Frage Linux & ProtonDB auf AMD Hardware

GR1N

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Hallo zusammen,

habt ihr schon Erfahrungen mit einer Linux-distribution, ProtonDB samt aktueller oder allgemein AMD-Hardware machen können?

Wenn ja, welche Spiele habt ihr getestet und mit welchen Distros, Kernel und Treibern habt ihr gute Erfolge erzielt?
 

longusnickus

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mit AMD hardware musst du nichts machen, weil die treiber alle open source und somit bei jeder distro dabei sind (vielleicht muss man das paket "vulkan-tools" installieren)
distro nutze ich manjaro, weil es ein rolling release (keine lust auf neue kernel, etc zu warten und alle 6monate ein großes update zu machen) ist und mit AUR auch fremdsoftware leicht installiert werden kann (zB mangohud). außerdem nutzt jetzt valve ARCH als grundlage für steamOS 3. also sollte es nicht so weit entfernt sein von manjaro, welches auch ARCH als basis hat, was wiederum zu besserer kompatibilität führt, weil valve natürlich alle spiele auf steamOS testen wird (valve führt bald ein punktesystem für proton spiele ein)

gespielt habe ich schon sehr viel. raft, doom, wolfenstein, little nightmares, just cause 4, war thunder tomb raider, hitman etc
auch die gratis spiele von epic wie rage 2, rocket league und plague tale

was auf protondb mind. GOLD ist sollte ohne probleme funktionieren
 

Ghoster52

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Ich nutze seit vielen Jahren "Mint", nur leider spackt es momentan auf der M.2 SSD (Ursache noch unbekannt)
Aktuell nutze ich zur Probe "MX Linux" und Dank "Lutris" sollte man auch mehrere Spiele zum laufen bekommen.
In Steam werden auch einige Spiele Linux-unterstützt (Vulkan)
 

arcDaniel

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AMD Hardware, wie schon erwähnt sind die Treiber opensource und machen daher, in der Regel, keine Probleme.

Es ist aber nun mal so, dass die meisten Distros auf stabilität setzten und selten aktuelle Versionen liefern. Nicht umsonst wechselt Valve von einer Debian Basis auf Arch. Ältere Pakete bedeuten meist nicht erhaltene Features und schwächere Leistung.

Bei Arch bekommt man so mit die aktuellsten Softwarepakete, wenn man nicht selbst kompilieren möchte. Arch als Nutzerfreundlich kommt Manjaro am nächsten und im "unstable channel" genauso aktuell wie Arch. Unstable ist unglücklich gewählt da hier nur die Pakete noch nicht intern getestet wurden. Fahre aber jetzt schon ne ganze Weile so ganz gut. (Bin allerdings auch kein Linux Neuling)

ProtonDB ist mit Vorsicht zu geniessen, da hier viele Kompatibilitäten mit Proton-GE angeben werden, war ein Fork von Valves Proton ist und wieder Handarbeit voraussetzt. Und viele Inkompatibilitäten werden einfach mit "geht nicht" abgestempelt ohne zu grosse Ursache.

Kurz:
-Nur weil ein Titel Platinum ist, muss es nicht Plug&Play laufen
-Nur weil ein Titel Borked ist, kann es leicht Spielbar gemacht werden (ok eher selten, doch Bronze kann sehr gut laufen)

Die Spiele welche ich bis jetzt getestet habe laufen sehr gut:
Divinitiy OS2, Baldurs Gate 3, SW Fallen Order, Horizon Zero Dawn, diverse Indie Titel...
 

arcDaniel

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Debian Distros sind sehr zu empfehlen, wenn der Einsatz passt. Fürs Gaming oder zumindest wenn man eine maximale Kompatiblität in aktuellen Games möchte, braucht man die aktuellsten Pakete (Kernel, Mesa...) und die bekommt man im Moment am einfachten eben über Arch/Manjaro.

