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Bykski Ice Dragon Kit im Test – Was taugt das günstige Set für eine Selbstbau-Wasserkühlung?

Lieferumfang

In diversen kleinen Tüten befinden sich insgesamt sechs Softtube-Fittinge, der proprietäre RGB- und Lüfter-Hub sowie drei Blindstopfen. Eine unbeschriftete Tube Wärmeleitpaste gibt es auch noch dazu.

Besonders hilfreich für das ersten Befüllen ist dann die ebenfalls beiliegende Überbrückung für den 24-Pin ATX-Stecker. Damit werden die Anschlüsse für Pumpe und Lüfter mit Strom versorgt, ohne dass der Computer startet.

Der CPU-Block trägt den klangvollen Namen CPU-XPR-AM-V2 und ist wie bereits erwähnt nur für  AMD, genauer gesagt den Sockel AM3 und AM4. Mit einer Coldplate aus vernickeltem Kupfer und einem Deckel aus leicht milchigem PMMA macht er optisch schonmal einen guten Eindruck, die Kühlleistung testen wir dann gleich im Anschluss.

Und auch die Pumpen-AGB-Kombi CP-PA-X-CT60-V2-100 macht einen guten Ersteindruck. Ich habe hier eine frühe Version mit vier Anschlusslöchern im Deckel, die jetzt verfügbare Retail-Variante hat dann nur noch drei. Die maximalen Umdrehungen werden mit 3800 RPM angegeben bei einer Förderleistung von 300 Liter in der Stunde. Im Gegensatz zu den Lüftern wird die Pumpe ganz regulär via 4-Pin PWM Anschluss an das Mainboard gehängt.

Bei den beiliegenden Lüftern handelt es sich um CF-APRBW-FN-V3, leider mit einem proprietären 6-Pin Anschluss. 120mm Standardgröße bei 26mm Dicke sollen ein Volumen von 64,8 CFM produzieren. Die Steuerung ist nur über den Hub mit Fernbedienung möglich, daher ist keine Messung der Umdrehungen möglich, laut Datenblatt sind aber maximal 1500 RPM angegeben. Insgesamt 5 Stufen, vermutlich 0%, 25%, 50%, 75% und 100%, lassen sich auswählen.

Und zuletzt darf natürlich der Radiator – CR-RD360RC-TN-V2 – nicht fehlen. Dieser besteht laut Bykski komplett aus Kupfer und hat eine 28mm dicke Kühlfläche, die von 14 Kanälen durchzogen wird. Mit Rahmen ist der Radiator dann 30mm dick und wiegt 850 Gramm.

Auf der Produktseite und dem beiliegenden Zettel weist man mehrfach sehr eindringlich darauf hin, möglichst nur die beiliegenden Schrauben zu verwenden. Die Kanäle mit der Kühlflüssigkeit gehen ungeschützt genau unter den Schraubenlöchern durch, sodass zu lange Schrauben sie beschädigen könnten.

Die Verarbeitung aller Teile ist absolut zufriedenstellend, nur die Pumpen-AGB-Kombi hat mir etwas Probleme bereitet. Der Ausgleichsbehälter war ab Werk scheinbar nicht ganz gerade in den Pumpenblock reingeschraubt worden, sodass Flüssigkeit ausgetreten ist. Gleichzeitig saß das Rohr aber so fest, dass ich es nur mit einem Schraubstock herausbekommen habe. Es danach richtig festzuschrauben hat das Problem mit der Dichtigkeit dann aber auch schnell behoben. Trotzdem ärgerlich.

 

 

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Tim Kutzner

Moderator

270 Kommentare 141 Likes

Jetzt bin ich mal gespannt, wo sich sie Kits von anderen Herstellern einordnen. EK Waterblocks sollte als Nächstes kommen, Alphacool folgt eventuell auch bald. Noch weitere Vorschläge? :)

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ipat66

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Es ist wieder auffällig,wie schwer diese Ryzen zu kühlen sind.
Der Noctua Luftkühler macht den Job fast genauso gut,manchmal sogar besser....

Wasser ist dann doch für GPU's interessanter....
Müsste man mal testen wollen ...

Alleine für die CPU eher Mittelmaß .
Schön bunt,für diejenigen die es mögen....

Danke Tim für den Test....

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skullbringer

Veteran

182 Kommentare 164 Likes

Nettes Kit für den Preis! Was man im Vergleich zu einer AIO an Performance nicht bekommt, wenigstens an Flexibilität.

Ryzen CPUs mit ihrer hohen Wärmedichte sind wirklich ein sehr guter Kühler-Benchmark. Da muss direkt von der IHS an schon alles passen und wenn ein Glied der Kette schwächelt, schlägt es sofort durch. Bin gespannt ob Blöcke mit feineren Finnen dann überhaupt noch einen Vorteil haben, der Bykski sah nämlich schon relativ grob aus. 👀

Und natürlich Danke für den Test! ;)

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Sinatra81

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449 Kommentare 197 Likes

Eine erste WaKü bestand bis auf den GPU-Block(watercool) und den Lüftern(Noctua), komplett aus Bykski. Ich kann nichts schlechtes berichten.

