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Arbeiten und kreativ gestalten mit dem Notebook? Beim Max-Q Design schlägt die GeForce RTX 3080 die RTX 2080 Super deutlich!

Mit RTX Voice hatten wir uns ja schon öfters beschäftig, jetzt gibt es Broadcast, wo NVIDIA einerseits die Bilderfassung der Kamera bearbeiten kann, andererseits auch RTX Voice mit inkludiert. Leider ist das Ganze bisher RTX-exklusiv, da hilft auch im Moment kein Umbiegen des Installations-Paketes. Aber sei es wie es sei, es lohnt sich durchaus, sonst hätte ich mir den Aufwand sicher nicht auch noch angetan. Das mit dem Mikrofon und den Hintergrundgeräuschen kennen wir noch von RTX Voice. Das klappt beim Aufnahmegerät vorzüglich und lässt sich sogar noch mit einem eingebauten Testprogramm aufzeichnen und überprüfen. Man sollte es mit der Stärke nicht übertreiben, sonst clippt es etwas. Aber ansonsten ist das Ganze sicher richtig hilfreich, wenn im Hintergrund Staubsauger, Kaffeemaschine oder Fön lärmen. Das klappt auch bei der Wiedergabe, wenn der Gegenüber so ein Feature nicht besitzt, dann kann man sich diesen Geräuschteppich auf vor der Wiedergabe wieder schonrechnen lassen, AI sei Dank.

Jetzt aber kommt das eigentliche Highlight, nämlich die KI-basierte Erkennung des Protagonisten vor der Cam und das Manipulieren dessen, was nicht ich bin. Ich habe nicht nur Tausend Euro in mein Green-Wall-Studio investiert und dann kommt das hier zum Nulltarif. Gut, die Kanten sind ein klein wenig ausgefranst und bei schnellen Bewegungen gibt es partial auch schon mal leichte Artefakte (Finder), aber das sind meist provozierte Ausnahmen oder fieses Gegenlicht. 

Es geht auch als Auslands-Studio, wie z.B. hier als Korrespondent in  Taipeh. Kann man nicht hinfliegen, legt man sich halt eine Konserve in den Hintergrund und dreht die Heizung hoch. Dann sieht sogar die Stirn authentisch aus. Man muss Broadcast zugutehalten, dass Vieles auch mit der Qualität der Kamera steht und fällt. Leider ist die im Razer Blade eher schlecht und lichtschwach, so dass viele Artefakte auch ohne Zusatzprogramm bereits existierten. Was aber gut geht, ist der Echtzeit-Stream, der mit NvEnc deutlich performanter ist als mit der CPU. Netter Nebeneffekt: der Lüfter des Notebooks bleibt dezent im Hintergrund, weil die GPU das deutlich effizienter erledigt.

Insgesamt hat man natürlich auch seinen Spaß, aber gerade für Videokonferenzen ist ein eher offizieller Hintergrund besser als das Chaos im heimischen Home-Office. Oder aber man zeichnet das Ganze als Videodatei auf. MKV-Container oder MP4, auch hier hilft NvEnc bei der Echtzeitencodierung, ohne dass sich die eher fußlahme CPU einen abquälen muss. Ein Test mit zwei Bildschirmen, auf denen zwei verschiedene Apps laufen bringt das Notebook auch nicht ins Stocken, denn die last liegt fast allein auf der GPU.

Das alles lässt sich, wie schon bei RTX Voice, in OBS einfach als Aufnahme- oder Ausgabe-Gerät auswählen. Das geht in jeder Software, die einem die Device-Auswahl zulässt. Skype, Teams & Co tun es auch, OBS haben wir ja schon gesehen. Hier kann man sich einfach das Gerät aussuchen und einrichten, egal, ob Video oder Audio. Kompliziert ist definitiv was anderes.

Außerdem nutzen immer mehr Firmen auch die API und die Funktionen von NVIDIAs Broadcast auch direkt in Apps oder Plugins zu implementieren. So bringt VoiceFX z.B. NVIDIA Broadcasts Noise Removal in VST3-kompatible Editing-Apps. Xaymar, der Entwickler des beliebten StreamFX Plugins für OBS Studio, das bereits das AR SDK nutzt, hat mit VoiceFX nun auch Noise Removal zu einem VST3 Filter hinzugefügt. Damit können alle Anwender die NVIDIA-Funktion Noise Removal direkt nutzen, um Hintergrundgeräusche direkt aus Video- und Audiobearbeitungsprogrammen wie Adobe Premiere Pro und Adobe Audition zu entfernen. Auch nachträglich.