Ubuntu mit passenden ppa's klappt auch relativ gut, ist aber deutlich mehr gebastel als bei Manjaro. Auf der anderen Seite sind Ubuntu und auch Fedora die meist unterstützen Distros in der Industrie. Damit meine ich Pakete welche nicht in den Repositories erhalten sind. Hier stellen viele Hersteller ihre Treiber als .deb oder .rpm zur verfügung. Da oft closed source, bekommt man also auch dann nicht den Source Code um selbst zu kompilieren. Dann heist es wieder tricksen und das ist alles andere als Benutzerfreundlich
 

HerrRossi

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Es gibt ja auch eine "bleeding egde" Variante von Debian. Ich bin mit der Distro aber nie warm geworden, da finde ich Arch resp. Manjaro einfach angenehmer.

Spannend für Gaming unter Linux wird SteamOS, das ja zusammen mit der Steamkonsole rauskommen soll.
 

arcDaniel

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Ja ich behalte es auch stark im Auge, da ich ein Steam Deck vorbestellt (oder reserviert, leider after Q2) habe.

Im Moment sieht es so aus, dass zumindest die Spiele welche ich Portabel spiele möchte und welche keine "Optimierungen" benötigen, ich auf Windows verzichten kann.

Auf dem PC bin ich aber definitiv noch nicht so wei.

Hei ein passendes Video dazu
 

Ghoster52

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Hast Du schon mal "Lutris" getestet ???
Kann man diverse Emulatoren und Launcher einbinden.
Bei Steam gehen alle "Vulkan" unterstützen Spiele und mit "Wine Steam" geht zum Bleistift
Trackmania, Doom usw. (soviel hab da aber noch nicht getestet)
 

arcDaniel

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Ja Lutris schon probiert und ja funktioniert. Da meine Linux "Tests" sich aber in Voraussicht auf Steam Deck basieren, nutze ich auch für Non-Steam Spiele Proton über Steam. Mann kann ja ein extern installiertes Spiel, Steam zuweisen und dann mit Proton starten.

Wo ich bis dato die meisten Probleme habe ist Controller Support (Xbox Series Controller). Teil nicht erkannt, teils extrem hohe Latencen... Kaze and the wild Masks ist z.b. unter Linux mit dem Controller bei mir unspielbar.
 

arcDaniel

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Gestern weiter mit Manjaro experimentiert und folgen Feststellungen welche ich mit euch teilen möchte, da sie mir "Angst" machen:

Habe von Manjaro KDE auf Gnome gewechselt, dürfte für Steam nichts ändern, tortzdem lagen seit letzem Linux Zocken und Gestern ein paar Tage dazwischen und ebenfalls weitere Updates, so auch ein Update für Proton Experimental.

Jetzt geht bei mir kein Spiel mehr mit Proton Experimental. Mit Proton 6.3-8 geht ein Teil aber bei weitem nicht mehr alles.

Jetzt aber das Kurioseste:
Divinity Original Sin 2 --> Läuft, sehr gut, dachte ich zumindest. Dann beim Laden meines Spielstandes musste ich feststellen, dass Die Aufdeckung der Maps und Quests wieder zurückgesetzt wurden. Zuerst dachte ich natürlich an einen Bug vom Spiel selbst, was hat Linux mit dem Laden vom Spielstand zu tun... Doch auch ältere Spielstäne zeiten das gleiche Verhalten.

Wieder in Windows gestartet und meine Spielstände funktionierten wieder wie sie sollten!

Passieren solche Sachen, bei Spielen wo man doch in 3 Stellige Stunden Bereiche kommt und ich man keine Lust hat X Stunden neu zu Spiele. Oder schlimmer der Fehler X Stunden unbemerkt bleibt und die Spielstände durch fehlerhafte ersetzt wurden... Das ist schon eine sehr grosse Lustbremse und macht mir ehrlich Angst.

Edit: Mein Problem mit DSO2 scheint sich "gelöst" zu haben. Ich habe bisher immer die gleiche Partition für die Spiel unter Windows und Linux genutzt. Also eine NTFS Partition mit welcher Linux eigentlich umgehen können sollte. Bisher hat dies auch gut geklappt... bisher... Jetzt das Spiel einzeln auf der ext4 Patition intalliert und alles läuft wie es soll.

