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AMD Radeon Pro W5700: 7nm landen mit Navi im Workstation-Segment

Mehrere Monate nach dem Release der Radeon RX 5700 bringt AMD die Radeon Pro W5700 auf den Markt. Damit ist Navi im professionellen Segment angekommen und beschleunigt Rechenprozesse in Workstations und Kleinstservern.

Die Karte soll laut interner AMD Benchmarks schneller sein, als eine NVIDIA Quadro RTX 4000. Mit einem Preisschild von 799 USD ist die Radeon Pro W5700 ist die Grafikkarte aber dennoch ein Schnäppchen. Zum Vergleich: Der Straßenpreis für die besagte Quadro RTX 4000, beispielsweise von PNY, liegt bei 925 Euro.

PNY Quadro RTX 4000, 8GB GDDR6, 3x DP, USB-C (VCQRTX4000-PB)

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Bei der technischen Ausstattung steht die Radeon Pro W5700 ganz im Zeigen der RDNA Architektur, die auf der diesjährigen Computex in Teipei enthüllt wurde. Schnelles PCIe 4.0 (Gen. 4) inklusive optimierter Geometry- sowie neu hinzugekommener Media- und Display-Engine, trifft auf neugestaltete Compute Units, die 25% mehr IPC bieten sollen, als die GCN Architektur. Auch hier greift AMD auf interne Testläufe zurück.

Insgesamt sind auf der Platine sechs Display-Ports verlötet, die Bildschirme bis zu 8K unterstützen. Die passenden Bewegtbildinhalte wiederum werden über 36 Compute Units berechnet, diesen stehen 8 GB GDDR6 Speicher mit einer Gesamtbandbreite von 448 GB/s zur Seite. AMD verspricht eine Leistung von bis zu 8,89 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit.

Die AMD Radeon Pro W5700 soll im Durchschnitt bis zu 41% mehr Leistung pro Watt bieten. Hier zeigt das Unternehmen jedoch nicht die bereits erwähnte Quadro RTX 4000 zum Vergleich, sondern die Radeon Pro WX 8200, die zu einem Straßenpreis von über 1100 Euro angeboten wird. Den höchsten Leistungszuwachs verzeichnet AMD im Unity Automotive Benchmark mit einem Plus von bis zu 53%.

Dank neuem 7nm-Fertigungsverfahren konnte AMD auch die Energieeffizienz verbessern. Bis zu 18% weniger Strom soll die neue Karte verbrauchen. Im Idle sind es durchschnittlich 37 Watt, bei Workflows mit hoher Auslastung im Real World 3D beispielsweise steigt der Verbrauch auf ca. 113 Watt und liegt damit – hier vergleicht sich AMD wieder mit Nvidia – auf Augenhöhe mit der Quadro RTX 4000.

Da nicht nur die Hardware, sondern auch die Software eine wichtige Rolle spielt, hat AMD die Schnittstellen zu gängigen Rendering-Anwendungen optimiert. In SolidWorks, Catia und Autodesk Maya liegt die Leistung bei 4 bis 7 Prozent über einer Quadro RTX 4000. AMD schafft also eine günstige und ebenwürdige bis sogar geringfügig schnellere Arbeitskarte für alle, die nicht auf Nvidia Produkte setzen wollen oder können. Die Kaufentscheidung hängt natürlich auch geringfügig davon ab, welche Software zum Einsatz kommt. Wird SpecviewPerf 13 verwendet, liegt die Leistung 89% über einer Quadro RTX 4000 – zumindest im Benchmark. Neue Unterstützung gibt es für die Programme Houdini, SolidWorks Visualize, zEmotion und InstaLOD.

AMD ruft für die AMD Radeon Pro W5700 einen Preis von 799 USD auf und gibt die sofortige Verfügbarkeit an. Bisher gibt es jedoch keine Listung in den gängigen Online-Shops.

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.