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AMD Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test – Echter Fortschritt mit bis zu 32 Kernen

Wer plant, beide neuen Threadripper in Produktivsystemen bzw. reinen Workstations einzusetzen, der sollte sich im Vorfeld wirklich genau überlegen, wo sein eigener Tätigkeitsschwerpunkt liegt, welche Software zum Einsatz kommt bzw. welche für die nähere Zukunft geplant sein könnte. Denn eines darf man nicht vergessen: nicht alles lässt sich wirklich effizient (und sinnvoll) parallelisieren und viele Softwarepakete unterstützen bis heute nur maximal vier bis acht Kerne wirklich optimal.

AutoCAD ist da das Paradebeispiel, denn solange im 2D-Entwurfsmodus gearbeitet wird, werden kaum mehr als zwei Kerne wirklich ausgelastet. IPC siegt vor dickem Kernobst. Mal wieder.

Kommen dann noch parallel dazu Berechnungen hinzu, kann sich der Ryzen Threadripper 2950X zumindest vor den Ryzen 2700X schieben. Das Dickschiff Ryzen Threadripper 2990WX wirkt da eher deplatziert:

Ähnlich läuft das auch im Grafikbenchmark von Cinebench, den die meisten Tester leider links liegen lassen. Hier werden jetzt nämlich parallel zur OpenGL-Ausgabe auch nett CPU-Threads erzeugt und siehe da, der Ryzen Threadripper 2990WW kann, dank PBO mit ausreichen Takt versehen, auch ganz gut mitschwimmen. Allerdings geht auch hier der Punktsieg an Intel.

Solidworks besteht aus mehreren Programmbestandteilen und Paketen, die sehr unterschiedliche CPU-Anforderungen stellen. Betrachten wir in diesem Kapitel zunächst nur der Grafik-Index, zumal ja genau dieser Bereich, wie schon bei AutoCAD auch, nicht wirklich Multi-Thread-optimiert ist. Das Ergebnis lässt sich erahnen:

Auch Creo ist eher modular aufgebaut und es gibt verschiedene Szenarien, die sich testen lassen. Die Ausnutzung der Kerne ist hier aufgrund von mehr echten Berechnungen allerdings etwas optimaler gelöst, wenn auch nicht perfekt. Doch warten wir den später noch folgenden CPU-Index ab, denn die Wahrheit liegt immer in der Gesamtheit der Betrachtung.

Catia agiert ähnlich wie der Cinebench-Grafiktest und das Ergebnis ist demzufolge auch nicht so berauschend, Zumindest liegt der Ryzen Threadripper 2950X hauchdünn vor dem Ryzen 2700X und die vielen Kerne stehen sich auch nicht im Weg.

In Maya sieht das Ganze nicht viel anders aus, nur dass die übertakteten alten Threadripper etwas besser dastehen als gerade noch eben:

Im 3ds-Grafik-Index geht Takt vor Kernanzahl. Das verwundert auch nicht, denn mehr als vier Kerne habe ich da bei den 3D-Loops auch nicht in Aktion gesehen.

Bei Blender und den 3D-Echtzeitausgaben ist es mit den ausgelasteten Kernen auch nicht so dolle, aber immerhin kommt dieses Programm den neuen Threadripper-CPUs insgesamt eher entgegen, als dem Ryzen 2700X und der Vorgänger-Generation, die hier komplett hinterherhängt und die auch von der Übertaktung überhaupt nicht profitieren kann, warum auch immer. da muss es noch einen anderen Flaschenhals wie z.B. den Speicher geben.

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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