Schade, dass es doch so scheint, dass ich keine Partition Linux/Windows für die Spiele teilen kann. Dies bedeutet dass ich einen doppelten SSD Verbrauch habe. Also nicht gerade doppelt, da ich auf Linux noch nicht alles installiere und es eher ein Testsystem ist. Sollte ich einen ganzen Switch wagen, ändert sich einfach die Balance. Also alles Linux und nur seltene nicht kompatible Spiele auf Windows.
 
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Kaito Kariheddo

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Ich bevorzuge Rolling Release Distros, genauer gesagt Arch. So hab ich immer die neusten Pakete, ohne mich weiter darum kümmern zu müssen.
Bisher hab ich gute Erfahrungen damit gemacht. Generell hat sich seit einiger Zeit viel getan beim Thema Spiele unter Linux. Besonders durch Lutris und Steam/Proton ist es ohne händische Eingriffe möglich, das meiste "out of the box" zu spielen. Ausnahme natürlich beim Cheatschutz - aber da hat sich dank Valve auch schon was getan - Ark Survivial Evolved (BattlEye) beispielsweise läuft seit November. Es bleibt zu hoffen, dass in absehbarer Zeit, in den nächsten Wochen und Monaten, noch viel mehr Spiele dazu kommen.

An gestesten Spielen:
Metro 2033 / Last Light - Beide über gog/Lutris
Control - gog/Lutris
Star Citizen - gog/Lutris
theHunter - steam/proton
Shadow of the Tomb Raider - steam/proton
War Thunder - nativ
World of Tanks / Leagea of Legends - Kurz angetestet über Lutris, lief auch

ProtonDB als Nachschlagewerk ob etwas läuft oder nicht ist ganz praktisch, aber man sollte sich nicht gleich von einem schlechten Ranking abschrecken lassen. War Thunder wird beispielsweise mit Silberstatus angezeigt und einige Nutzer schreiben, läuft wegen Easy AntiCheat nicht - dabei gibt es die native Version die ohne Probleme läuft.

Generell glaube ich, ist man mit AMD unter Linux gut beraten.
 

arcDaniel

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Ich bevorzuge ebenfalls mittlerweile Rolling Release Distros und experimentierte hier einige Zeit mit openSUSE. Hier konnte ich mich aber nie sonderlich mit all den repos anfreunden. Manjaro mit Zugriff auf AUR ist einfach super.

Ich finde es nur schade, dass gerade hier im Forum so wenig Interesse bezüglich Linux besteht.
 

arcDaniel

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Guides, ja vielleicht dann hier mal ein Wink an @Igor Wallossek :)

Gaming unter Linux wird auch immer einfacher und angenehmer, aber teils auch durchwachsen. Finde ich z.b. läuft Horizon Zero Dawn bei mir unter Linux besser, andere Spiele wie Baldur's Gate 3 ist die Leistung so schlecht, dass es für mich unspielbar wird. Kaze and the wild Masks bekommt unter Linux einen extremen Input-Lag mit meinem Xbox Series Controller, dass es auch unspielbar wird...

Hier hoffe ich, dass nach vernünftig nachgebessert wird, damit ich auf meinem zukünftigen Steam Deck, nicht doch genötigt werde Windows installieren zu muss.
 

Moeppel

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Nutze EndeavourOS als rolling Arch.

Läuft in der Summe rund und Elex II bspw. wurde ausschließlich unter Proton gespielt.

Elden Ring läuft bei mir leider deutlich schlechter als unter Windows, weshalb der Titel bei mir dahingehend keine Option darstellt.

Als jemand der natives 4K oder wahlweise 1800p Rendering bevorzugt, bin ich mir auch nicht sicher, ob Linux bei höheren Auflösung ggf. die Grätsche macht, verglichen zu bspw. 1080p Vergleichen. ProtonDb überlappt sich manchmal in keinster Weise mit meinen Erfahrungswerten.

Verglichen zu Windows bleibt es aber nun mal viel Frickelei, für die man offen sein muss. Auch sind undervolt und OC tools leider recht spärlich.
 
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