Grafikkarten Hardware Testberichte

Heiße Feinkost für Veganer: Asus RX Vega64 Strix OC im Test

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Platinen-Layout

Wie schon Gigabyte und Sapphire, weicht auch Asus extrem von AMDs Referenz-Layout ab, was auch das Nutzen von bereits existierenden Fullcover-Wasserkühlern unmöglich machen dürfte. Asus setzt auf 6 Phasen mit Doubling, so dass sich insgesamt 12 Spannungswandler für die VDDC und eine Phase für den Speicher ergeben (MVDD). Die Erzeugung der weiteren Hilfsspannungen zeigt das Schema ebenfalls.

Interessant ist die Positionierung von zwei der sechs Spannungswandler für die VDDC. Da kein Platz in der senkrechten Reihe mehr war, hat man sie einfach links daneben angeordnet und muss sie demzufolge auch separat und anders kühlen. Wir werden noch darauf zurückkommen.

Blickt man einmal auf die Rückseite der Platine, dann sieht man, dass sich sehr wenige aktive Bauelemente auf dieser Seite befinden und man eigentlich Platz genug gehabt hätte, um unterhalb der heißen Spannungswandler noch ein großflächiges Wärmeleitpad zwischen PCB und Backplate zu positionieren.

Asus setzt auf insgesamt zwei externe 8-Pin-Buchsen für die Spannungsversorgung. Da der Mainboard-Slot laut unserer Messungen ca. 25-27 Watt maximal liefert, müssen diese beiden Anschlüsse somit also den Rest stemmen. Wie viel das ist, sehen wir später noch.

Spannungsversorgung der GPU (VDDC)

Im Mittelpunkt steht wie schon beim Referenzdesign erst einmal der IR35217 von International Rectifier, ein Dual Output Digital Multi-Phase Controller, der sowohl die sechs Phasen für die GPU, als auch eine weiter Phase für den Speicher bereitstellen kann, auf die wir gleich noch zu sprechen kommen werden. Doch zurück zur GPU und damit zu dem, was wir im Schema oben als VDDC-Block sehen. Wir zählen 12 Spannungswandlerkreise und nicht sechs. Da aber nur sechs echte Phasen erzeugt werden, doppelt man jede dieser Phasen, um die Last auf zwei Wandlerkreise pro Phase aufteilen zu können.

Für dieses sogenannte Doubling kommen insgesamt sechs IR3599 von International Rectifier zum Einsatz. Die eigentliche Spannungswandlung eines jeden der 12 Wandlerkreise übernimmt jeweils ein IR3555M, ebenfalls von International Rectifier. Diese sogenannten PowIR Stage Chips vereinen die High- und Low-Side, sowie Treiber und Schottky-Diode in einer einzigen, hochintegrierten Schaltung.

Bei den Spulen setzt Asus für den VDDC- als auch den MVDD-Bereich auf Ihre speziell gelabelten SAP II (“Super Alloy Power”). Dabei handelt es sich im recht ordentliche, gekapselte und vergossene Ferritkernspulen, die auch vollautomatisch bestückt werden können.

Spannungsversorgung des Speichers (MVDD)

Wie bereits kurz erwähnt, wird auch die eine Phase für den Speicher vom IR35217 mit bereitgestellt. Eine Phase reicht für die Karte völlig aus, da der Speicher deutlich genügsamer ist. Wie schon bei der VDDC setzt man auf einen IR3555M von International Rectifier. Für die Glättung am Ausgang kommt wieder die bereits erwähnte SAP II (“Super Alloy Power”) zum Einsatz.

Weitere Spannungswandler

Die Erzeugung von VDDCI ist leistungsmäßig kein großer Posten, aber wichtig. Sie dient dem GPU-internen Pegelübergang zwischen dem GPU- und dem Speichersignal, quasi so etwas wie die Spannung zwischen dem Speicher und dem GPU-Kern auf dem I/O-Bus. Darüber hinaus erzeugt man noch eine konstante Quelle für 0,9 Volt. Außerdem existiert auf der Frontseite auch noch eine 1,8V-Source (TTL, GPU GPIO). Diese drei Spannungswandler sind nahezu identisch bestückt und setzen dafür auf einen MPQ8633, einen Synchronous Step-Down Converter von MPS.

Unterhalb der GPU findet man noch den APL5620 von Anpec für die VPP. Dieser Ultra-Low-Dropout-Chip erzeugt die sehr geringe Spannung für den PLL-Bereich. Auffällig ist auch noch der Dual-BIOS-Chip 25X20xx, bei dem es sich um einen doppelten SPI Flash-Chip handelt. Den passenden Switch hat Asus genau dort platziert, wo man ihn auch bei der Referenzkarte findet.

Im Eingangsbereich befindet sich jeweils eine Ferritkernspule mit 330 nH für die Eingangsfilterung, was ungemein hilft, die auftretenden Lastspitzen einschließlich der anfallenden Nebenprodukte von Netzteil abzublocken. Wer wie auf den Nvidia-Karten Shunts im Eingangsbereich sucht, wird nicht fündig, denn Vega unterstützt leider keine eingangsseitige Stromfluss-Kontrolle.

Mit dem ITE 8915FN setzt Asus auf einen universellen und programmierbaren Embedded-Controller, der die Lüftersteuerung und die RGB-Beleuchtungseffekte realisiert. Damit wären wir dann auch schon durch, denn der Rest ist der übliche Standard.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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