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gastello

Veteran

267 Kommentare 87 Likes

Das ist ein interessanter Artikel/Beitrag, mehr davon. Ich kanns bestätigen die 2080 kommt mit der 3080 nicht mit, aber der Energieverbrauch wird zum Problem, das Notebook hebt fast ab (thermisches Limit ist dabei nett ausgedrückt...:)).

External GPU Beistellboxen helfen da kaum ab, weil man zuviel der verfügbaren (Grafik-) Leistung über den Link verliert, der gegenüber einer integrierten dGPU deutlicher limitiert. Man kann nur ca. 70% der verfügbaren Leistung abrufen. Das Thema steckt noch in den Kinderschuhen. Da ist es sinnvoller lieber auf eine stärkere integrierte GPU zu setzen, nur sind die Dinger einfach nicht sparsam. Q-Max usw. waren/sind gebinnte Desktop Dies aus der gleichen Produktion. 95W in einer etwas schmaleren Slim Variante sind der Horror. Da kannst du am Luftauslass deine Kaffetasse warm halten...während dir der Lüfter ähnlich einem Fön den Nerv raubt und du kaum Zugriff auf ein Profil hast. Da hilft dann nur über das Energiepsparprofil ein Offset manuell zu setzen.

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Igor Wallossek

Format©

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Es ging so. Für die Oberschenkel ist das nichts 😂

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Biedermeyer

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28 Kommentare 5 Likes

Ohne stabile RJ45-Verbindung wird das nix - wollen mit der Reduzierung wohl Apple nacheifern.
Den Trend, nach immer weniger Anschluessen verstehe ich nicht, ausser dass vermtl. nur nachgemacht wird, um ja keinen "Trend" zu verpassen...

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Abductee

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Der RJ45 braucht im Geäuse halt relativ viel Platz, das ist dann einfach nem schlanken Gehäuse geschuldet das es den nicht mehr gibt.

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eastcoast_pete

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148 Kommentare 30 Likes

Zunächst Mal: Danke für den Test!
Ich bin aktuell (immer noch) im Markt/auf der Suche nach meinem nächsten Laptop. Wie es im Englischen so schön heißt "slim pickings" im Moment, leider.
Über das Testgerät: Jetzt kann ich ja schon verstehen, daß ein dünnes Laptop besser aussieht, aber (ABER) bei so einem 3080 MaxQ wäre etwas mehr Dicke (so 3-5 mm) wirklich mehr gewesen. Damit wäre der Platz da für (von sehr wichtig bis weniger): Größere und bessere Heatsinks/Heatpipes, etwas tiefere Fans mit mehr Durchsatz damit der MaxQ nicht im Hitzestau zum Mini degradiert wird bzw nicht so Fön-Artig klingt, Platz für einen Ethernet Anschluss, und, wenn's 150-200 g mehr sein dürfen, auch eine etwas größere Batterie. Wenn es dieses Notebook dann doch noch mit einer 5700 oder besseren Cézanne oder einem 6 oder 8 Kern Tiger Lake* gibt, nehme ich auch meine Kreditkarte raus.
* Wenn Intel hier in 2021 zu Potte kommt.

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Gurdi

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Zu dem Thema befindet sich bereits etwas in Vorbereitung ;)

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alles_alles

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https://geizhals.de/?cat=nb&xf=1129...2_AMD~2379_15~6763_Ryzen+4000~6763_Ryzen+5000 So wie ich das sehe, hat sich die Problematik mit den 5000ern cpus in Luft aufgelöst weil es durchaus laptops mit NVIDIA und AMD gibt . Auch eine 3080

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alles_alles

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737 Kommentare 174 Likes

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eastcoast_pete

Veteran

148 Kommentare 30 Likes

Wenn ich's richtig verstanden habe, ist das Problem mit AMD Ryzen CPUs und NVIDIA GPUs im Notebook nicht, daß es so nicht gibt, sondern das AMD CPUs (Renoir, Cézanne) nicht bei der dynamischen Aufteilung der TDP mitmachen können oder wollen. Gerade bei so einem Flachmann Notebook wie dem Razor hier ist die maximale Kühlleistung eben doch ziemlich begrenzt. Auch deswegen wäre mir ein etwas dickeres Chassis (extra 3-5 mm) auch lieber, da kommt eine größere Kühllösung besser unter.

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Palmdale

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60 Kommentare 16 Likes

@eastcoast_pete
Jop, so hab ich das im Text auch gelesen, allerdings mit definitivem "Nicht wollen". Was bei AMD als sonst quelloffener Standardfreund eher irritiert, oder man möchte analog Intelgebahren seine gewonnene Stärke gleich mal ins Proprietäre auswalzen...

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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