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AVerMedia LiveStreamer MIC 133: Überraschend gut und günstig

Nachdem Igor vor Kurzem das Speedlink Volity Ready getestet hat und von dem Produkt mehr enttäuscht war, hatte ich zugegebenermaßen einige Bedenken, wie gut ein Mikrofon für unter 60 Euro, das AVerMedia Livestreamer MIC 133, sein könnte. Aber man lässt sich ja gerne überraschen, also Mikrofon ausgepackt und hineingesprochen.

Die kleine Box, in der das AVerMedia Livestreamer MIC 133 verpackt ist, ist überaus leicht und kompakt. Dieser Eindruck – so viel sei an dieser Stelle bereits vorweggegriffen – wird auch nach dem Auspacken bleiben, denn das Mikrofon ist mit 80 Gramm ein echtes Fliegengewicht. AVerMedia adressiert mit dem Mikrofon Streamer und Selbstdarsteller (Fachbegriff: Influencer), weswegen sich der überaus üppige Lieferumfang an eben jene richtet. Enthalten sind zwei Kabel: Ein 3-poliges Kabel für die Verbindung zwischen Mikrofon und Kamera bzw. PC. Sowie ein 4-poliges Kabel inklusive separatem Audio-Eingang für die Verbindung mit dem Smartphone oder andren Kombi-Klinke-Geräten. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört ein Windschutz/Tote Katze, eine Halterung mit integrierter Vibrationsdämpfung aus Gummi sowie passendem Adapter für die Montage auf eine Kamera. Damit das AVerMedia Livestreamer MIC 133 als Tischmikrofon verwendet werden kann, ist außerdem ein runder Standfuß aus Metall beigelegt. Die Kunststofftasche rundet das Gesamtpaket und soll das Mikrofon beim Transport sicher verwahren.

Gut verarbeitet
Der Körper des Mikrofons ist aus Aluminium gefertigt und ist absolut robust. An der Oberseite sowie im oberen Drittel sind kleine Löcher eingelassen, damit die Schallwellen an den innenliegenden Membran gelangen können. Diese ist überaus empfindlich und nimmt auch Schallwellen der ausgeatmeten Luft auf – die Tote Katze ist Pflicht, wenn Aufnahmen aus nächster Nähe getätigt werden.

Die Halterung für das Mikrofon besteht wie bereits erwähnt aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist trotz günstiger Materialwahl dennoch gut, hier knarzt nichts und auch von Spaltmaße ist nichts zu sehen. Per Metallschraube kann die Steifigkeit justiert werden. Für eine sichere Montage auf der Kamera oder dem Fußstativ wird die Halterung per Plastikschraube befestigt. Wie langlebig diese ist, wird sich noch zeigen. Ich aktualisiere dieses Review entsprechend, sollte hier etwas kaputtgehen.

Die Tote Katze ist schön flauschig, AVerMedia greift zu Kunstfasern 2,5 cm langen Kunstfasern. Innenliegend befindet sich ein gewebtes Gummiband, der einen stabilen, aber nicht zu festen Halt auf dem Mikrofongehäuse garantiert. Ebenfalls fest ist auch der Halt auf dem Tisch, wenn das Livestreamer MIC 133 in der entsprechenden Halterung angebracht ist.

Die Kabel sind mit ihrer Dicke von 4mm nicht zu steif, aber dennoch gut isoliert. Es kommen vergoldete Klinkenstecker zum Einsatz, die Köpfe sind aus festem Gummi gefertigt und mit dem AVerMedia gebrandet. So kommt es nicht zu Verwechslungen mit anderen Kabeln. Und wenn doch, dann ist das kein Problem: Im Test habe ich zwei Kabel ausprobiert und hatte mit beiden Aufnahmen in gleicher Qualität durchführen. Besonders das Y-Adapterkabel ist eine nette Beilage, da besagte Influencer gerne zum Smartphone greifen, um sich in Szene zu setzen. Die Nutzung des Livestreamer MIC 133 und eines Kopfhörers ist mit dem Kabel problemlos möglich.

Eine wichtige Anmerkung an dieser Stelle: Gerne hätte ich einen Blick auf das Innenleben geworden. Das Mikrofon ist jedoch verklebt bzw. versiegelt und lässt sich nicht ohne weiteres öffnen. Um eine Beschädigung zu vermeiden, habe ich auf ein gewaltsames Aufbrechen der Außenhülle verzichtet.

 

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.