Grafikkarten Testberichte VGA Workstation

AMD Radeon Pro W5700 im umfangreichen Test – Preis und Leistung stimmen, doch reicht es auch für die Quadro RTX 4000?

Als abschließenden Benchmark werde ich Adobe Premiere Pro 2020 (v. 14) nutzen. Dazu habe ich eines meiner YouTube-Videos als Vorlage für den HEVC-Codec genutzt und lasse die Encodierung über das Plugin Voukoder R2, je nach Grafikkarte, über NvEnc oder AMF mit der höchsten Qualitätseinstellung laufen. Das hier hochgeladene Video wurde z.B. mit NvEnc auf einer RTX Titan gerendert.

Die Zeit lässt sich in Zahlen vergleichen, die Ausgabequalität leider nicht. Die um 27 Sekunden längere Renderzeit der Quadro RTX 4000 täuscht z.B. darüber hinweg, dass hier eine deutlich höhere Bildqualität erreicht wird. Die mit AMF encodierten Clips sind selbst auf höchsten Settings deutlich bis sichtbar schlechter. Trotzdem lohnt ein Vergleich der jeweilen Hersteller untereinander. Der Encoder der RTX Karten agiert einen Tick langsamer als noch bei Pascal, bietet aber auch hier die besseren Ergebnisse. Natürlich ließe sich die Qualität drastisch reduzieren, womit die RTX-Karten wieder schneller wären.

Als nächstes testen wir das Hardware-beschleunigte Video-Playback mit der Mercury Playback Machine von Premiere Pro. Diese 4K-Sequenz repräsentiert die üblichen Intro-Sequenzen, die in der Online-Videoproduktion üblich sind und verwendet generierte Tonaufnahmen mit beschleunigten Effekten, um eine lebhafte Eröffnungssequenz zu erzeugen. Die Sequenz besteht aus zwei Videoebenen und einer Titelgrafik-Ebene. Die angewandten Effekte beinhalten z.B. Linsenverzerrung, Gaußsche Unschärfe, Mosaik, das Finden von Kanten sowie Videotransformationen (Rotation).

Das Ziel ist es, möglichst 24 FPS für eine flüssige Vorschau zu erreichen und auch ja keine Einzelframes zu droppen. Hier scheitern alle AMD-Karten, denn die Anzahl der ausgelassenen Frame ist zum Teil dramatisch hoch. Wer auf AMD setzt hat bei Adobe Premiere Pro 2020 aktuelle eher schlechte Karten, zumal bei der Radeon Pro WX8200 so immense Speicherfehler auftraten, dass sich das Programm komplett aufgehängt hat.

Ich enkodiere nun über die CPU und Hardware-beschleunigte Filter eine vollständig bearbeitete Musikvideo-Sequenz, die auf 4K skaliert wird. Das Video nutzt die Anpassungsebenen von Premiere Pro 2020, um den endgültigen “Grunge”-Look des Projekts zu definieren. Die im Projekt verwendeten Effekte beinhalten: Videoskalierung, Lumakurvenanpassung, schnelle Unschärfe, Rauschen, Farbton, RGB-Kurven, Schwarz-Weiß-Effekt sowie die Bildmischung und die Videoüberlagerung.

 

Doch es geht auch noch etwas fordender, wenn man die Verarbeitung simultan ablaufen lässt. Diese abschließende Sequenz zeigt die gleichzeitige Bearbeitung von drei 1080p-Teilsequenzen innerhalb einer gemeinsamen 4K-Zeitleiste. Es werden dabei drei separate Subsequenzen verwendet, wobei eine Sequenz in einen Quadranten dupliziert wird. Alle Effekte für die Subsequenzen werden dann innerhalb der gemeinsamen Master-Timeline gerendert.

AMD Radeon Pro W5700, 8GB GDDR6, 5x mDP, USB-C

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB als inhaltlichem Nachfolger von Tom's Hardware Deutschland, deren Lizenz im Juni 2019 zurückgegeben wurde, um den qualitativen Ansprüchen der Webinhalte und Herausforderungen der neuen Medien wie z.B. YouTube mit einem eigenen Kanal besser gerecht werden zu können.

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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