Die damalige DDC Pumpe hab ich nach einem Jahr gegen eine Heakiller Tube samt D5 von Watercool getauscht. Bei Optik und auch von der Lautstärke merkt man natürlich einen Unterschied. Wobei auch der Preis wichtig ist zu beachten. Bykski Pumpe 60€ vs 160€ für die neue. Als Einstiegspumpe war sie top und dank eBay tut sie jetzt anderswo noch ihren Dienst.

Den damaligen Bykski CPU Block hab ich ebenfalls gegen einen Heatkiller IV getauscht. War mit dem Bykski optisch und auch von den Temps zufrieden. Dachte, mich mit dem Heatkiller gravierend zu verbessern, aber das war nicht der Fall. Ich wollte dann nur nicht wieder alles zurückbauen. Auch hier gilt es die Preise zu vergleichen. Bykski direkt vom offiziellen Shop in China 40€ / Heatkiller ~80€.

Heute nutze ich noch die Radiatoren und sämtliche Anschlüsse von Bykski.

Sollte ich in 2 Jahren wieder einen PC mit Ryzen 6000 und RTX 4000 bauen, werde ich mir passende Bykski Kühlblöcke dazu holen. 👍

(Kommt doch eh alles aus China!)

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Casi030

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Das hab ich mich auch schon beim Kühler gefragt als ich mir diesen gekauft hatte,warum die Feingewinde genommen haben und nicht einfach das größere Gewinde , spart Kosten da ja die Backplatte weg fällt......

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A
Andy

Veteran

244 Kommentare 62 Likes

Danke für den Test Tim. Na da bin ich mal auf die anderen Kits gespannt. Wobei eine Wasserkühlung nur für die CPU sich eigentlich nicht lohnt. Das bei dem Preis die Kühlkanäle des Radiators unter den Schraubbefestigungen der Lüfter ungeschützt sind halte ich für mehr als unglücklich. Wer denkt denn bitteschön in einigen Monaten Jahren noch daran wenn er evtl. mal andere Lüfter verwenden will.
Gibt es für diese Einsteigersets eigentlich auch Erweiterungssets für GPUs? Wäre evtl. interessant zu sehen wie diese sich dann im Gesamtverbund schlagen.

Noch eine Anmerkung zu der Autoslide Funktion der Bilderstrecken. Hatten wir gestern schon beim Test von @skullbringer angemerkt die Autoslidefunktion evtl. zu deaktivieren. Ich finde, dass es zum einen den Lesefluss stört, wenn zwischen dem Text ständig die Bilder wechseln und zum anderen kann ich den Inhalt mancher Bilder gar nicht so schnell erfassen bzw. möchte mir manche Bilder/Grafiken gerne länger anschauen (z.B. letzte Seite Übersicht der Ergebnisse). Bei jeder Bilderstrecke erstmal prophylaktisch den Pausebutton zu drücken empfinde ich dabei als etwas umständlich).

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Tim Kutzner

Moderator

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GPU-Blöcke gibts von Bykski auch, spricht ja nichts dagegen einfach einen mit einzubauen :D

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M
Martin Gut

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3,804 Kommentare 1,322 Likes

Ich schliesse mich der Bitte an. Wechselbilder lenken mich stark ab.

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W
Wie jetzt?

Mitglied

27 Kommentare 20 Likes

Prima Test, danke dafür! Das Ergebnis des Kits überzeugt mich so überhaupt nicht, noch dazu der Preis. Wenn man jetzt hergeht und ohne bling-bling auskommt und auf das Pumpendesign pfeift (Geschmackssache, mich stört es nicht, geschlossenes Case)- die m.M.n. aktuelle Referenz für 360er AiO (Arctic Freezer II) bekommt man aktuell für ein Drittel des Preises (schlanke 82€). Selbst die RGB-Variante liegt unter 100€. Ich glaube die 250€ würde ich nicht mal dann ausgeben wenn ich für die Zukunft einen custom loop im Visier hätte.

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Tim Kutzner

Moderator

270 Kommentare 141 Likes

Sliden bei den Ergebnissen war unbeabsichtigt und habe ich eben korrigiert, danke :)
Bei den normalen Bildern ist es immer wieder vorgekommen, dass dann Sachen übersehen wurden.
Ich denke mal, da werde ich die Zeit zum Wechsel einfach mal Verdoppeln.
@Andy

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About the author

Tim Kutzner

Unterstützende Kraft bei den Themen Kühler, Peripherie und 3D-Druck.
Linux-Novize und Möchtegern-Datenhorder mit DIY NAS.

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