Grafikkarten Praxis Testberichte VGA

AMD RX 6800 Overclocking und Undervolting – von über 240 Watt bis unter 180 Watt ist alles drin

Übertaktung + SAM vs. SAM im Vergleich zum Original

Man muss natürlich auch über alle Spiele einmal benchmarken, damit man sieht, was dann wie und wo noch möglichst gut skaliert. Ich habe mich für WQHD entschieden, weil es wohl für diese Karte die gebräuchlichste Auflösung sein dürfte. Die größte Steigerung gab es bei Wolfenstein Youngblood und auch in Spielen Metro Exodus und Watch Dogs Legion, wo SAM allein noch nicht viel bewirken konnte, kann man noch diverse Zuwächse verzeichnen.

Durch das restriktiv überwachte Power Limit und die nur geringen Zugabemöglichkeiten wird ein ertragreicheres OC allerdings nahezu unmöglich gemacht. AMD begrenzt auch die Spannungen, so dass man sich (im Monment) nur noch auf das verlassen kann, was der Wattman so anbietet. Und das ist nicht viel. Leider.

Zusammenfassung und Fazit

Untervolten wird wohl das neue Übertakten, denn AMD hat den Hahn vorerst zugedreht. Wenn man nicht wirklich ein extensiver ausgelegtes BIOS nutzen kann, geht von außen gar nichts mehr, NVIDIA lässt grüßen. Damit kommt man natürlich den RMA-Hoffnungen sehr entgegen, denn es kann keiner der Hobby-Übertakter mehr Spannungs-technisch oder beim Power Limit Amok laufen. Das Potential der Karte ist damit noch lange nicht ausgereizt, aber man möchte wohl einfach nicht mehr zulassen.

Im Umkehrschluss ist das Untervolten bis auf 900 mV und bei einer guten Karte auch bis 890 mV durchaus eine Option, um die RX 6800 noch sparsamer und leiser zu bekommen. Allerdings hat der Test ja auch gezeigt, dass man dann mit der Taktanhebung vorsichtig sein sollte, weil die Telemetrie von sich aus überpowert. Und im Umkehrschluss ist das echte Sparbrötchen auch etwas hibbeliger. Ich möchte damit auch dem einen oder anderen Test wiedersprechen, der lediglich auf dem Wert für 1% Low basiert und damit einen ruhigen Bildverlauf impliziert.

Die Auswertung der Varianzen auf der vorigen Seite zeigt nämlich auch, dass man sich hier selbst betrügen kann. Was jedoch immer geht und das Bild deutlich runder macht, ist die Kombination aus Untervolten und einem sinnvoll eingesetzten Framelimiter. Dann sehen 72 Hz mit etwas Glück sogar besser aus als die Hibbelei zwischen 75 und 100.

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About the author

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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