150 Euro…

Wegen SAS: dachte vor allem an die Anbindung. Mit nem gebrauchten HBA mit externem Anschluss und nem SAS-Enclosure kannst Du in der Regel auch problemlos SATA-Platten fahren. Musst nur ggf. bisserl aufpassen vor dem Stecker ziehen (und ggf. manuell vorher die Disks / Filesystems unmounten). Hab hier z.B. noch so‘n 4Bay Lindy Gehäuse - ist für sowas sensationell. Nachteil: brauchst halt in allen Rechnern nen SAS-HBA (bekommt man gebraucht aber auch zum Teil fürn Zwanni).
 
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